Abo
  • Services:
Anzeige
Undatierte Aufnahme des NSA-Hauptsitzes in Fort Meade, Maryland
Undatierte Aufnahme des NSA-Hauptsitzes in Fort Meade, Maryland (Bild: NSA)

Prism-Skandal NSA zahlte Facebook, Google und Microsoft Millionenbeträge

Die NSA soll Google, Facebook, Microsoft und Yahoo für die Teilnahme an Prism mehrere Millionen US-Dollar gezahlt haben. Yahoo hat Ausgleichszahlungen bestätigt. Die Snowden-Dokumente bekommt wegen des starken Drucks der britischen Regierung künftig auch die New York Times.

Anzeige

Der Guardian hat neue Details zum Prism-Programm veröffentlicht und bringt die US-Internetwirtschaft in Bedrängnis. Denn Google, Facebook, Microsoft und Yahoo sollen von der NSA Ausgleichszahlungen in Höhe von mehreren Millionen US-Dollar erhalten haben. Grund für die Zahlungen war ein Urteil eines US-Gerichts vom Oktober 2011, das kürzlich von der US-Regierung veröffentlicht wurde. Daraus geht hervor, dass einige Aktivitäten der NSA verfassungswidrig waren.

Damit die Unternehmen gemäß den Vorgaben des Gerichts weiterhin Daten an die NSA habe liefern können, hätten neue Techniken implementiert werden müssen. Die Kosten habe die NSA übernommen, zitiert der Guardian aus Dokumenten, die Edward Snowden kopieren konnte und der Zeitung zur Verfügung stellte. Bisher hatten die fraglichen US-Unternehmen eine Beteiligung an Prism zurückgewiesen und geleugnet, Kenntnis von dem Überwachungsprogramm der NSA gehabt zu haben.

Yahoo bestätigt Anspruch auf Ausgleichszahlungen

Die britische Zeitung fragte bei den vier betroffenen Unternehmen nach, aber nur Yahoo bestätigte den Anspruch auf Ausgleichszahlungen. Ein Yahoo-Sprecher erklärte: "Das Bundesgesetz verlangt von der US-Regierung, den Firmen die entstandenen Kosten für die verpflichtenden rechtlichen Vorgänge zu erstatten. Im Rahmen dieses Gesetzes haben wir eine Erstattung angefordert." Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, welche Summe die US-Regierung dafür an Yahoo zahlte.

Auch Facebook gab eine Stellungnahme ab, betonte aber, "niemals irgendwelche Erstattungen für Datenanfragen durch die Regierung erhalten zu haben." Google reagierte zwar, hat aber laut Guardian auf keine der gestellten Fragen geantwortet. Das Unternehmen könne aus juristischen Gründen keine Detailfragen beantworten. Stattdessen hat das Unternehmen eine allgemeine Erklärung abgegeben, wonach Google nicht an Prism oder anderen Überwachungsprogrammen beteiligt gewesen sei. Microsoft verweigerte jeglichen Kommentar.

Guardian kooperiert künftig mit der New York Times

Weil der Guardian derzeit starkem Druck der britischen Regierung ausgesetzt ist, hat sich die Zeitung entschieden, im Fall der Enthüllungen von Edward Snowden mit der New York Times zusammenzuarbeiten und die Dokumente gemeinsam auszuwerten. Die US-amerikanische Tageszeitung erhält Zugriff auf die Dokumente, die Edward Snowden dem Guardian zur Verfügung stellte.

Damit solle sichergestellt werden, dass die Berichterstattung und die Enthüllungen rund um Prism und den NSA-Skandal weitergehen könnten, begründet die britische Zeitung diesen Schritt. Der Guardian hat Snowden nach eigenen Angaben über die Zusammenarbeit informiert. Bereits im Jahr 2010 hatte der Guardian erfolgreich mit der New York Times zusammengearbeitet, damals im Zusammenhang mit den Dokumenten, die Wikileaks den Zeitungen zuspielte. In jenem Fall hatte auch der Spiegel Zugriff auf die Daten.

Für weitere Hintergründe zur NSA-Affäre aktualisiert Golem.de fortlaufend diese beiden Artikel:

Chronologie der Enthüllungen

Glossar zur NSA-Affäre


eye home zur Startseite
Tourist 27. Aug 2013

Die Bänder selbst genauso wie die Bandlaufwerke sind US Produkte. Die Bänder müssen 2...

redwolf 26. Aug 2013

Wenn ich eine Empfehlung aussprechen darf: The Moment Of Silence https://de.wikipedia...

3rain3ug 26. Aug 2013

Interessante Theorie... aber wenn soetwas public werden würde, dass Backdoors in CISCO...

Tourist 25. Aug 2013

Jetzt bleibt nichts anderes übrig, als die einige milliarden Verlust an den Altar der...

Kasabian 25. Aug 2013

wer unterschätzt diese? Ich sicherlich nicht. Die NYT hat in NY und dessen Bundesstaat...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Teradata GmbH, München, Düsseldorf oder Frankfurt
  2. über Robert Half Technology, München
  3. Vaillant GmbH, Remscheid (Home-Office möglich)
  4. Elektronische Fahrwerksysteme GmbH, Ingolstadt


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Jurassic World, Die Unfassbaren, Creed, Interstellar, Mad Max Fury Road)
  2. 19,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Mojang

    Noch mehr Möglichkeiten mit Addons für Minecraft

  2. App Preview Messaging

    Android soll Messenger-Nachrichten ohne App empfangen können

  3. Amber Mobility

    Elektroauto für 33 Euro pro Woche mieten

  4. Hackerangriff

    Übernahme von Yahoo könnte durch Hack gefährdet sein

  5. Canon vs. Nikon

    Superzoomer für unter 250 Euro

  6. Konkurrenz für Amazon Echo

    Apple baut angeblich Siri-Lautsprecher

  7. Sam Lab Curio

    Modulare ferngesteuerte Rennwagen bauen

  8. Snap Spectacles

    Snapchat stellt Sonnenbrille mit Kamera vor

  9. SMS-Alternative

    Neue Whatsapp-Bedingungen werden Pflicht

  10. Up- und Download

    Breites Bündnis ruft nach flächendeckender Gbit-Versorgung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Original und Fork im Vergleichstest: Nextcloud will das bessere Owncloud sein
Original und Fork im Vergleichstest
Nextcloud will das bessere Owncloud sein
  1. Koop mit Canonical und WDLabs Nextcloud Box soll eigenes Hosten ermöglichen
  2. Kollaborationsserver Nextcloud 10 verbessert Server-Administration
  3. Open Source Nextcloud setzt sich mit Enterprise-Support von Owncloud ab

Starship Technologies: Es wird immer nach Diebstahl und Vandalismus gefragt
Starship Technologies
Es wird immer nach Diebstahl und Vandalismus gefragt
  1. Recore Mein Buddy, der Roboter
  2. Weltraumforschung DFKI-Roboter soll auf dem Jupitermond Europa abtauchen
  3. Softrobotik Oktopus-Roboter wird mit Gas angetrieben

PES 2017 im Test: Vom Feeling her ein gutes Gefühl
PES 2017 im Test
Vom Feeling her ein gutes Gefühl

  1. Re: 132 Euro im Monat, nie im Leben!

    PiranhA | 10:37

  2. Re: Man könnte sich zumindest mal Telegram...

    gaelic | 10:36

  3. Re: Was muss kommen damit Whatsapp Nutzer umsteigen?

    nicoledos | 10:36

  4. Re: Leider wieder ein 30fps Trauerspiel...

    HubertHans | 10:36

  5. Re: Wow!

    M.P. | 10:36


  1. 10:42

  2. 10:34

  3. 09:46

  4. 09:03

  5. 08:51

  6. 08:33

  7. 07:55

  8. 07:39


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel