Kim Dotcom
Kim Dotcom (Bild: Nigel Marple/Reuters)

Prism-Skandal Kim Dotcom für NSA-freie Google-Alternative von der EU

Nach dem Prism-Skandal fordert Kim Dotcom das Europäische Parlament auf, eine überwachungsfreie Alternative zu Googles Suchmaschine zu schaffen. F-Secure-Cheftechniker Mikko Hypponen unterstützt das. Beide ignorieren, dass der britische Abhörgeheimdienst GCHQ wohl beteiligt ist.

Anzeige

Kim Dotcom wünscht sich nach dem Prism-Skandal eine europäische Alternative zu Google. "Ich fordere das Europäische Parlament auf, ein Anreiz-Programm zur Finanzierung einer EU-Suchmaschine zu schaffen, um mit Google zu konkurrieren", twitterte der Internetunternehmer.

"Lieber Barack Obama, dies ist ein Kampf, den Sie nicht gewinnen können. Das Internet ist mächtiger als Ihre Regierung. Wir wollen die Freiheit des Internets."

F-Secure-Cheftechniker Mikko Hypponen sagte der Nachrichtenagentur Reuters: "Die langfristige Lösung wäre, dass Europa eine Dot.com-Industrie wie die USA schafft, das würde uns wirtschaftliche Vorteile und vor allem Unabhängigkeit von der Massenüberwachung durch die US-Geheimdienste bringen." Es sei davon auszugehen, dass die Kanzlerin Angela Merkel (CDU) das Thema anschneiden werde, wenn der US-Präsident kommende Woche in Berlin sei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Das Bundesjustizministerium prüfe derzeit eine "mögliche Beeinträchtigung von Rechten deutscher Staatsangehöriger".

Die Berichte über Abhörmaßnahmen der US-Geheimdienste bei Internetdiensten in den USA sollten nach Ansicht des IT-Verbandes Bitkom beim Deutschland-Besuch von US-Präsident Barack Obama in der kommenden Woche thematisiert werden. "Die Bundeskanzlerin sollte US-Präsident Obama offen und direkt auf die kolportierten Überwachungsmaßnahmen ansprechen", sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Das Internet sei eine Art globale Infrastruktur, die politische Teilhabe und freien Informationsaustausch ermöglicht.

Die Washington Post und der britische Guardian hatten eine geheime Präsentation der NSA zu dem Programm Prism erhalten, der zufolge dem Geheimdienst direkter Zugriff auf die Daten der Nutzer bei den IT-Firmen gewährt wird. Darin heißt es, die NSA "sammelt die Daten direkt von den Servern der US-Service-Provider Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, Paltalk, AOL, Skype, Youtube und Apple."

Laut Guardian hat der britische Abhörgeheimdienst GCHQ (Government Communications Headquarters) die Überwachungsdaten von der NSA weitergereicht bekommen.


Atalanttore 16. Jun 2013

Schließlich verteidigt die NSA nur die Freiheit im freisten Land der Welt und im...

av1s 12. Jun 2013

Vorweg: Sry für die Länge! Vielleicht habe ich mich nur nicht konkret genug ausgedrückt...

4tzum 11. Jun 2013

Richtig, am besten lässt sich die Telekom von allen denkbaren Geheimdiensten Europas...

hw75 11. Jun 2013

Kampf gegen die Content-Mafia Kampf gegen totale Überwachung Einzige populäre Plattform...

Charles Marlow 11. Jun 2013

Die drei wesentlichsten Punkte aus dem Merkel-Gespräch: "Äh." "Freunde aus Washington...

Kommentieren



Anzeige

  1. ERP Consultants (m/w)
    Allgeier IT Solutions GmbH, Essen, Köln, Hamburg, Bremen
  2. IT-Anforderungs- und Projektmanager (m/w)
    Stadtwerke München GmbH, München
  3. IT-Spezialist/-in Datenbankadministration
    Dataport, Bremen
  4. ERP-Entwickler (m/w)
    Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Kaspersky Lab

    Cyberwaffe Regin griff Mobilfunk-Basisstationen an

  2. Halbleiterforschung

    Neuer Memristor kann zehn Zustände speichern

  3. Transpiler

    Googles Inbox zu zwei Dritteln plattformübergreifender Code

  4. Fujifilm

    Fotobuch mit integriertem Touchscreen

  5. Teardown

    Nexus 6 kommt mit wenig Kleber aus

  6. Pinc VR

    Virtuelle Realität mit Gestensteuerung für das iPhone 6

  7. Linux-Distribution

    Less ist ein mögliches Einfallstor

  8. Mobilfunktarif

    Spotify Family ist bei der Telekom nicht nutzbar

  9. Test Escape Dead Island

    Urlaub auf der Zombieinsel

  10. Compute Stick

    Intels HDMI-Stick kommt noch 2014



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Stuxnet lässt grüßen: Trojaner hat Unternehmen in großem Stil ausgespäht
Stuxnet lässt grüßen
Trojaner hat Unternehmen in großem Stil ausgespäht
  1. Sicherheitslücke BND will Zero Day Exploits einkaufen
  2. Malware Europol will Backdoors gegen Cyberkriminelle nutzen
  3. Kaspersky Lab Diebe spielen Malware über CD-Laufwerk auf Geldautomaten

Test Dragon Age Inquisition: Grand Theft Fantasy
Test Dragon Age Inquisition
Grand Theft Fantasy
  1. Technik-Test Dragon Age Inquisition Drachentöten flott gemacht
  2. Dragon Age Inquisition Zusatzabenteuer für den Weltengenerator
  3. Dragon Age Inquisition Rollenspiel mit 4K am PC und 900p auf der Xbox One

Zbox Pico im Test: Der Taschenrechner, der fast alles kann
Zbox Pico im Test
Der Taschenrechner, der fast alles kann

    •  / 
    Zum Artikel