Prism: Furcht vor Hintertüren in US-Software und -Hardware
(Bild: Kacper Pempel/Reuters)

Prism Furcht vor Hintertüren in US-Software und -Hardware

Der Bundesverband IT-Mittelstand warnt wegen Prism vor Software und Hardware aus den USA. Der Grund: Über Jahre haben sich die Geheimdienste fremder Staaten hemmungslos an den Daten deutscher Bürger und Unternehmen bedient.

Anzeige

Der Bundesverband IT-Mittelstand (Bitmi) warnt nach Prism und Tempora vor Informationstechnologie aus den USA. "Deutschland ist besonders anfällig für solche Spionageaktionen. Unsere Wirtschaft ist sehr stark von ausländischen Technologien abhängig und wir wissen nicht, ob und welche Hintertüren noch in häufig benutzten Soft- und Hardwareprodukten eingebaut sind", sagte Michaela Merz, IT-Sicherheitsexpertin des Verbandes.

Das betreffe allerdings nicht nur Produkte aus den USA: Zunehmend würden auch Software und Geräte aus Asien in Unternehmen eingesetzt.

"Über Jahre haben sich die Geheimdienste fremder Staaten hemmungslos an den Daten deutscher Bürger und Unternehmen bedient. Der Schaden für die Wirtschaft ist überhaupt nicht abzusehen, das Vertrauen in die Aufrichtigkeit unserer Freunde und europäischen Nachbarn nachhaltig beeinträchtigt", so der Bitmi weiter.

"Technische Lösungen, auf die wir uns verlassen können"

Gebraucht würden "technische Lösungen, auf die wir uns verlassen können, die unsere Kommunikation sichern und unsere Daten zuverlässig schützen", sagte Oliver Grün, Bitmi-Präsident. "Das kann die digitale Wirtschaft in Deutschland leisten. Dazu sind allerdings zusätzliche Anstrengungen notwendig, um den Abstand zu den ausländischen Wettbewerbern aufzuholen." Nach dem Vorbild von Airbus sei über "einen Internet-Airbus nachzudenken", so Grün.

Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, fordert, dass Großbritannien bei einem gesonderten EU-Gipfel Auskunft über Tempora gibt. "Es sollte jetzt schnell einen EU-Sondergipfel geben. Die Briten müssen ihren Partnern erklären, auf welcher Grundlage sie Bürger der Europäischen Union ausspionieren", sagte Riexinger Handelsblatt Online. "Wir reden hier nicht zuletzt auch von potenzieller Wirtschaftsspionage unter Freunden."

Der hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) sagte Handelsblatt Online: "Großbritannien spielt den Daten-Blutegel der Europäischen Union. Man kommt sich vor wie in einem schlechten Bond-Film." Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, stelle Großbritannien die europäische Vertrauensfrage: Könne der britischen Regierung etwa bei Handelsfragen noch vertraut werden, dass sie nicht ihr Spionagenetzwerk zulasten der Partner einsetzt, fragt Hahn.


Richter Volkmar 02. Jul 2013

Wenn man ehrlich ist, können die wenigsten feststellen ob z.B. für PGP ein Schlüssel bei...

freddypad 28. Jun 2013

+1 Zumal Wikipedia natürlich auch sowas von extrem verläßlich ist, weil da natürlich nur...

OdinX 28. Jun 2013

Na dann programmieren wir doch ein europäisches OS, ich bin dabei. Eröffne schon mal ein...

DAUVersteher 26. Jun 2013

Lizenzkosten machen nur einen Bruchteil der gesamtkosten aus. Das meiste verschlingen...

teenriot 26. Jun 2013

... die "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein" - Schaumschläger? Auf...

Kommentieren



Anzeige

  1. Plattform Architekt Infotainment-Systeme (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, Hildesheim
  2. IT-Demand- und -Projektmanger für Business Units mit Fokus Logistik / SCM (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz
  3. Softwareentwickler / -innen .NET
    Dataport, Hamburg
  4. Anwendungsentwickler (m/w) Meldewesen
    Aareal Bank AG, Wiesbaden

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. ARD.connect

    HbbTV-Angebote über Smartphone oder Tablet steuern

  2. Administrationswerkzeug

    HPs Oneview wird auf Racks, Tower und Netzwerk erweitert

  3. Ortsnetze

    Telekom startet Vectoring für 200.000 Haushalte

  4. HP Proliant DL160 und 180

    Mit neuen Einstiegsservern gegen Huawei und Supermicro

  5. Zoff in Wikipedia

    Foundation lenkt im Streit mit deutscher Community ein

  6. Olympus Pen E-PL7

    Systemkamera für Selfies

  7. Virtual Reality

    Leap Motion setzt auf Hände und Augen

  8. KDE

    Plasma Active auf Frameworks 5 portiert

  9. Urheberrecht

    E-Book-Anbieter dürfen Weiterverkauf von Dateien untersagen

  10. Gehirnforschung

    Licht programmiert Gedächtnis um



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IPv6: Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
IPv6
Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
  1. Containerverwaltung Docker 1.2 erlaubt Regelung von Containerneustarts
  2. Stellenanzeige Facebook will Linux-Netzwerkstack wie in FreeBSD
  3. Für Azure Microsoft gehen US-IPv4-Adressen aus

Formel E: Motorsport zum Zuhören
Formel E
Motorsport zum Zuhören

Raspberry B+ im Test: Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
Raspberry B+ im Test
Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
  1. Erweiterungsplatinen Der Raspberry Pi bekommt Hüte
  2. Odroid W Raspberry Pi-Klon für Fortgeschrittene
  3. Eric Anholt Langsamer Fortschritt bei Raspberry-Pi-Grafiktreiber

    •  / 
    Zum Artikel