Prism-Skandal: Edward Snowden ist der Whistleblower
Edward Snowden brachte den Prism-Skandal ins Rollen. (Bild: Getty Images News)

Prism-Skandal Edward Snowden ist der Whistleblower

Der 29-jährige Techniker Edward Snowden hat das NSA-Überwachungsprogramm Prism öffentlich gemacht. Der Guardian enthüllte seinen Informanten auf dessen ausdrücklichen Wunsch.

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Der ehemalige NSA-Techniker Edward Snowden steckt hinter einem der größten US-Geheimdienstskandale: dem Bekanntwerden des Überwachungssystems Prism. Der 29-Jährige arbeitete zuletzt für Booz Allen Hamilton im Auftrag der NSA. Er war seit rund vier Jahren für verschiedene NSA-Dienstleister tätig, darunter auch Dell.

Der Guardian, der zusammen mit der Washington Post zuerst über Prism berichtet hat, enthüllte seinen Informanten am Sonntagabend nach mehreren Interviews auf dessen ausdrücklichen Wunsch: "Ich hatte nie die Absicht, mich zu verstecken, denn ich weiß, ich habe nichts Falsches getan." Er wolle dabei nicht im Rampenlicht stehen.

"Ich bereue nichts"

Laut Guardian ist sich Snowden bewusst, dass er mit Konsequenzen für sein Handeln zu rechnen hat und geht davon aus, dass die US-Regierung ihn "dämonisieren" werde. Snowden führte nach eigenen Angaben bisher ein sehr komfortables Leben, verdiente rund 200.000 US-Dollar pro Jahr, hatte mit seiner Freundin ein gemeinsames Haus auf Hawaii, eine gut verlaufende Karriere und eine Familie, die ihn liebt. Er setzte all das aufs Spiel, da er es der US-Regierung nicht ruhigen Gewissens erlauben könne, die Privatsphäre, die Freiheit im Internet und freiheitliche Grundrechte von Menschen auf der ganzen Welt zu verletzen.

Vor rund drei Wochen schloss Snowden seine Vorbereitungen ab, meldete sich bei der NSA für einige Wochen ab, um sich wegen Epilepsie behandeln zu lassen und flog am 20. Mai 2013 nach Hongkong, wo er sich seitdem aufhält. Er hofft, dass Hongkong dem Druck der US-Regierung standhält, befürchtet aber, ausspioniert, an die USA ausgeliefert oder von der CIA gekidnappt zu werden. Angst aber habe er nicht, denn er habe diese Wahl getroffen. Allerdings sorge er sich um seine Familie, denn viele seiner Familienangehörigen arbeiten für die US-Regierung.

Es sei für ihn eine Sache des Prinzips, mit seinen Informationen an die Öffentlichkeit zu gehen, sagte Snowden im Interview mit dem Guardian. Würde es ihm ums Geld gehen, hätte er die Unterlagen an zahlreiche Länder verkaufen und sehr reich werden können, sagt er. Snowden kritisiert die US-Regierung: Sie habe sich zu etwas ermächtigt, das ihr nicht zustehe. Es gebe keine öffentliche Kontrolle.

Er habe alle veröffentlichten Dokumente sorgfältig ausgewählt und abgewogen, ob es ein legitimes, öffentliches Interesse an ihrer Veröffentlichung gebe. Er habe darauf verzichtet, so manche Dokumente weiterzugeben, obwohl sie große Wirkung gehabt hätten. Er wolle aber niemandem schaden.

Rückblickend auf die erste Woche des Skandals sei er zufrieden, so Snowden: "Ich bereue nichts."


Tamashii 11. Jun 2013

Würde mich auch sehr interessieren! *push*

David64Bit 11. Jun 2013

Aber das muss man Kindern eben beibringen bzw. zumindest in die Richtung des etwas...

Gl3b 10. Jun 2013

:)

techmuc 10. Jun 2013

Meines Erachtens ist genau dies einer der Hauptpunkte die bei den ganzen Diskussionen um...

kosovafan 10. Jun 2013

Ohne Menschen die Mut beweisen, gibt es keinen Investigativen Journalismus. Das ist das...

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KAY MACKE's Websudelbuch / 10. Jun 2013

Der NSA-Manning



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