Anzeige
Prism: Google will Fisa-Anfragen veröffentlichen
(Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Prism Google will Fisa-Anfragen veröffentlichen

Der Suchmaschinenkonzern Google will künftig die Zahl der Anfragen der US-Regierung nach Fisa veröffentlichen und bittet in einem offenen Brief um Erlaubnis. Damit wehrt sich Google auch gegen den Vertrauensverlust, nach dem das Prism-Projekt bekanntwurde.

Anzeige

Selbst die Anzahl der Anfragen nach dem Foreign Intelligence Surveillance Act (Fisa) dürfen Internetkonzerne bislang nicht preisgeben. Das will Google ändern und bittet in einem offenen Brief an den Bundesanwalt Holder und den FBI-Chef Mueller um Erlaubnis, entsprechende Daten in seinem Transparency Report zu veröffentlichen. Google will damit das Vertrauen seiner Kunden wiederherstellen.

"Die von der US-Regierung geforderte Geheimhaltung zu Fisa-Anfragen nährt Spekulationen in der Presse, dass die US-Regierung einen unbegrenzten Zugang zu Benutzerdaten hat. Das ist schlichtweg nicht wahr", schreibt Googles Chefjustiziar David Drummond.

Gerüchte zerstreuen

Um die Gerüchte zu zerstreuen, will Google künftig veröffentlichen, wie viele Anfragen der US-Regierung Google nach Fisa erhält und wie viele Konten davon betroffen sind. Immerhin habe der Leiter der US-Geheimdienste (National Intelligence) John Clapper bereits zugegeben, dass Internet Service Provider (ISP) Fisa-Anfragen erhalten und dass entsprechende Daten von der NSA gesammelt und analysiert werden. Inzwischen haben sich Microsoft und Facebook dem Aufruf angeschlossen.

Die Daten will Google in seinen Transparency Report integrieren, in dem Google bereits ähnliche Angaben zu den eingegangenen National Security Letters (NSL) veröffentlicht - mit Erlaubnis der US-Behörden. Mit den NSLs erzwingen US-Strafverfolgungsbehörden wie das FBI die Datenpreisgabe von unter Verdacht geratenen US-Bürgern.

Vertrauen zurückgewinnen

Die Preisgabe der Anzahl der bei Google eingereichten NSLs habe bislang keine Auswirkungen auf die nationale Sicherheit gehabt, schreibt Drummond, und immer mehr Firmen würden Googles Initiative folgen. Mehr Transparenz bei den Fisa-Anfragen würde das Vertrauen seiner weltweiten Kunden ein Stück weit wiederherstellen.

Sowohl Google als auch Microsoft und Twitter veröffentlichen inzwischen Informationen dazu, wie oft mit NSLs auf Kundendaten zugegriffen wird. Betroffen sind demnach auch deutsche Kunden, die ihre Daten in den jeweiligen Clouds und anderen Onlinediensten ablegen. Im Gespräch mit Golem.de erklärte Microsoft Ende 2011: "Im Jahr 2010 hat das FBI nach dem Patriot Act 3.972-mal auf Datensätze zugegriffen. Der BND griff 5.817-mal auf Datensätze zu." Laut Google wurden zwischen Juli und Dezember 2012 die Daten von 1.944 deutschen Nutzern herausgegeben.


eye home zur Startseite
David64Bit 12. Jun 2013

MyVideo.tv ist IMHO mit der größte CRAP den es gibt, ganz davon abgesehen gibt's vieles...

VeldSpar 12. Jun 2013

Bullshit, Bullshit und Bullshit. Wenn google von PRISM gewusst hat, was wahrscheinlich...

VeldSpar 12. Jun 2013

PRISM alleine ist nur das proposal ISPs zu zwingen um schnittstellen einzurichten, damit...

Anonymer Nutzer 12. Jun 2013

Mit sowas kann man dann "Druck" aufbauen.

Charles Marlow 12. Jun 2013

Denn statt den nationalen Interessen der USA stehen dann eben nur noch die "üblichen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Software-Architekt (m/w)
    Concardis GmbH, Eschborn
  2. Hardware-Integrator (m/w) für den Bereich Mobilfunk-Messtechnik
    ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG, München
  3. Software Integrator (m/w) im Bereich Fahrerassistenzsysteme
    Continental AG, Lindau
  4. Algorithmenentwickler/-in Smart Headline Control
    Robert Bosch GmbH, Abstatt

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Hitman

    Patch behindert Spielstart im Direct3D-12-Modus

  2. Peter Molyneux

    Lionhead-Studio ist Geschichte

  3. Deskmini

    Asrock zeigt Rechner mit Intels Mini-STX-Formfaktor

  4. Die Woche im Video

    Schneller, höher, weiter

  5. Ransomware

    Verfassungsschutz von Sachsen-Anhalt wurde verschlüsselt

  6. Kabelnetzbetreiber

    Angeblicher 300-Millionen-Deal zwischen Telekom und Kabel BW

  7. Fathom Neural Compute Stick

    Movidius packt Deep Learning in einen USB-Stick

  8. Das Flüstern der Alten Götter im Test

    Düstere Evolution

  9. Urheberrecht

    Ein Anwalt, der klingonisch spricht

  10. id Software

    Dauertod in Doom



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Spielebranche: "Faule Hipster" - verzweifelt gesucht
Spielebranche
"Faule Hipster" - verzweifelt gesucht
  1. Neuronale Netze Weniger Bugs und mehr Spielspaß per Deep Learning
  2. Spielebranche "Die große Schatztruhe gibt es nicht"
  3. The Long Journey Home Überleben im prozedural generierten Universum

Privacy-Boxen im Test: Trügerische Privatheit
Privacy-Boxen im Test
Trügerische Privatheit
  1. Alphabay Darknet-Marktplatz leakt Privatnachrichten durch eigene API
  2. Verteidigungsministerium Ursula von der Leyen will 13.500 Cyber-Soldaten einstellen
  3. Angebliche Zukunftstechnik Sirin verspricht sicheres Smartphone für 20.000 US-Dollar

LizardFS: Software-defined Storage, wie es sein soll
LizardFS
Software-defined Storage, wie es sein soll
  1. Security Der Internetminister hat Heartbleed
  2. Enterprise-IT Hunderte Huawei-Ingenieure haben an Telekom Cloud gearbeitet
  3. HPE Hyper Converged 380 Kleines System für das schnelle Erstellen von VMs

  1. Re: Warum ist Esperanto so selten?

    robinx999 | 05:46

  2. Re: also ist Industrie 4.0 für niedere...

    divStar | 04:59

  3. Re: Hoffentlich bald mit Windows 10

    AIM-9 Sidewinder | 04:45

  4. Re: Hoffentlich greift irgendwer die Idee von B&W...

    divStar | 04:41

  5. Re: Schlangenölverkäufer Molyneux

    divStar | 04:38


  1. 13:13

  2. 12:26

  3. 11:03

  4. 09:01

  5. 00:05

  6. 19:51

  7. 18:59

  8. 17:43


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel