NSA-Direktor James Clapper
NSA-Direktor James Clapper (Bild: Win McNamee/Getty Images News)

Prism Geben Microsoft, Google, Facebook & Co. Daten an die NSA?

Der US-Auslandsgeheimdienst NSA hat im Rahmen des bisher geheimen Programms Prism direkten Zugriff auf Daten großer Internetfirmen wie Microsoft, Google, Facebook, Apple, Yahoo und Skype, wie die Washington Post und der Guardian berichten. Die Unternehmen weisen die Vorwürfe zurück.

Anzeige

Der Washington Post und dem Guardian ist eine geheime Präsentation der NSA zu einem Programm namens Prism zugespielt worden. Demnach gewährt Microsoft seit 2007, Yahoo seit 2008, Google, Facebook und Paltalk seit 2009, Youtube seit 2010, Skype und AOL seit 2011 und Apple seit 2012 dem US-Geheimdienst direkten Zugriff auf die Daten ihrer Nutzer, einschließlich gespeicherter Suchanfragen, Inhalten von E-Mails, übertragener Dateien und Live-Chats. Die NSA soll über das FBI direkten Zugang zu den Servern der Unternehmen haben.

  • Geheime Prism-Präsentation (Bild: The Washington Post)
  • Geheime Prism-Präsentation (Bild: The Washington Post)
  • Geheime Prism-Präsentation (Bild: The Washington Post)
Geheime Prism-Präsentation (Bild: The Washington Post)

Die betroffenen Firmen wollen von dem Programm nichts wissen und weisen die Vorwürfe zurück. Microsoft, das sich der Präsentation zufolge als Erstes am Prism-Programm beteiligt hat, teilt mit: "Wir geben Kundendaten nur dann heraus, wenn uns ein rechtlich bindender Beschluss vorliegt, niemals freiwillig". Sollte es ein breit angelegtes Programm zum Sammeln von Nutzerdaten auf freiwilliger Basis geben, so nehme Microsoft nicht daran teil. Ähnlich lesen sich die Stellungnahmen der anderen Konzerne.

In den USA hat das Bekanntwerden von Prism Empörung ausgelöst, da der Auslandsgeheimdienst NSA damit auch US-Bürger ausspionieren kann. Entsprechend liest sich die offizielle Stellungnahme von NSA-Direktor James Clapper: Clapper dementiert die Datensammlung nicht, im Gegenteil: "Die im Rahmen dieses Programms gesammelten Daten gehören zu den wichtigsten und wertvollsten Auslandsgeheimdienstdaten, die wir sammeln, und sie werden genutzt, um unsere Nation vor verschiedenen Gefahren zu schützen".

Clapper betont, die im Dezember beschlossene Erweiterung des Foreign Intelligence Surveillance Act erlaube nur eine Datensammlung von Nicht-US-Bürgern, die sich außerhalb der USA aufhalten. Es gebe keine Grundlage, gezielt die Daten von US-Bürgern oder Personen, die sich in den USA aufhalten, auszuspionieren.

Clapper weist auch auf Ungenauigkeiten in den Artikeln von Guardian und der Washington Post hin. Welche, verrät Clapper aber nicht.

Darüber hinaus kritisiert Clapper das Bekanntwerden des Programms, denn dies gefährde das Leben von Amerikanern.


Michael.Ge 11. Dez 2013

Klar, so ganz ohne Bequemlichkeit gehts dann leider nicht. Etwas leichter lässt sich die...

Guntwin 06. Jul 2013

http://prisminc.com/prism-government...

GodsBoss 08. Jun 2013

Offensichtlich funktioniert es Obama hat nicht nur zugegeben, dass das Projekt...

Dantereus 08. Jun 2013

oder hat jemand von euhc nciht damit gerechnet?

phex 08. Jun 2013

Soll ich mich jetzt etwa darüber wundern ? Die USA wird ganz sicher nicht von...

Kommentieren


Pub Rika / 07. Jun 2013

PRISM bricht uns auf



Anzeige

  1. DSP Software Expert (m/w)
    Visteon Electronics Germany GmbH, Karlsruhe
  2. Mitarbeiter (m/w) technischer Filialsupport
    Dänisches Bettenlager GmbH & Co. KG, Handewitt bei Flensburg
  3. Teamleiter IT (m/w)
    über Baumann Unternehmensberatung AG, Schwandorf
  4. Senior Business Analyst - Simulation & Systems Engineering, IT Services (m/w)
    Bombardier Transportation, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Spieleklassiker

    Retrogolem spielt Star Wars X-Wing (DOS)

  2. Panasonic Lumix DMC-LX100 im Test

    Kamera zum Begeistern und zum Verzweifeln

  3. Kanzlerhandy

    Bundesanwaltschaft will NSA-Ermittlungsverfahren einstellen

  4. Internetsuche

    EU-Parlamentarier erwägen Google-Aufspaltung

  5. 15 Jahre Unreal Tournament

    Spiel, Bot und Sieg

  6. Inmarsat und Alcatel Lucent

    Internetzugang im Flugzeug mit 75 MBit/s

  7. Managed Apps

    Unternehmen können App-Store von Windows 10 anpassen

  8. Elektronikdiscounter

    Wie Preisvergleichsdienste ausgehebelt werden

  9. Open Data

    Cern befreit LHC-Kollisionsdaten

  10. Multimediabibliothek

    FFmpeg dank Debian wieder in Ubuntu



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Far Cry 4: Action und Abenteuer auf hohem Niveau
Test Far Cry 4
Action und Abenteuer auf hohem Niveau

Yoga Tablet 2 Pro im Test: Das Tablet mit dem eingebauten Kino
Yoga Tablet 2 Pro im Test
Das Tablet mit dem eingebauten Kino
  1. Lenovos Yoga Tablet 2 im Test Das Tablet mit dem Aufhänger
  2. Motorola Lenovo übernimmt Googles Smartphone-Sparte
  3. Yoga Tablet 2 Pro Lenovos 13-Zoll-Tablet mit Projektor und Subwoofer

Test GTA 5 Next Gen: Schöner leben und sterben in Los Santos
Test GTA 5 Next Gen
Schöner leben und sterben in Los Santos
  1. Rockstar Games Sehr bald Raubüberfälle in GTA Online
  2. GTA 5 Altes und neues Los Santos im Vergleich
  3. GTA 5 neue Version angespielt Vollwertige Ich-Perspektive für Los Santos

    •  / 
    Zum Artikel