Dieser USB-Hub zeigt, dass Battery Charge auch von Endgeräten unterstützt wird.
Dieser USB-Hub zeigt, dass Battery Charge auch von Endgeräten unterstützt wird. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Power Delivery 100 Watt per USB

USB Power Delivery ist eigentlich schon seit Monaten fertiggestellt. Trotzdem versorgen die meisten Nutzer ihre Geräte noch immer per USB 2.0, USB 3.0, Battery Charge oder proprietären Mechanismen mit Energie. Für das flexible Power Delivery gab es auf der CES nur Prototypen.

Anzeige

Per USB 2.0 können Geräte in der Theorie nur maximal 2,5 Watt elektrische Leistung aufnehmen. USB 3.0 erreicht nur knapp das Doppelte. Für moderne Geräte ist das viel zu wenig und deswegen gibt es diverse Umgehungsmechanismen. Die meisten davon sind nicht Standard, weswegen es mitunter Probleme mit dem Standard gibt. Wer schon einmal versucht hat, ein iPad 4 an einem Samsung-Stromadapter oder ein Galaxy Tab an einem Apple-Stromadapter aufzuladen, wird das bemerkt haben. Solange das Display angeschaltet ist, lädt nichts.

Lösungen gibt es viele. Apple und Samsung nutzen beispielsweise proprietäre Aushandlungen, um mehr Energie zu ihren Geräten zu transferieren. Gerade bei Smartphones und Tablets hat fast jeder Hersteller seine eigene Lösung, und dementsprechend groß ist die heimische Sammlung an USB-2.0-Stromadaptern. Bei Festplatten werden Y-Kabel genutzt oder die Hersteller der Festplatten setzen darauf, dass der USB-Host beispielsweise mit einer leichten Spannungserhöhung den Standard verletzt. Gerade an alten Geräten starten USB-Blu-ray-Laufwerke oder Festplatten nicht oder brechen beim Hochfahren des Motors ab. Manchmal funktionieren nur besonders kurze USB-2.0-Kabel.

USB 3.0 löst das Problem nicht überall. Es gibt zwar eine breite Auswahl von USB-3.0-Festplatten, doch die große Micro-Buchse für USB 3.0 verbauen Smartphone- wie Tablethersteller nicht. Bleiben noch zwei Standards, die das Problem gezielt und mit unterschiedlichen Ansätzen angehen.

USB Power Delivery wird nur demonstriert

Das USB Implementers Forum zeigte dank des Herstellers Microchip bereits funktionierendes USB Power Delivery (USB PD), allerdings in riesigen Kästen. Von der Produktreife ist der fertige Standard noch immer weit entfernt. Microchip rechnet mit ersten Produkten in etwa einem halben Jahr. Da Microchip keine fertigen USB-Produkte verkauft, liegt die Zeitplanung letztendlich bei den Herstellern, die den Standard übernehmen müssen. Microchip zeigte auf der Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas, wie ein Notebook oder Lautsprecher mit Strom per USB PD versorgt werden kann. Dabei handeln die beiden Gegenstellen beispielsweise die notwendige Spannung und Stromstärke aus. Im höchsten Profil, das bis zu 100 Watt (20 V, 5 A) erlaubt, braucht es jedoch spezielle Kabel. Das führte Microchip noch nicht vor.

Der Testaufbau zeigte keine vollständige Integration von USB PD. Sowohl das Notebook-Netzteil als auch das Lautsprechernetzteil wurden direkt in eine USB-PD-Empfängerbox geleitet, die sich als passendes Endgerät gegenüber dem USB-PD-Einspeiser zeigte. Damit ein USB-PD-Hub nicht mit zu hoher Spannung angeschlossene Geräte zerstört, startet die Verbindung zunächst einmal entsprechend USB 2.0 oder 3.0 mit 5 Volt. Erst wenn sich beide Geräte auf eines der fünf Profile verständigt haben, wird die Spannung und Stromstärke angepasst. Microchip verwies darauf, dass diese Lösung in Zukunft die flexibelste sein wird und die Chancen damit gut stehen, dass sie auch angenommen wird. Allerdings gibt es da noch einen Standard, der wohl nicht verschwinden wird.

USB Battery Charge bleibt parallel zu USB PD 

geeky 14. Jan 2013

Das wird auch nicht getan - Man benötigt PD-fähige Kabel ;D Wenn ich da über die PDF von...

eyemiru 11. Jan 2013

Ich lade seit Monaten damit schon mein G930 Headset. Bisher hatte ich keine Probleme...

Tyche 11. Jan 2013

Durch Vorschriften, Regeln und durch die geldgeilheit des Staates/der meisten Firmen

HerrMannelig 11. Jan 2013

toller Satz ;) "USB Power Delivery ist eigentlich schon seit Monaten fertiggestellt...

Siciliano 11. Jan 2013

Bin auch schon mal reingelaufen.... http://konnitschiwa.wordpress.com/2013/01/03...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler (m/w) ControlDesk
    dSPACE GmbH, Paderborn
  2. Anwendungsentwickler mit Schwerpunkt CAD (m/w)
    ZF Friedrichshafen AG, Schweinfurt
  3. Spezialist für Call Center IT & Prozesse (m/w)
    MS E-Business Concepts & Services GmbH, Ingolstadt
  4. (Senior) Java- / Web-Entwickler (m/w)
    OCLC GmbH, Oberhaching

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. TOPSELLER BEI ALTERNATE: G.Skill DIMM 8 GB DDR3-1600 Kit
    59,90€
  2. Alle PCGH-PCs inkl. The Witcher 3
  3. Evga Geforce GTX 960 SuperSC
    mit 20 Euro Cashback nur 194,90€ bezahlen

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Samsung 850 Evo

    M.2- und mSATA-Kärtchen erhalten mehr Cache

  2. Mozilla

    Firefox 37 bringt Zertifikatsperren und Nutzerfeedback

  3. Assassin's Creed Chronicles angespielt

    Drei mörderische Zeitreisen

  4. Operation Volatile Cedar

    Spionagesoftware aus dem Libanon

  5. Studie

    Facebook trackt jeden

  6. Umfrage

    Notebook bleibt beliebtestes Gerät zur Internetnutzung

  7. Surface 3 im Hands on

    Das Surface ohne RT

  8. Fotodienst

    Flickr erlaubt gemeinfreie Bilder

  9. Musikstreaming

    Jay Z startet Spotify-Konkurrenten Tidal

  10. Zahlungsabwickler

    Paypal erstattet Rücksendekosten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Lenovo Thinkpad X1 Carbon im Test: Zurück zu den Wurzeln
Lenovo Thinkpad X1 Carbon im Test
Zurück zu den Wurzeln
  1. HyperX-Serie Kingstons Predator ist die vorerst schnellste Consumer-SSD
  2. Dell XPS 13 Ultrabook im Test Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!
  3. Ultrabook Lenovo zeigt neues Thinkpad X1 Carbon

Test USB 3.1 mit Stecker Typ C: Die Alleskönner-Schnittstelle
Test USB 3.1 mit Stecker Typ C
Die Alleskönner-Schnittstelle
  1. MSI 970A SLI Krait Edition Erstes AMD-Mainboard mit USB 3.1 vorgestellt
  2. Mit Stecker Typ C Asrock stattet Intel-Mainboards mit USB-3.1-Karte aus
  3. USB 3.1 Richtig schnelle Mangelware

AMD Freesync im Test: Kostenlos im gleichen Takt
AMD Freesync im Test
Kostenlos im gleichen Takt
  1. eDP 1.4a Displayport-Standard für 8K-Bildschirme ist fertig
  2. Adaptive Sync für Notebooks Nvidia arbeitet an G-Sync ohne Zusatzmodul
  3. Displayport über USB-C Huckepack-Angriff auf HDMI

  1. Re: cat /etc/hosts

    DerVorhangZuUnd... | 06:32

  2. Re: Ghostery

    DerVorhangZuUnd... | 06:31

  3. Aufrüstung der Egoisten

    Yian | 06:27

  4. Re: Die Preise können einfach nicht richtig sein...

    HibikiTaisuna | 05:50

  5. Warten auf NVMe ?

    ustas04 | 05:36


  1. 23:51

  2. 18:29

  3. 18:00

  4. 17:59

  5. 17:22

  6. 16:32

  7. 15:00

  8. 13:54


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel