Polizeigewerkschaft: Drohnen-Aktion über Merkel "schwere Sicherheitslücke"
Drohnenabsturz in Dresden: mehr Inhalt als CDU-Plakate (Bild: Odd Andersen/AFP/Getty Images)

Polizeigewerkschaft Drohnen-Aktion über Merkel "schwere Sicherheitslücke"

Die Polizeigewerkschaft fordert nach dem Quadrocopter-Zwischenfall bei der Wahlkampfkundgebung der Bundeskanzlerin am 15. September in Dresden ein Drohnen-Flugverbot.

Anzeige

Die Deutsche Polizeigewerkschaft bezeichnet die Drohnenaktion, bei der bei einer CDU-Wahlkampfveranstaltung in Dresden über Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Quadrocopter schwebte und kurz vor ihr abstürzte, als Sicherheitsrisiko. Der Drohnen-Einsatz der Piratenpartei hätte sowohl für die Zuschauer als auch für die Politiker gefährlich werden können, erklärte Hermann Benker, Vizechef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online. "Deshalb gab es hier durchaus eine eklatante Sicherheitslücke".

Benker: "Wir halten es aus diesem Grund für erforderlich, zukünftig bei derartigen Veranstaltungen mit Schutzpersonen ein Drohnen-Flugverbot zu erlassen." Denn auch von Drohnen mit bis zu fünf Kilogramm Gewicht könne ein "erhebliches Gefährdungspotenzial" ausgehen.

Das unbemannte Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) war einige Meter vor Merkel niedergegangen. Es habe sich um einen etwa 40 Zentimeter großen Quadrocopter gehandelt, der mit einer Kamera ausgestattet gewesen und von einem Mitglied der Piratenpartei gesteuert worden sei. Sicherheitsbeamte hätten ihn ausfindig gemacht und dazu gebracht, seine Aktion abzubrechen. Die Piratenpartei kommentierte die Protestaktion gegen Drohnenüberwachung: "Dieser sogenannte Klamauk hatte mehr Inhalt als alle CDU-Plakate dieses Wahlkampfs zusammen."

Das Bundesinnenministerium erklärte zur Frage der Gefahr von Anschlägen durch Unmanned Aerial Vehicles: "Diese Diskussion ist nicht neu. Für den Personenschutz, so auch für Wahlkampfkundgebungen, gilt es daher, durch die am Einsatzort befindlichen Kräfte eine Lagebewertung vorzunehmen. Danach wird entschieden, ob eine Schutzperson von der Bühne gebracht werden muss. Allgemein gilt, dass die Möglichkeit missbräuchlicher Verwendung von Modellflugzeugen zu terroristischen Zwecken den Sicherheitsbehörden seit vielen Jahren bekannt ist. In diesem Zusammenhang gibt es beispielsweise ein Ermittlungsverfahren gegen zwei Männer tunesischer Herkunft. Diese stehen im Verdacht, dass sie sich gezielt Informationen für die Begehung von Sprengstoffanschlägen mit ferngesteuerten Modellflugzeugen beschafft haben. Im Juni 2013 gab es auch Durchsuchungsmaßnahmen der Bundesanwaltschaft im Großraum Stuttgart sowie in Belgien."


Ephisray 18. Sep 2013

Sag mir mal wer ne AR Drone besitzt und vor jedem Flug bei der Flugsicherung ne Anfrage...

fluppsi 18. Sep 2013

Eben nicht.

wmayer 18. Sep 2013

Nur Hausdurchsuchungen und ein Ermittlungsverfahren. Und dort steht nur etwas von...

schueppi 18. Sep 2013

Ich stell mir das grad mit Wile E. Coyote vor... Wie er mit dem iPhone eine Ar.Drone...

Nigori 18. Sep 2013

...wenn aufgrund des Ereignisses, wieder einer von den Herren in grün, blau oder...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Teamleitungen (m/w) für Betreute Lokale Netze an beruflichen Schulen
    Landeshauptstadt München, München
  2. Fachbereichsleiter Informationstechnologie (m/w)
    Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE), Peine
  3. SAP-Experte/-in (SD/MM) Mitarbeit Projektleitung mit Perspektive
    J. Bauer GmbH & Co. KG, Wasserburg/Inn
  4. IT-Senior Consultant CRM (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Libdrm

    Mesa bekommt erste Android-Unterstützung

  2. Die Sims 4

    Erster Patch macht Zäune zu Zäunen

  3. Kabel Deutschland

    App überträgt Zugangsdaten unverschlüsselt

  4. Select Video

    Kabel Deutschland weitet Video-on-Demand auf ganzes Netz aus

  5. Internet

    IPv6 bei nur 0,6 Prozent des gesamten Datenverkehrs

  6. Datensicherheit

    Keine Nacktfotos sind auch keine Lösung

  7. Taxi-Konkurrent

    Uber macht trotz Verbot in Deutschland weiter

  8. Wegen Terrorgefahr

    EU-Gipfel will schnellen Beschluss zu Flugdatenspeicherung

  9. FX-8370E im Kurztest

    95-Watt-Prozessor als Upgrade für den Sockel AM3+

  10. Mozilla und Google

    Probleme bei HTTP/2-Interoperabilität



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Windows on Devices: Großes Betriebssystem auf kleinem Rechner
Windows on Devices
Großes Betriebssystem auf kleinem Rechner
  1. Entwicklerboard Microsoft verteilt kostenloses Windows für Intels Galileo
  2. Intel Galileo Generation 2 im August
  3. Intel Galileo Gen 2 Verbesserte Version für die Maker-Szene

Test Bioshock für iOS: Unterwasserstadt für die Hosentasche
Test Bioshock für iOS
Unterwasserstadt für die Hosentasche
  1. Unter Wasser Bioshock auf iOS-Geräten

Überschall-U-Boot: Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten
Überschall-U-Boot
Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten

    •  / 
    Zum Artikel