Play Store Sicherheitsexperten umgehen Googles Abwehr von Schadsoftware

Zwei Sicherheitsexperten haben verschiedene Möglichkeiten ausgemacht, Googles Bouncer im Play Store zu umgehen. Bouncer wurde Anfang des Jahres eingeführt, um Android-Schadsoftware zu erkennen und diese aus dem Play Store fernzuhalten.

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Der Bouncer im Play Store kann umgangen werden, berichten die beiden Sicherheitsexperten Jon Oberheide und Charlie Miller, die beide für Duo Security tätig sind. Google hat die Funktion Bouncer Anfang des Jahres in den Play Store integriert, der damals noch Android Market hieß. Bouncer dient dazu, Schadroutinen in Android-Anwendungen zu erkennen, um so zu verhindern, dass Schadsoftware über Googles Play Store verbreitet wird.

Bouncer prüft Anwendungen im Play Store zunächst darauf, ob es sich um bekannte Schadsoftware handelt. Dann werden die Anwendungen probeweise in einer Cloud-Infrastruktur von Google ausprobiert und es wird beobachtet, ob die Anwendung schadsoftwaretypisches Verhalten an den Tag legt. Falls das der Fall ist, wird die betreffende Anwendung nicht im Play Store veröffentlicht.

Oberheide und Miller wollen Ende der Woche auf der Summercon in New York zeigen, mit welchen Mitteln sie Schadsoftware an Bounce vorbei in den Play Store schleusen konnten. Dabei soll es mehrere Angriffsmöglichkeiten geben, die Oberheide und Miller entdeckt haben. Ein Videoclip gibt einen Ausblick darauf, was die beiden zeigen wollen.

Sie laden eine manipulierte Android-Anwendung in den Play Store und erhalten damit Zugriff auf die Bouncer-Umgebung. Dadurch erhalten die Anwender Zugriff auf Bouncer. Eine Anwendung könnte eine Bouncer-Prüfung erkennen und sich dann gezielt anders verhalten, wenn sie geprüft wird. Damit könnten Entwickler von Schadsoftware dafür sorgen, dass Bouncer die Schadroutinen nicht findet, weil sie vor Bouncer versteckt werden. Dadurch ließe sich Schadsoftware an Bouncer vorbei in den Play Store einstellen.

Duo Security steht nach eigenen Aussagen in Kontakt zum Android-Sicherheits-Team bei Google. Gemeinsam werde daran gearbeitet, Lösungen für die gefundenen Sicherheitsanfälligkeiten auszuarbeiten.


redbullface 06. Jun 2012

Sehe ich ganz anders. Aber Microsoft würde ich jetzt auch nicht so gerne vertrauen...

samy 05. Jun 2012

Sind die gleichen Normalos die ihr ganzes E-Mail-Adressbuch von Facebook durchsuchen...

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