Plattform Hondo AMDs x86-Tablets für Windows 8 ab 500 US-Dollar

Am Rande des IDF zeigt AMD mit seriennahen Produkten, was die Lücke zwischen den lange laufenden ARM-Tablets und den teuren x86-Geräten für Windows 8 schließen könnte. Die Plattform Hondo sieht vielversprechend aus.

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Atom ist zu langsam und Core zu stromhungrig - so weit nicht nur AMDs Theorie, sondern auch die Annahme vieler Anwender. Wenn Tablets für die x86-Version von Windows 8 - auf der auch alle älteren Anwendungen funktionieren - ein Erfolg werden sollen, muss eine andere Lösung her.

Die heißt, wie schon lange bekannt ist, Hondo. Das ist der Name der Plattform mit Bobcat-Kernen, die wiederum den Codenamen Desna tragen. Die vollständigen technischen Daten will AMD erst in einigen Wochen vorstellen, so viel steht aber schon fest: Die vor einem Jahr durchgesickerten Angaben (Dual-Core, 1 GHz, 4 bis 5,5 Watt) sind nicht weit von der Realität entfernt.

In San Francisco zeigt AMD nun aber schon seriennahe Geräte, sowohl reine Tablets wie Convertibles mit Tastatur, die deutlich schneller als Atom-Geräte und viel länger laufen sollen, als auch Rechner mit Core-Prozessoren. Vorgesehen sind mindestens sieben Stunden Laufzeit im Betrieb und ganze zwei Wochen im Standby-Modus S3. Daraus sollen die Hondos in zwei Sekunden aufwachen - nicht ganz so schnell wie iPads oder Android-Tablets, aber immerhin so fix wie Intels Ultrabooks.

Die größte Überraschung ist aber, dass AMD für einfache Tablets mit mindestens einem 10-Zoll-Display Preise von 500 bis 600 US-Dollar erwartet. Das ist nicht mehr, als ein Standardnotebook kostet, das aber schneller ist, und recht wenig für ein x86-Gerät mit Windows 8 und Touchscreen. Zudem lassen sich solche Tablets, weil sie vollwertige PCs sind, auch um Tastatur, Maus und Monitor erweitern.

Dazu kommt noch, dass AMD zwei Displays unterstützt. Bei den Convertibles lässt sich so mit einem externen Monitor das Tablet als Zweitbildschirm nutzen. Auch Konzepte ähnlich Apples Retina-Display sind zu höheren Preisen machbar, denn Hondo unterstützt maximal 2.560 x 1.600 Pixel, dann aber nur für eine Anzeige.

Wie stets liegt es bei den Geräteherstellern, ob sie diese Möglichkeiten bei den Funktionen und dem Preis ausnutzen werden. Daran sollte nicht nur AMD ein Interesse haben, sondern auch Microsoft. Günstige Einstiegsgeräte in die Welt von Windows 8 mit Touchscreen ohne Verlust der Kompatibilität könnten das neue Betriebssystem deutlich attraktiver machen.


Lala Satalin... 12. Sep 2012

Connected Standby funktioniert nur bei Intel, soweit ich weiß. Damit sind AMDs Versuche...

SoniX 12. Sep 2012

Ja... weil Netbook war vorallem günstig. Billiger Atom, schwache Komponenten, mieses...

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