Planetary Annihilation Planetenverwüstung für Echtzeitstrategen

Epische Schlachten mit Kampfrobotern, Raumschiffe, Orbitalwaffen und auf feindliche Basen fallende Asteroiden - Planetary Annihilation will neue Maßstäbe im Echtzeitstrategie-Genre setzen. Es erinnert nicht ohne Grund an Total Annihilation.

Anzeige

Rums! Der auf den Weg geschickte Asteroid zertrümmert die feindliche Basis - übrig bleibt nur ein glühender Krater. Das bei Uber Entertainment in Entwicklung befindliche Strategiespiel Planetary Annihilation soll seinem Namen alle Ehre machen und Echtzeitstrategen mit explosionsgeladenen Schlachten locken. Die werden nicht nur auf einem Planeten, sondern auch im und aus dem Weltraum mit bombastischen Waffen ausgefochten. Rohstoffe werden entsprechend auch auf Monden und in Asteroidengürteln gesammelt.

Den Namen Planetary Annihilation trägt das Spiel nicht nur wegen der Zerstörungsmöglichkeiten. Es gibt noch einen weiteren Grund: Eines der großen Vorbilder ist Total Annihilation von Cavedog Entertainment. An diesem Spiel und auch an Command & Conquer, Supreme Commander und Demigod waren Entwickler von Uber Entertainment beteiligt. Mit Planetary Annihilation wollen sie das Genre nun weiterentwickeln - ohne Publisher und mit Hilfe von Kickstarter.

Mit Fans und ohne Publisher

"Wir wissen alle, dass das RTS-Genre einen Schlag eingesteckt hat. Es kommen einfach nicht mehr so viele hochwertige originelle RTS-Spiele heraus. Wenn ihr Spiele wie Total Annihilation liebt, habt ihr nur sehr wenige Optionen. Hier kommt Planetary Annihilation ins Spiel. Es soll ein wirklich innovativer Dreh dessen werden, was RTS-Spiele sein könnten und sollten", heißt es auf der Kickstarter-Projektwebsite.

Die Geschichte des Spieluniversums ist schnell erzählt - und spielt für schnell zum Punkt kommende Echtzeitstrategen damit auch keine Rolle. Es gibt wettstreitende Roboternationen. Warum sie sich bekämpfen, weiß niemand mehr. Sie bekämpfen sich aber bis zur Vernichtung. Ende. Viel interessanter ist: Spielplatz sind komplette Sonnensysteme, deren Ressourcen es auszubeuten und die es in dem galaktischen Krieg Stück für Stück zu erobern gilt.

Client-Server-Architektur

Dabei sollen teils tausende von Einheiten gleichzeitig aktiv sein können. Um solche größeren Schlachten auch auf schwächeren Rechnern ohne Probleme realisieren zu können, setzt Planetary Annihilation auf ein Client-Server-Modell. Dennoch soll es für Spieler die Möglichkeit zu Modifikationen (Mods) geben, denn sie können eigene Server mit eigenen Einheiten und eigenen Spielmodi aufsetzen.

Derzeit liegt der Fokus auf Multiplayer-Gefechten - die können abhängig vom Modus und Beschränkungen bei den Einheiten zwischen einigen Minuten bis hin zu 12 Stunden und mehr dauern. Die Schlachten können zwischen Spielern oder in Kooperation mit einem Freund auch gegen die Spiel-KI geführt werden. Durch die orchestrale Musik und den markigen Originalsprecher aus Total Annihilation soll dabei ordentlich Stimmung aufkommen. Eigene Maps sollen sich mit einem Editor erstellen und mit der Planetary-Annihilation-Community teilen lassen. Mit prozedural erstellten Maps sollen zudem auch bei längerem Spiel immer wieder neue Schlachtfelder geboten werden.

  • Planetary Annihilation - ein Asteroid wird mit Düsen zur Bombe. (Bild: Uber Entertainment)
  • Planetary Annihilation - Uberr Entertainment hofft auf Fan-Unterstützung. (Bild: Uber Entertainment)
  • Planetary Annihilation - eine Mondbasis (Bild: Uber Entertainment)
  • Planetary Annihilation (Bild: Uber Entertainment)
  • Planetary Annihilation (Bild: Uber Entertainment)
  • Planetary Annihilation (Bild: Uber Entertainment)
  • Planetary Annihilation - Asteroid auf dem Weg zur gegnerischen Basis (Bild: Uber Entertainment)
  • Planetary Annihilation - Asteorid trifft gegnerische Basis. (Bild: Uber Entertainment)
  • Planetary Annihilation (Bild: Uber Entertainment)
  • Planetary Annihilation - gegnerische Robotereinheiten im Kampf (Bild: Uber Entertainment)
Planetary Annihilation - ein Asteroid wird mit Düsen zur Bombe. (Bild: Uber Entertainment)

Vielleicht auch Single-Player-Spaß

Eine Einzelspielerkampagne soll erst dann hinzukommen, wenn mehr als die zur Fertigstellung des Spiels angestrebte Mindestsumme überschritten wird. Davon ist aber schon jetzt auszugehen, denn obwohl das Projekt erst vor wenigen Stunden auf Kickstarter online ging, wurden bereits rund 130.000 US-Dollar der angestrebten Zusagen in Höhe von 900.000 US-Dollar erreicht. Dafür ist noch bis zum 14. September 2012 Zeit.

Das unabhängige Spielestudio Uber Entertainment wurde 2008 von einigen erfahrenen Entwicklern gegründet. Technikchef Jon Mavor hat beispielsweise die Grafikengine für Total Annihilation mitentwickelt und war Chefentwickler von Supreme Commander (Gas Powered Games/THQ). Auch Chefgrafiker Steve Thompson arbeitete an Total Annihilation, danach war er bei Gas Powered Games als Art Director für Dungeon Siege und Supreme Commander. 2010 erschien mit Monday Night Combat das erste Uber-Spiel.

Nachtrag vom 17. August 2012, 16:37 Uhr

Die Entwickler haben im Kickstarter-Projekt-Blog von Planetary Annihilation bestätigt, dass es auch eine Linux-Version des Spiels geben wird. Und das nicht erst als Bonus, wenn mehr als die angestrebte Summe erzielt wird, sondern von Hause aus. Über mangelnde Unterstützung kann sich Uber Entertainment nicht beklagen - im Gegenteil: Fast 350.000 der geplanten 900.000 US-Dollar wurden schon erreicht, dabei sind erst zwei Tage vergangen, seit das Projekt auf Kickstarter vorgestellt wurde. Nun bleiben noch 28 Tage, um den Rest zusammenzubekommen. Da das Interesse an dem Spiel hoch ist, dürfte das zu schaffen sein.


ck (Golem.de) 17. Aug 2012

Bin auch gespannt, was aus dem Projekt wird - ich habe auch darin investiert, weil mir...

Anonymer Nutzer 17. Aug 2012

...sodass die Grafik doch recht nebensächlich wird. Ich bin mal gespannt wie viele...

DekenFrost 16. Aug 2012

Also gerad in Multiplayer gefechten ist mir das auch zu schnell .. da bin ich noch nie...

Kommentieren



Anzeige

  1. Systemtechniker/-in im Network Management Center
    M-net Telekommunikations GmbH, München
  2. Software-Entwickler (m/w)
    Elsner Elektronik GmbH, Gechingen
  3. Junior Fleet IT Systems Manager (m/w)
    TUI Cruises GmbH, Hamburg
  4. Softwareentwickler (m/w) Java EE
    D.O.M. Datenverarbeitung GmbH, Nürnberg, Ingolstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Vic Gundotra

    Chef von Google Plus verlässt das Unternehmen

  2. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  3. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  4. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  5. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  6. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  7. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  8. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  9. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  10. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Energieversorgung: Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter
Energieversorgung
Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter

Südkoreanische Wissenschaftler haben einen Fernseher aus 5 Metern Entfernung ohne Kabel mit Strom versorgt. Sie träumen von öffentlichen Bereichen, in denen Nutzer ihre Geräte drahtlos laden können - vergleichbar mit heutigen öffentlichen WLANs.

  1. Genetik Forscher wollen Gesicht aus Genen rekonstruieren
  2. Leslie Lamport Turing-Award für LaTeX-Erfinder
  3. Bionik Pimp my Plant

LG LED Bulb ausprobiert: LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen
LG LED Bulb ausprobiert
LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen

Light + Building Zur vergangenen Lichtmesse in Frankfurt hat LG zwei LED-Lampen angekündigt, die vor allem Philips Konkurrenz machen werden. Mit 20 und 33 Watt zieht LG mit Philips gleich beziehungsweise überholt die Niederländer sogar. Wir konnten uns das 20-Watt-Exemplar bereits anschauen.

  1. Rückruf durch ESTI Schweizer Starkstrominspektorat warnt vor Billig-LED-Lampen
  2. Power over Ethernet Philips will Lichtsysteme mit Netzwerkkabeln versorgen
  3. Intelligentes Licht von Osram Lightify als Hue-Konkurrent

Test The Elder Scrolls Online: Skyrim meets Standard-MMORPG
Test The Elder Scrolls Online
Skyrim meets Standard-MMORPG

Es ist so groß wie mehrere Rollenspiele zusammen und bietet auch Soloabenteurern Unterhaltung für Wochen und Monate. Vieles in The Elder Scrolls Online erinnert an Skyrim - und leider noch mehr an das altbekannte Strickmuster gängiger MMORPGs.

  1. The Elder Scrolls Online Zenimax deaktiviert umstrittene Bezahlmethoden
  2. Abopflicht Verbraucherschützer mahnen The Elder Scrolls Online ab
  3. Zenimax Online The Elder Scrolls Online ohne Server-Schlangen gestartet

    •  / 
    Zum Artikel