Abo
  • Services:
Anzeige
Der Forscher Michael E. Brown stellt am 20. Januar neue Erkenntnisse vor einem Modell des Planet X vor.
Der Forscher Michael E. Brown stellt am 20. Januar neue Erkenntnisse vor einem Modell des Planet X vor. (Bild: Mario Anzuoni/Reuters)

Planet X: Es könnte den neunten Planeten geben

Der Forscher Michael E. Brown stellt am 20. Januar neue Erkenntnisse vor einem Modell des Planet X vor.
Der Forscher Michael E. Brown stellt am 20. Januar neue Erkenntnisse vor einem Modell des Planet X vor. (Bild: Mario Anzuoni/Reuters)

Kreist ein weiterer Planet um unsere Sonne? Forscher haben weitere Hinweise darauf veröffentlicht - und warnen selbst vor voreiligen Schlüssen.

Die Veröffentlichung eines Papers im Astronomical Journal hat zu weiten Spekulationen geführt, dass ein neunter Planet im Sonnensystem gefunden worden sein könnte. Die veröffentlichten Untersuchungen sind jedoch gar nicht geeignet, tatsächlich einen Planeten zu entdecken. Das macht die Erkenntnisse von Konstantin Batygin und Michael E. Brown vom California Institute of Technology aber nicht weniger spannend.

Anzeige

In ihrem Paper mit dem Titel "Evidence for a Distant Giant Planet in the Solar System" (deutsch etwa "Hinweise auf einen entfernten Riesenplaneten im Sonnensystem") beschreiben die Forscher himmelsmechanische Untersuchungen der Umlaufbahnen einiger weit entfernter Asteroiden im Kuipergürtel. Deren Bahnen weisen einige ungewöhnliche Eigenschaften auf, die zum Beispiel mit der Existenz eines weiteren Planeten im äußeren Sonnensystem erklärt werden könnten.

Der Kuipergürtel liegt hinter den bekannten Planeten. Er besteht aus Asteroiden, von denen immer mehr entdeckt werden. Das berühmteste und größte Objekt des Kuipergürtels ist der Zwergplanet Pluto. Einige dieser Objekte, wie der Asteroid Sedna, haben stabile Orbits mit großen langgestreckten Ellipsen. Ihre großen Halbachsen sind über 150 Astronomische Einheiten lang. Eine Astronomische Einheit ist die Entfernung von der Sonne zur Erde. Die Bahnen dieser Objekte reichen also sehr weit weg von der Sonne. Zum Vergleich: Die 1977 gestartete Raumsonde Voyager 1 ist zurzeit etwa 134 Astronomische Einheiten von der Erde entfernt.

Auffällig ähnliche Umlaufbahnen

Insgesamt wurden bisher nur 13 Asteroiden in solchen Orbits entdeckt. Aber diese Orbits sind sich auffällig ähnlich. Zum Beispiel befinden sich die sonnenfernsten Punkte ihrer Umlaufbahnen alle in nur etwas mehr als einem Viertel des Sternenhimmels. Außerdem sind sie sehr nahe am Himmeläquator unseres Sonnensystems. Im Allgemeinen geht man dagegen davon aus, dass solche Bahnelemente von Asteroiden im äußeren Sonnensystem recht zufällig verteilt sind.

Natürlich kann ein solches Ergebnis auf verschiedenen Wegen zustandekommen. Also haben die Forscher überprüft, ob beispielsweise nur eine bestimmte Region des Himmels nach solchen Asteroiden durchsucht wurde. Es kann auch reiner Zufall sein, aber die Wahrscheinlichkeit dafür haben die Forscher mit weit unter 1 Prozent beziffert.

Ein Planet kann Umlaufbahnen stabilisieren

Diese Ergebnisse werden schon länger diskutiert, und das nun veröffentlichte Paper ist nur das neueste in der Diskussion. Es beschäftigt sich mit der Möglichkeit, dass ein Planet die Umläufe der Asteroiden stört, was die ungewöhnlichen Bahnen erklären könnte. Ein Planet würde nur bestimmte Bahnen zulassen und einige davon sogar stabilisieren. Tatsächlich haben die Forscher mit Hilfe der Störungstheorie herausgefunden, dass ein weit entfernter Planet mit der Masse von Neptun eine solche Möglichkeit zulassen würde. Dazu wurde eine Reihe möglicher Parameter für so einen Planeten angenommen und die dafür passenden Gleichungen gelöst.

Die Forscher warnen aber selbst vor voreiligen Schlüssen. Die Modelle sind stark vereinfacht, um überhaupt analytisch lösbare Gleichungen zu erhalten. Außerdem ist die Zahl möglicher Parameterkombinationen sehr viel größer als die wenigen Parameter, mit denen man die Gleichungen tatsächlich gelöst hat.

Sonnensystem für 4 Milliarden Jahre simuliert 

eye home zur Startseite
timo.w.strauss 30. Jan 2016

Wiki ist als Informationsquelle nicht gültig.

Janquar 29. Jan 2016

Warum ist dieser Punkt so unverständlich? Für manche Beobachtungen gibt es einfach...

timo.w.strauss 25. Jan 2016

nicht Er dominiert nicht seine Umlaufbahn

Kasoki 25. Jan 2016

X ist ein beliebtes Zeichen für Unbekannten, passt doch!

DerRückenIstBack 23. Jan 2016

Ich vermute, dass das Bild die Umlaufbahnen einiger der im Artikel erwähnten 13...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Robert Half Technology, Göppingen
  2. EVI Audio GmbH, Straubing
  3. NPG Digital, Ulm
  4. STEMMER IMAGING GmbH, Puchheim bei München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 149,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Kurznachrichtendienst

    Twitter bewertet sich mit 30 Milliarden US-Dollar

  2. Microsoft

    Besucher können die Hololens im Kennedy Space Center nutzen

  3. MacOS 10.12

    Fujitsu warnt vor der Nutzung von Scansnap unter Sierra

  4. IOS 10.0.2

    Apple beseitigt Ausfälle der Lightning-Audio-Kontrollen

  5. Galaxy Note 7

    Samsung tauscht das Smartphone vor der Haustür aus

  6. Falcon-9-Explosion

    SpaceX grenzt Explosionsursache ein

  7. Die Woche im Video

    Schneewittchen und das iPhone 7

  8. 950 Euro

    Abmahnwelle zu Pornofilm-Filesharing von Betrügern

  9. Jailbreak

    19-Jähriger will iPhone-7-Exploit für sich behalten

  10. Alle drei Netze

    Ericsson und Icomera bauen besseres Bahn-WLAN



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Berlin-Wahl: Wo sind all die Piraten-Wähler hin?
Berlin-Wahl
Wo sind all die Piraten-Wähler hin?
  1. Störerhaftung Auf Wiedersehen vor dem EuGH
  2. EuGH zu Störerhaftung Bei Verstößen droht Hotspot-Anbietern Nutzerregistrierung
  3. Europäisches Parlament Netzsperren - Waffe gegen Terror oder Zensur?

Forza Horizon 3 im Test: Autoparadies Australien
Forza Horizon 3 im Test
Autoparadies Australien
  1. Forza Motorsport 6 PC-Rennspiel Apex fährt aus der Beta
  2. Microsoft Play Anywhere gilt für alle Spiele der Microsoft Studios

Original und Fork im Vergleichstest: Nextcloud will das bessere Owncloud sein
Original und Fork im Vergleichstest
Nextcloud will das bessere Owncloud sein
  1. Koop mit Canonical und WDLabs Nextcloud Box soll eigenes Hosten ermöglichen
  2. Kollaborationsserver Nextcloud 10 verbessert Server-Administration
  3. Open Source Nextcloud setzt sich mit Enterprise-Support von Owncloud ab

  1. Re: Für einen Dienst der nicht wächst und in den...

    triplekiller | 14:06

  2. Re: Batterie betriebene kleinste Rakete der Welt

    user0345 | 13:51

  3. Re: Warum müssen die in der Bay-Area sitzen

    FreiGeistler | 13:48

  4. Re: Fifa als Titel

    derKlaus | 13:39

  5. Re: grafik

    derKlaus | 13:38


  1. 13:15

  2. 12:51

  3. 11:50

  4. 11:30

  5. 11:13

  6. 11:03

  7. 09:00

  8. 18:52


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel