Piratenpartei Vorabversion von Marina Weisbands Buch geleakt

Das Buch von Piratin Marina Weisband soll Mitte März veröffentlicht werden. Jetzt steht eine unredigierte Fassung von "Wir nennen es Politik - Ideen für eine zeitgemäße Demokratie" im Netz.

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Erscheinungstermin von "Wir nennen es Politik - Ideen für eine zeitgemäße Demokratie" ist laut dem Klett-Cotta-Verlag der 14. März. Seit kurzem steht eine Vorabfassung des Buchs der ehemaligen politischen Geschäftsführerin der Piratenpartei, Marina Weisband, im Netz. Der Link zu dem PDF-Dokument auf dem Filesharing-Dienst Droplr wird über Twitter verteilt, wie die Popcornpiraten auf ihrer Seite schreiben.

Bei dem Text handelt sich wahrscheinlich um eine noch nicht fertig redigierte Fassung des Buchs, denn in dem Dokument stehen Anmerkungen wie "Absenkung + 1 Zeile". Dass es sich um eine Version von Weisbands Buch handelt, hat der Klett-Cotta-Verlag Golem.de bestätigt.

Der Verlag hat heute Vormittag von der Kopie erfahren. Wie er gegen eine weitere Verbreitung der Vorabversion vorgehen will? "Wir müssen erst mal schauen, was wir jetzt machen", sagte eine Sprecherin. Wie Die Welt am späten Nachmittag berichtete, will der Verlag nicht gegen die Kopie vorgehen - siehe Nachtrag.

Weisband dürfte die Veröffentlichung der Vorabversion nicht stören. Im September 2012 hat sie mitgeteilt, ihr Buch auch als E-Book ohne Kopierschutz veröffentlichen zu wollen. Jeder Käufer solle es im Internet uneingeschränkt weiterverbreiten dürfen, sagte sie dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. "Ich bin überzeugt, dass sich das Buch trotzdem verkaufen wird. Für gute Inhalte wird bezahlt."

Kurz zuvor hatte der Verlag Random House, in dem das Buch von Weisbands Parteikollegin Julia Schramm erschienen war, eine illegale Kopie von "Klick mich - Bekenntnisse einer Internet-Exhibitionistin" entfernen lassen. Das Buch war ähnlich wie Weisbands Buch als PDF über einen Cloud-Speicherdienst erhältlich gewesen.

Kritiker warfen Schramm vor, mit der Veröffentlichung ihres Buches bei einem kommerziellen Verlag gegen die Grundsätze der eigenen Partei zu handeln, die gegen das bestehende Urheberrecht vorgeht.

Nachtrag vom 27. Februar 2013, 17:54 Uhr

Die illegale Kopie von Weisbands Buch bleibt weiter im Netz, berichtet Die Welt. Eine Verlagssprecherin sagte der Zeitung, dass man nicht dagegen vorgehen werde. "Wir fühlen uns dadurch nicht geschädigt und reagieren gelassen", sagte sie.

Julia Schramm freut sich für ihre Parteikollegin Marina Weisband, die unter dem Pseudonym @Afelia twittert. In einem Tweet schreibt Schramm: "Freue mich, dass @Afelia s Verlag klüger ist als meiner. War der Shitstorm doch noch zu was gut ;)."


Sukram71 01. Mär 2013

Das kommt halt dabei raus, wenn man seine Parteivorsitzenden nicht angemessen für ihren...

F4yt 01. Mär 2013

Ich habe halt meine Gedanken niedergeschrieben ;)

der_wahre_hannes 01. Mär 2013

Tja, hätten sie das Bier doch bloß nicht für 3¤ auf der Wahlparty verkauft...

der_wahre_hannes 01. Mär 2013

-1

der_wahre_hannes 01. Mär 2013

Das ist leider wahr.

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