Pimp My Rom: Android-Gerät umfassend optimieren
"Pimp My Rom" soll die Optimierung erleichtern. (Bild: Androguide.fr/xdadevelopers)

Pimp My Rom Android-Gerät umfassend optimieren

Das Programm "Pimp My Rom" ermöglicht es Nutzern von Android-Geräten, tiefgreifende Einstellungen am System vorzunehmen. Eine angepasste Android-Version ist nicht erforderlich, aber ein Root-Zugang.

Anzeige

Ihr Smartphone oder Tablet leistungsfähiger machen möchten viele, schrecken aber häufig vor tiefergehenden Eingriffen am Android-Betriebssystem zurück. Die Software "Pimp My Rom" nimmt dem Nutzer einen großen Teil dieser Arbeit ab, indem sie automatisiert entscheidende Stellen des Systems verändert. Auf diese Weise soll das Smartphone oder das Tablet sicherer und schneller gemacht werden.

Androguide.fr, der Entwickler der Anwendung, verspricht durch Modifikationen an den Skripten Init.d und Build.prop unter anderem ein schnelleres Internet, eine bessere Akkulaufzeit sowie eine höhere Empfindlichkeit des Touchscreens. Zudem kann der Nutzer während der Installation des Programms zusätzliche Apps aufspielen. Mit der Sony Walkman Suite und S-Voice, Samsungs eigener Sprachsteuerung, sind auch einige Apps dabei, die sonst nur auf Geräten bestimmter Hersteller vorhanden sind.

  • Unterschiedliche Einstellungen ermöglichen eine gezielte Beeinflussung des Android-Systems. (Quelle: Androidguide.fr/xdadevelopers)
  • Auf einigen Geräten lässt sich die Farbgebung einzelner Apps ändern.  (Quelle: Androidguide.fr/xdadevelopers)
  • Während des Installationsprozesses können zusätzliche Apps eingerichtet werden. (Quelle: Androidguide.fr/xdadevelopers)
Unterschiedliche Einstellungen ermöglichen eine gezielte Beeinflussung des Android-Systems. (Quelle: Androidguide.fr/xdadevelopers)

Flüssigeres Multitasking und bessere Kamera

Laut dem Entwickler betreffen die zahlreichen Optimierungen an der Grundstruktur des Android-Betriebssystems auch das Multitasking. Eine flüssigere Nutzung mehrerer offener Anwendungen sei dadurch möglich. "Pimp My Rom" soll außerdem sowohl die Qualität der aufgenommenen Fotos als auch die generelle Bildqualität aufwerten.

Smartphone muss gerootet sein, braucht aber kein modifiziertes Android

Für die Nutzung von "Pimp My Rom" ist ein Root-Zugang zum Smartphone nötig, jedoch kein speziell angepasstes Android-ROM (Custom ROM). Der Root-Zugang ermöglicht dem Nutzer, mit Hilfe von Administratorenrechten tiefgreifende Änderungen am System vorzunehmen, die normalerweise nicht möglich sind. Neben der Änderung von Systemdateien betrifft dies auch die Einrichtung einer sogenannten Custom Recovery, die für die Installation von "Pimp My Rom" notwendig ist.

Ein Recovery-System gehört zu jedem Android-Gerät. Es dient dazu, das Betriebssystem neu aufzuspielen, falls das Gerät aufgrund eines Softwarefehlers nicht mehr funktioniert. Das Standard-Recovery-System hat allerdings nur einen eingeschränkten Funktionsumfang und kann keine zusätzlichen Anwendungen einspielen. Um ein zusätzliches Programm wie "Pimp My Rom" oder eine inoffizielle Android-ROM zu installieren, muss ein alternatives Recovery-Programm wie Clockworkmod Recovery aufgespielt werden.

Noch sind nicht alle Funktionen eingebaut

Der Programmierer von "Pimp My Rom" erklärt in einem umfangreichen Beitrag, wie das Programm installiert wird. Dort findet sich auch die passende Installationsdatei, die anhand der Bildschirmauflösung ausgewählt werden muss. Unterstützt werden alle Android-Betriebssysteme ab Version ab 2.3 alias Gingerbread.

Das Projekt ist erst seit kurzem online, weshalb noch nicht alle Funktionen implementiert sind. Wenn Programme über das Recovery-System installiert werden, besteht das Risiko, dass das Gerät dabei Schaden nimmt. Daher ist bei der Nutzung von Pimp My Rom Vorsicht geboten.


Ben Dover 18. Okt 2012

Wieso, hast du ein jtag?

Ben Dover 15. Okt 2012

Wenn du dich mit dem Thema rooten beschäftigtst wirst um das rumprobieren und flashen...

xviper 12. Okt 2012

Dürfte bald weggedroht werden. CyanogenMod musste ja auch die Google Apps weglassen.

Kommentieren



Anzeige

  1. Informatikerin / Informatiker oder Wirtschaftsinformatikerin / Wirtschaftsinformatiker
    Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Bamberg
  2. IT-Spezialist (m/w) Analytik / Labor
    Phytolab GmbH & Co. KG, Vestenbergsgreuth (Großraum Nürnberg)
  3. Call Center Coordinator (m/w)
    di support GmbH, Eschborn
  4. Projektleiter (m/w) Project Management Office
    Siemens AG, Erlangen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Android

    HTCs neues Desire-Smartphone für LTE-Einsteiger

  2. Kobo Aura H2O

    Ein E-Book-Reader für Bad und Strand

  3. Taxi-App

    Uber darf in Hamburg vorerst weiterfahren

  4. Android Wear

    Asus bringt Zenwatch zur Ifa

  5. iWatch

    Apple plant angeblich Wearable zum 9. September

  6. Wartungspanne

    Totalausfall bei Time Warners Internetzugängen

  7. AGB

    Amazon.de verschlechtert Bedingungen für Kreditkarte

  8. Rockstar Games

    GTA 5 wird zu groß für 12-GByte-Playstation

  9. Nach 36 Jahren

    Bundesdatenschutz wird unabhängige Behörde

  10. Lumina

    PC-BSD zeigt Fortschritte des eigenen Desktops



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Breitbandausbau: Netzbetreiber und Regierung schachern um Netzneutralität
Breitbandausbau
Netzbetreiber und Regierung schachern um Netzneutralität
  1. Mobiles Internet Roaming-Gebühren benachteiligen Grenzregionen
  2. Digitale Agenda Bitkom fordert komplette Nutzung des 700-Megahertz-Bandes
  3. Digitale Agenda 38 Seiten Angst vor festen Zusagen

Spiele auf dem Oculus Rift DK2: Manchmal klappt es, manchmal nicht
Spiele auf dem Oculus Rift DK2
Manchmal klappt es, manchmal nicht
  1. Oculus Rift Geld für gefundene Sicherheitslücken
  2. Virtuelle Realität Hüft-OP mit Oculus Rift und zwei Gopro-Kameras
  3. Oculus Rift Valve aktualisiert SteamVR für das DK2

Sofia: Der fliegende Blick durch den Staub
Sofia
Der fliegende Blick durch den Staub
  1. Audio aus Video Gefilmte Topfpflanze verrät Gespräche
  2. Nahrungsmittel Trinken statt Essen
  3. Bioelektronik Pilze sind die besten Zellschnittstellen

    •  / 
    Zum Artikel