Phoenix Satellitenreparatur-Projekt macht Fortschritte

Satelliten im All umzubauen, ist keine Science-Fiction mehr. Das demonstriert die Darpa mit einem aktuellen Video, das die Fortschritte im Projekt Phoenix zeigt.

Anzeige

Die Entwicklung eines Raumfahrzeuges durch die Darpa, das Teile von ausgedienten Satelliten ab- und an andere anbaut, macht Fortschritte. Als Projekt Phoenix Ende 2011 ankündigt wurde, klang es noch sehr nach Science-Fiction:

Die Idee lautet, statt neuer, großer Satelliten nur noch kleine Satlets ins All zu schießen. Diese zwischen einem und zehn Kilogramm schweren Himmelskörper könnten als Zuladung mit einem anderen Raumtransport in den Orbit fliegen. Dort soll ein Weltraumreparaturfahrzeug den Satlet an Bord nehmen und mit ihm in den sogenannten Friedhofsorbit des geosynchronen Orbits (GEO) fliegen. Das ist der Ort, an den ausgediente Satelliten transferiert werden.

35.000 Kilometer über der Erde

Nach der Suche nach einem ausgemusterten Satelliten mit einsatzfähiger Antenne baut das Weltraumreparaturfahrzeug diese ab und verpflanzt sie an den Satlet. Das Manöver soll sich in rund 35.000 Kilometern Höhe abspielen und ab 2015 umgesetzt werden.

  • Künstlerische Darstellung eines Satellitenumbaus (Bild: Darpa)
Künstlerische Darstellung eines Satellitenumbaus (Bild: Darpa)

Die Darpa-Wissenschaftler arbeiten an Roboterarmen und -greifern, mit denen der Umbau durchgeführt werden soll. Außerdem nutzen sie verschiedene Werkzeuge und Techniken, die nötig sind, um die Antenne vom alten Satelliten zu trennen und an dem neuen zu befestigen. Die bereits fertigen Komponenten werden bereits getestet, darunter auch die Kameras, die später die Augen des Bodenpersonals sein werden. Dazu kommt die Entwicklung der Software, mit der die Operation gesteuert wird.

Neue Technologie und Fertigkeiten

"Heutige Satelliten sind nicht dazu ausgelegt, im All modifiziert oder repariert zu werden", sagt Programmleiter Dave Barnhart. "Um Komponenten im Orbit wiederzuverwenden oder einem anderen Zweck zuzuführen, müssen wir neue Technologien und Fertigkeiten entwickeln."

Die Fortschritte, die seit dem Start des Programms im Sommer 2012 erzielt wurden, hat die Darpa in einem Zwischenbericht festgehalten. Der solle, so Barnhart, einen Einblick gewähren in die Probleme, die die Wissenschaftler lösen müssten und zeigen, welche Technik benötigt werde, um diese zu lösen. Für den 8. Februar 2013 hat die Darpa eine Tagung angesetzt, auf der sie um Interessenten für das Projekt werben will.


Kommentieren



Anzeige

  1. Mitarbeiter/-in Informationstechnologie, Produktdatenmanagement / Bill of Materials Support und Prozesse
    Daimler AG, Sindelfingen
  2. IT Support Specialist (m/w) - Applikationsbetreuung
    Real Garant über Baden Executive Search Personalberatung GmbH, Neuhausen auf den Fildern
  3. Senior BI Solutions Architekt (m/w)
    SolarWorld AG, Bonn
  4. Social Media Manager (m/w)
    Hubert Burda Media, Offenburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  2. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  3. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  4. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  5. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  6. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  7. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  8. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  9. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  10. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Cortana im Test: Gebt Windows Phone eine Stimme
Cortana im Test
Gebt Windows Phone eine Stimme

Mit Windows Phone 8.1 bringt Microsoft nicht nur lange vermisste Funktionen wie die zentrale Benachrichtigungsübersicht auf das Smartphone, sondern auch die Sprachassistentin Cortana. Diese kann den Alltag tatsächlich erleichtern - und singen.

  1. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  2. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone
  3. Microsoft Internet Explorer 11 für Windows Phone

Wolfenstein The New Order: "Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"
Wolfenstein The New Order
"Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"

B. J. Blazkowicz muss demnächst wieder die Welt retten - in einem Wolfenstein aus Schweden. Im Interview hat Golem.de mit Andreas Öjerfors, dem Senior Gameplay Designer, über verbotene Inhalte, die KI und Filmvorbilder von The New Order gesprochen.

  1. The New Order Wolfenstein erscheint ohne inhaltliche Schnitte
  2. Wolfenstein angespielt Agent Blazkowicz in historischer Mission
  3. Bethesda Zugang zur Doom-Beta führt über Wolfenstein

Vorratsdatenspeicherung: Totgesagte speichern länger
Vorratsdatenspeicherung
Totgesagte speichern länger

Die Interpretationen des EuGH-Urteils zur Vorratsdatenspeicherung gehen weit auseinander. Für einen endgültigen Abgesang auf die anlasslose Speicherung von Kommunikationsdaten ist es aber noch zu früh.

  1. Bundesregierung Vorerst kein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung
  2. Innenministertreffen Keine schnelle Neuregelung zur Vorratsdatenspeicherung
  3. Urteil zu Vorratsdatenspeicherung Regierung uneins über neues Gesetz

    •  / 
    Zum Artikel