Abo
  • Services:
Anzeige
Teenager beim SMS-Schreiben in einem Restaurant in Manila
Teenager beim SMS-Schreiben in einem Restaurant in Manila (Bild: Romeo Gacad/AFP/Getty Images)

Philippinen: Wo die SMS-Weltmeister wohnen

Ein Kommunikationsweg, der anderswo schon altmodisch wirkt, ist auf den Philippinen noch immer beliebt: die SMS. Denn mangels Smartphones können viele Bewohner neuere Gratisdienste nicht nutzen. Und durch Preiskämpfe sind SMS ohnehin günstig.

Anzeige

Wenn sich Patricia Lapus von Freunden verabschiedet, sagt sie nicht mehr: "Lass uns telefonieren!" Sie verabredet sie sich zum Schreiben. Rund 50 Kurznachrichten tippt Lapus am Tag in ihr Telefon ein. Das Besondere: Die meisten schickt sie nicht über freie Dienste wie Whatsapp, Facebook Messenger oder Line, sondern über das mehr als 20 Jahre alte Medium SMS (Short Messaging Service). Lapus kommt aus Manila, der Hauptstadt der Philippinen. Aus der Nation also, die sich selbst zum Weltmeister im SMS-Schreiben erklärt hat.

Nirgendwo sonst, so ist im Land, aber auch in Branchenreports immer wieder zu hören gewesen, schreiben die Menschen so häufig SMS wie hier. Laut dem Telekommunikationsberater Buddecomm schicken die Filipinos rund zwei Milliarden SMS pro Tag durch die nationalen Mobilfunknetze. Die Erlöse der Mobilfunkbetreiber sind nirgends stärker abhängig von stimmenloser Kommunikation. Die nationale Politik nennt ihre Nation deshalb "Welt-SMS-Hauptstadt", genauso wie die Medien und die Menschen auf der Straße. "Es ist einfach der Standard unserer Kommunikation geworden", sagt Lapus. "Ohne Telefon geht es nicht mehr, und ohne SMS schon gar nicht."

Zwei Milliarden SMS pro Tag

Daher war die Freude Anfang Mai 2014 grenzenlos, als die nationale Regulierungsbehörde National Telecommunications Commission anordnete, dass die Netzbetreiber ihre Preise pro SMS um ein Fünftel senken.

Kurznachrichten erwiesen sich zuletzt im vergangenen Herbst als lebenswichtig, als der Taifun Haiyan die Kommunikationsnetzwerke zusammenbrechen ließ. Während Internet und Telefongespräche besonders schlecht funktionierten, war die Kommunikation per SMS häufig noch möglich. Und im Jahr 2001 zeigte sich die SMS auch als effektives politisches Druckmittel. Damals verabredeten sich Zehntausende Handybesitzer über Kurznachrichten zu einer Demonstration in Manila, um gegen die Politik von Präsident Joseph Estrada zu protestieren. Kurz darauf dankte Estrada wegen einer Korruptionsaffäre ab.

Mehr als ein Handy pro Einwohner 

eye home zur Startseite
plutoniumsulfat 10. Jun 2014

frei != kostenlos

Eheran 10. Jun 2014

Stimmen denn die SMS-Preise? Wie können sie sich dann soetwas leisten? 1/500-stel meines...

gol 09. Jun 2014

Möchte nicht kleinlich sein - normaler welcher Leser weiss, dass Centimos die kleinere...

Anonymer Nutzer 08. Jun 2014

Es kann sich eigentlich nur um mindestens ne Stelle verschoben haben, aber ich bin immer...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Unitool GmbH & Co. EDV-KG, Oyten
  2. über Ratbacher GmbH, Raum Frankfurt
  3. Schneidereit GmbH, Solingen
  4. über 3C - Career Consulting Company GmbH, deutschlandweit (Home-Office)


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 32,99€
  2. 14,99€
  3. 239,95€

Folgen Sie uns
       


  1. Nationale Sicherheit

    Obama verhindert Aixtron-Verkauf nach China

  2. Die Woche im Video

    Telekom fällt aus und HPE erfindet den Computer neu - fast

  3. Hololens

    Microsoft holoportiert Leute aus dem Auto ins Büro

  4. Star Wars

    Todesstern kostet 6,25 Quadrilliarden britische Pfund am Tag

  5. NSA-Ausschuss

    Wikileaks könnte Bundestagsquelle enttarnt haben

  6. Transparenzverordnung

    Angaben-Wirrwarr statt einer ehrlichen Datenratenangabe

  7. Urteil zu Sofortüberweisung

    OLG empfiehlt Verbrauchern Einkauf im Ladengeschäft

  8. Hearthstone

    Blizzard schickt Spieler in die Straßen von Gadgetzan

  9. Jolla

    Sailfish OS in Russland als Referenzmodell für andere Länder

  10. Router-Schwachstellen

    100.000 Kunden in Großbritannien von Störungen betroffen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nach Angriff auf Telekom: Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
Nach Angriff auf Telekom
Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
  1. 0-Day Tor und Firefox patchen ausgenutzten Javascript-Exploit
  2. Pornoseite Xhamster spricht von Fake-Leak
  3. Mitfahrgelegenheit.de 640.000 Ibans von Mitfahrzentrale-Nutzern kopiert

Digitalcharta: Operation am offenen Herzen der europäischen Demokratie
Digitalcharta
Operation am offenen Herzen der europäischen Demokratie
  1. EU-Kommission Mehrwertsteuer für digitale Medien soll sinken
  2. Vernetzte Geräte Verbraucherminister fordern Datenschutz im Haushalt
  3. Neue Richtlinie EU plant Netzsperren und Staatstrojaner

Garamantis: Vorsicht Vitrine, anfassen erwünscht!
Garamantis
Vorsicht Vitrine, anfassen erwünscht!
  1. Gentechnik Mediziner setzen einem Menschen Crispr-veränderte Zellen ein
  2. Zarm Zehn Sekunden schwerelos
  3. Mikroelektronik Wie eine Vakuumröhre - nur klein, stromsparend und schnell

  1. Re: Abos verliert man nicht...

    SchmuseTigger | 12:22

  2. Re: Wegen Galiumnitrid? Sonst nichts?

    Apfelbrot | 12:19

  3. Tada!

    Kleine Schildkröte | 12:17

  4. Nützt nix

    Ein Spieler | 12:12

  5. Re: Science Fiction

    merlinhst123 | 12:07


  1. 11:12

  2. 09:02

  3. 18:27

  4. 18:01

  5. 17:46

  6. 17:19

  7. 16:37

  8. 16:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel