Ein Prototyp der Phantom Flex4K
Ein Prototyp der Phantom Flex4K (Bild: Vision Research)

Phantom Flex4K 4K-Kamera für Superzeitlupen mit 1.000 Bildern pro Sekunde

Aus 3,5 Sekunden Aufnahmezeit kann man eine Minute Fernsehprogramm machen - wenn man die neue Phantom Flex4K benutzt. Die Hochgeschwindigkeitskamera bietet aber mehr als nur Superzeitlupen, sogar alte Super-16-Objektive lassen sich damit nutzen.

Anzeige

Auf der Fachmesse NAB hat das Unternehmen Vision Research seine neue Hochgeschwindigkeitskamera mit dem Namen Phantom Flex4K vorgestellt. Wenn der Filmer das Gerät voll ausreizt, kann er damit 4K-Aufnahmen mit 1.000 Bildern pro Sekunde erstellen - und zwar mit unkomprimierten Raw-Bildern bei 12 Bit Farbtiefe. Wir zeigen ein vom Hersteller nur in Full-HD zur Verfügung gestelltes Demonstrationsvideo, in dem alle Aufnahmen von der Flex4K stammen sollen.

Solche in kürzester Zeit entstehenden Datenmengen können auch die schnellsten SSDs nicht aufnehmen, daher stecken in der Kamera 64 GByte RAM. Sie lassen sich nach jeder Aufnahme auf einen dauerhaften Speicher übertragen, den Vision Research Cinemag nennt. Die Module gibt es mit bis zu 2 Terabyte Kapazität. Ob bei der neuen Version Cinemag IV SSDs oder Festplatten eingesetzt werden, hat das Unternehmen noch nicht verraten.

Auf die Cinemags kann auch direkt aufgenommen werden, bei der für Kinofilme üblichen 4K-Auflösung von 4.096 x 2.160 Pixeln sind dann noch 125 Bilder pro Sekunde möglich. Full-HD-Filme speichert die Kamera mit bis zu 500 fps direkt auf den Medien, 1 Terabyte reicht dann noch für 13 Minuten.

  • Prototyp der Phantom Flex4K
  • Prototyp der Phantom Flex4K
  • Die Bildraten bei verschiedenen Auflösungen und Medien (Tabelle und Fotos: Vision Research)
Die Bildraten bei verschiedenen Auflösungen und Medien (Tabelle und Fotos: Vision Research)

Die Kamera beherrscht zudem einen Loop-Modus, der so lange filmt, bis der Auslöser losgelassen wird. Die letzten 3,5 Sekunden landen dann im höchsten 4K-Modus im Speicher. Bei reproduzierbaren Szenen kann so die beste Version mehrfach geprobt werden, ohne dass für das Speichern Zeit verloren geht. Alternativ kann auch immer mit vollem Tempo eine einzelne Einstellung gefilmt werden, wobei die Szenen dann binnen einiger Minuten auf ein Cinemag geschrieben werden, was als Run/Stop-Verfahren bekannt ist.

Objektive von Arri, Canon, Nikon und nach Super-16

Nicht nur für Hochgeschwindigkeitsaufnahmen bei Kinoproduktionen in 4K soll sich die neue Phantom eignen. Neben dem PL-Anschluss von Arri, für den es viele 4K-taugliche Objektive gibt, kann die Kamera auch mit Nikon- und Canon-Adaptern versehen werden. Die vergleichsweise günstigen DSLR-Objektive können dann zur Filmproduktion genutzt werden.

Der Sensor der Phantom ist zudem darauf ausgelegt, bei Full-HD-Auflösung genau den Bildausschnitt eines Objektivs für Super-16 abzutasten. Diese Optiken gibt es vor allem bei Fernsehsendern, auch vielen deutschen Anstalten, noch häufig, weil sie in der analogen Ära eine preiswerte Alternative zu den teuren Kinoobjektiven waren. Weitere Einzelheiten zur neuen Phantom finden sich in einem vorläufigen Datenblatt (PDF).

Ende des Jahres 2013 will Vision Research seine ersten schnellen 4K-Kameras ausliefern. Einen Preis nannte das Unternehmen noch nicht. Als Anhaltspunkt kann aber die Tatsache dienen, dass schon gebrauchte und beim Hersteller instand gesetzte Full-HD-Kameras mit 1.000 fps rund 50.000 US-Dollar kosten.


4D 09. Apr 2013

Die sollen erstmal das Fernsehen flächendeckend in Full HD ausstrahlen, was bestimmt noch...

schachtelhalm 09. Apr 2013

Siehe die Frage "Do you need a lot of hard drives?" ab 1:35 in https://www.youtube.com...

Kommentieren



Anzeige

Anzeige

  1. SAP Inhouse Berater (m/w) mit den Schwerpunkten MM und QM
    JOST-Werke GmbH, Neu-Isenburg
  2. Gruppenleiter/-in Security und IT-Systeme
    Robert Bosch GmbH, Renningen
  3. Softwareentwickler (m/w)
    Hectronic GmbH, Bonndorf bei Freiburg im Breisgau
  4. Projektmanager (m/w)
    valuephone GmbH, Schöneck/Vogtland

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. HDMI-Handshake

    Firmware 2.0 lässt manche Playstation 4 verstummen

  2. Motorola

    Lenovo übernimmt Googles Smartphone-Sparte

  3. Osquery

    Systemüberwachung per SQL von Facebook

  4. Sicherheitslücke

    Drupal-Team warnt erneut vor Folgen

  5. Spieldesign

    Kampf statt Chaos

  6. Techland

    Last-Gen-Konsolen zu schwach für Dying Light

  7. Passport im Test

    Blackberry beweist Format

  8. Streaming

    Sky als Online-Abo mit Live-TV und Einzelabruf

  9. Band

    Microsofts Wearable hört und fühlt

  10. Quartalszahlen

    Samsungs Gewinn bricht wegen Preiskampf bei Smartphones ein



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

    •  / 
    Zum Artikel