Phil Zimmermann
Phil Zimmermann (Bild: Silent Circle)

PGP-Entwickler Phil Zimmermanns abhörsichere Telefonie kommt später

Der neue Dienst für verschlüsselte Telefonie, VoIP, Videokonferenzen, Instant Messaging, E-Mail und SMS kommt später. Das Team um Phil Zimmermann bei Silent Circle braucht noch ein paar Wochen mehr als geplant.

Anzeige

Der berühmte Schöpfer der Verschlüsselungssoftware PGP (Pretty Good Privacy), Phil Zimmermann, muss das Erscheinen seines neuen Produkts für abhörsichere Kommunikation verschieben. "Wir mussten den Produktstart auf den 15. Oktober verschieben. Die Beta läuft weiter", teilte Zimmermann Golem.de mit.

Nachfragen zum Grund für die Verschiebung beantwortete Zimmermann, dessen neues Unternehmen den Namen Silent Circle trägt, bisher nicht. Der Betatest sei gut verlaufen, sagte Zimmermann.

Das neue Verschlüsselungsprodukt verspricht verschlüsselte Telefonie, VoIP, Videokonferenzen, Instant Messaging, E-Mail und eventuell auch SMS. Die Nutzung der Software soll 20 US-Dollar im Monat kosten.

Das verwendete Protokoll ZRTP nutzt zum Schlüsseltausch das Diffie-Hellman-Verfahren. Die Betaversion der Software mit End-to-End-Verschlüsselung für iPhone iOS und Android sollte Ende Juli 2012 erscheinen. Die Vollversion wollte das Team Ende September 2012 auf den Markt bringen, womit sich die Verschiebung also nur auf wenige Wochen beläuft.

"Es gibt keine Hintertüren für irgendeine Person, Organisation oder Regierung in unserer Verschlüsselung", erklärte Silent Circle.

Laut einem Bericht von CNN vom 17. August 2012 sind vier verschiedene Silent-Circle-Produkte geplant, die auf iPhones, Android-Geräten, Desktop-PCs und Notebooks verfügbar sein sollen. Der Dienst soll auf Peer-to-Peer-Basis laufen. Wenn nur einer der Gesprächspartner mit Silent-Circle-Servern verbunden ist, wird die verschlüsselte Nachricht im Silent-Circle-Netzwerk abgelegt. Der Verschlüsselungscode wird nach Angaben des Berichts jeweils nur einmal genutzt und dann zerstört.

Silent Circle hat seinen Sitz in National Harbor in Maryland und einen weiteren im Silicon Valley. Die Server stehen aus rechtlichen Gründen in Kanada.


CDrewing 07. Sep 2012

...ist es völlig egal, ob die App als "sicher" eingestuft wird oder nicht. Nur so entgeht...

sofias 07. Sep 2012

http://www.whispersys.com dafür würde ich auch bezahlen* und nicht für "uuh, vertraut...

kotap 05. Sep 2012

Dann sollen Sie die Server nach Island stellen. Kanada rofl.

ed_auf_crack 05. Sep 2012

Deswegen dauert ja jetzt alles etwas länger

Kommentieren



Anzeige

  1. Software Entwickler (C++ / .NET / Java / Apps) (m/w)
    MAS Software GmbH, München
  2. SAP-Basis-Administrator (m/w)
    Neoperl GmbH, Müllheim (zwischen Freiburg und Basel)
  3. Technischer Projektleiter (m/w) Automotive
    Siemens AG, Erlangen
  4. Software Entwickler Energie PHP / MySQL (m/w)
    CHECK24 Services GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Streaming-Dienst

    Netflix-App für Amazons Fire TV ist da

  2. Pilot tot

    Spaceship Two stürzt in der Mojave-Wüste ab

  3. Bewegungsprofile

    Dobrindt wegen "Verkehrs-Vorratsdatenspeicherung" kritisiert

  4. Anonymisierung

    Facebook ist im Tor-Netzwerk erreichbar

  5. Spielekonsole

    Neuer 20-nm-Chip für sparsamere Xbox One ist fertig

  6. Günther Oettinger

    EU-Digitalkommissar will Urheberrechtssteuer für alle

  7. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4

  8. VDSL2-Nachfolgestandard

    Telekom-Konkurrenten starten G.fast-Praxistest

  9. Ego-Shooter

    Bethesda hat Prey 2 eingestellt

  10. Keine Bußgelder

    Sicherheitslücken bleiben ohne Strafen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Sicherheit Der Arduino-Safeknacker aus dem 3D-Drucker
  2. Arduino Neue Details zum 3D-Drucker Materia 101
  3. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Getac S400-S3 Das Ruggedized-Notebook mit SSD-Heizung
  2. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  3. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen

    •  / 
    Zum Artikel