Petition: Anonymous fordert Legalisierung von DDoS-Attacken
(Bild: Anonymous)

Petition Anonymous fordert Legalisierung von DDoS-Attacken

In einer Petition, die Anonymous unterstützt, wird die Legalisierung von DDoS und eine Amnestie für alle deswegen Inhaftierten gefordert.

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In den USA wird mit einer Petition gefordert, DDoS-Attacken als Protestform zu legalisieren. Die Hacktivisten von Anonymous haben per Twitter für das Ersuchen geworben. DDoS sei das Gleiche, wie fortgesetzt den Reload-Button im Browser zu drücken, heißt es in der Petition an die US-Regierung, die auf der 2011 eingerichteten Webseite des Weißen Hauses zu finden ist: "Es ist so gesehen nichts anderes als die Occupy-Proteste. Statt dass eine Gruppe von Menschen einen Platz besetzt, verlangsamt sie mit dem Computer für kurze Zeit eine Website oder schaltet sie ab. Als Teil dieser Petition sollten diejenigen, die wegen Beteiligung an DDoS-Aktionen inhaftiert wurden, sofort freigelassen werden und sollen nicht als vorbestraft gelten."

Bei Twitter kommentierte Anonymous die Petition: "Wir sind Anonymous, wir kämpfen gegen Unterdrückung, und das ist kein Verbrechen." Die Petition hat bisher erst 843 Unterstützer, 25.000 sind nötig.

In Deutschland wurde diese Position in der Vergangenheit sogar aus bürgerlichen Kreisen unterstützt: "Große Konzerne mit Zugriff auf zentrale Schnittstellen im World Wide Web und gerichtsfesten Geschäftsbedingungen können offensichtlich entscheiden, wer seine Inhalte verbreiten darf und wer nicht. Hieraus erklärt sich auch der virtuelle Sitzstreik, der sich im Netz anonym organisiert und zeitweise die Internetseiten von Mastercard und Visa stillgelegt hat", schrieb Christian Ahrendt, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, am 15. Dezember 2010 im Hamburger Abendblatt.

Anonymous zeigte kürzlich in einem Video mit dem Titel "Ihr könnt 2013 mit uns rechnen" Fernsehberichte zu Anonymous-Aktionen, darunter auch viele DDoS-Attacken. Anonymous protestierte gegen die Schließung des Sharehosters Megaupload gegen das US-Justizministerium, das FBI, die Musikkonzerne und den Verband der US-Filmindustrie Motion Picture Association of America (MPAA). In weiteren Nachrichtenausschnitten waren die Angriffe auf syrische Regierungswebserver, gegen die israelische Regierung wegen der Angriffe auf Palästinenser in Gaza und auf die rechtsradikale Westboro Baptist Church dokumentiert.


Nekornata 13. Jan 2013

Also so gesehen, wenn es nur erlaubt wird, wenn man tatsächlich selber F5 drückt (und das...

Ben Dover 11. Jan 2013

Wer entscheidet wer terrorist und wer freiheitskämpfer ist? wenn zb die amerikaner iwo...

Eisbear 11. Jan 2013

Es kommt halt drauf an würde ich sagen. Sollte man DDoS als Form einer Demonstration...

AlexanderSchäfer 10. Jan 2013

Je nachdem wer der Betroffene ist, könnte man sich wohl auf verschiedene Grundrechte...

Remy 10. Jan 2013

Entsprechende Website 200 mal öffnen, dann Rechtsklick -> alle Tabs neu laden. Wenn das...

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