P2P-CDN läuft dank WebRTC direkt im Browser.
P2P-CDN läuft dank WebRTC direkt im Browser. (Bild: PeerCDN)

PeerCDN Ein Content Delivery Network auf Peer-to-Peer-Basis

Die vier Entwickler Feross Aboukhadijeh, Abi Raja, David Fisher und Sam Gerstenzang arbeiten gemeinsam an PeerCDN, einer neuen Generation von Content Delivery Network, das moderne Webtechnik nutzt und Daten von anderen Internetnutzern lädt.

Anzeige

CDNs können das Laden von Webseiten deutlich beschleunigen. Sie sorgen dafür, dass Webinhalte von einem möglichst nahe gelegenen und vom eigenen Rechner aus schnell erreichbaren Server geladen werden. Die entsprechenden Server sind auf der Welt verteilt. Das aber ist aber vergleichsweise teuer.

PeerCDN geht einen anderen Weg, um Ähnliches zu erreichen: Die Daten werden allerdings nicht auf Server verteilt, sondern von anderen Nutzern geladen. Es wird also das Prinzip eines Peer-to-Peer-Netzwerks auf Webinhalte angewendet. Denn es geht nicht nur darum, große Downloads abzuwickeln, sondern statische Bestandteile von Webseiten auszuliefern, beispielsweise Bilder, Javascript und CSS.

Damit das funktioniert, nutzt PeerCDN WebRTC, eine neue Webtechnik zur Echtzeitkommunikation. WebRTC erlaubt es, direkte Datenverbindungen zwischen Browsern herzustellen und über sogenannten Data Channel beliebige Daten auszutauschen. Und so bilden alle Nutzer, die sich gerade die gleiche Website anschauen, ein Peer-to-Peer-Netzwerk, über das die Inhalte der Webseite verteilt werden. PeerCDN kann so die bestehende Server-Infrastruktur entlasten oder die genutzte Bandbreite eines herkömmlichen CDN reduzieren.

Auf Browserseite ist PeerCDN komplett in Javascript umgesetzt, so dass kein Plugin benötigt wird wie bei anderen P2P-Ansätzen zur Verteilung von Webinhalten. Noch unterstützt allerdings nur Chrome und demnächst Firefox die für PeerCDN notwendige Technik. Verwenden Nutzer andere Browser, werden die Daten auf herkömmlichen Wegen geladen.

Um sicherzustellen, dass Daten, die von anderen Nutzern geladen werden, nicht geändert wurden, erstellt PeerCDN SHA1-Hashes aller Ressourcen einer Website. Nur wenn die Hashes der heruntergeladenen Daten mit diesen übereinstimmen, werden sie angezeigt. Zudem wird sämtliche Peer-to-Peer-Kommunikation verschlüsselt.

Websitebetreiber sollen PeerCDN durch das Einfügen einer Zeile Javascript für ihre Webseiten aktivieren können. Das Script selbst ist gepackt nur 9 KByte groß. Noch ist PeerCDN aber nicht fertig. Noch ist auch unklar, unter welcher Lizenz PeerCDN veröffentlicht werden soll. Angedacht ist ein Hybridmodell aus einer kommerziellen und einer Open-Source-Lizenz.


olleIcke 26. Jun 2013

Ich denke mal es is einfach möglich den http fallback zu gehen, das js zu blocken oder...

__max__ 28. Mär 2013

könnte man meinen, aber für große provider wie die telekom könnte diese technologie sogar...

developer 28. Mär 2013

Tja, vor Gericht haben Meinung nur wenig Bestand wenn diese nicht von einem sehr sehr...

Drag_and_Drop 28. Mär 2013

Werde noch^^ Web RTC ist kein Klassischer P2P Datenstrom ala Bittorrent. Prinzipiell...

a1ee9b 28. Mär 2013

Den größten Vorteil haben CDN, weil immer die selbe Datei, auch über verschiedene Seiten...

Kommentieren



Anzeige

  1. Oracle Datenbank & Infrastruktur Consultant (m/w)
    über 3C - Career Consulting Company GmbH, München, Freiburg, Stuttgart oder Düsseldorf
  2. SAP-Programmierer (m/w)
    Klingelnberg GmbH, Hückeswagen (Großraum Köln)
  3. SAP-Basis-Administrator (m/w)
    Neoperl GmbH, Müllheim (zwischen Freiburg und Basel)
  4. Softwareentwickler/-in
    Robert Bosch GmbH, Abstatt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bewegungsprofile

    Dobrindt wegen "Verkehrs-Vorratsdatenspeicherung" kritisiert

  2. Anonymisierung

    Facebook ist im Tor-Netzwerk erreichbar

  3. Spielekonsole

    Neuer 20-nm-Chip für sparsamere Xbox One ist fertig

  4. Günther Oettinger

    EU-Digitalkommissar will Urheberrechtssteuer für alle

  5. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4

  6. VDSL2-Nachfolgestandard

    Telekom-Konkurrenten starten G.fast-Praxistest

  7. Ego-Shooter

    Bethesda hat Prey 2 eingestellt

  8. Keine Bußgelder

    Sicherheitslücken bleiben ohne Strafen

  9. Kinox.to

    GVU will Bitshare und Freakshare offline nehmen lassen

  10. Bungie

    Destiny und der Gesundheitsbalken



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Sunset Overdrive: System-Seller am Rande der Apokalypse
Test Sunset Overdrive
System-Seller am Rande der Apokalypse
  1. Test Deadcore Turmbesteigung im Speedrun
  2. Test Transocean Ports of Call für Nachwuchs-Reeder
  3. Test Rules Gehirntraining für Fortgeschrittene

FTDI: Windows-Treiber kann Bastelrechner beschädigen
FTDI
Windows-Treiber kann Bastelrechner beschädigen
  1. FTDI Treiber darf keine Geräte deaktivieren
  2. Bei Windows Update gelöscht Keine Killer-Treiber mehr für gefälschte FTDI-Chips

Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Raumfahrt Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift
  2. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  3. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars

    •  / 
    Zum Artikel