Patentstreit THX verklagt Apple wegen Lautsprecherkonstruktion

Die Schallkanäle in besonders flachen Apple-Geräten, die den Klang der kleinen Lautsprecher nach außen transportieren, verletzten nach Ansicht von THX seine Patente. Eine entsprechende Klage hat der Soundspezialist nun in den USA eingereicht.

Anzeige

In vielen Geräten von Apple sind Lautsprecher eingebaut, die durch den geringen Platz in den Gehäusen ihren Ton über Umwege nach außen bringen müssen. Dazu werden kleine Kanäle in den Geräten angelegt, um den Klang umzulenken. Auf diese Weise müssen die Lautsprechermembranen nicht mehr unmittelbar an der Gehäuseöffnung liegen und können auch quer dazu eingebaut werden.

Die Technik verletzt nach Ansicht von Soundspezialist THX dessen Patente in den USA. Das Unternehmen, das sich vor allem durch Standards für Kinolautsprechersysteme einen Namen gemacht hat, hat deshalb nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg eine Klage an einem Bundesgericht im kalifornischen San Jose eingereicht. Eine angebliche Kopie der Klageschrift wurde über den Webdienst Scribd veröffentlicht.

Darin wird Apple eine Patentverletzung vorgeworfen, die durch entgangene Lizenzgebühren finanziellen Schaden bei THX angerichtet habe. Den Patentantrag hatte THX in den USA schon 2004 eingereicht. Es wurde THX erst im Oktober 2008 als US-Patent 7,433,483 zugesprochen.

THX wurde 1983 von George Lucas als Zertifizierungsstelle für Kinos gegründet. Dazu wurden Akustik- und Ausstattungsnormen für Kinosäle entwickelt. Mittlerweile werden aber auch Heimkinogeräte, Lautsprecher und Verstärker von THX zertifiziert. Hardware verkauft THX nicht.

THX bietet eigene iOS-App für Heimkinobesitzer an

Anfang 2013 veröffentlichte THX seine erste iOS-App. Mit THX Tune Up soll der Anwender Bild und Ton seines Heimkinos einstellen können. Dabei werden Testbilder und Töne via HDMI oder Airplay auf den Bildschirm beziehungsweise zur Heimkinoanlage des Benutzers übertragen, nachdem die verwendete Hardware aus der umfangreichen Datenbank heraus ausgewählt wurde. Die Farbwiedergabe des Fernsehers wird dann über die Kamera des iPhones getestet. Auch bei der Toneinstellung soll die App helfen. THX Tune Up kostet 1,79 Euro im App Store.


Pwnie2012 18. Mär 2013

Naja, apple hat auch "slide to unlock" patentiert, kenne ich schon seit vor 2004 als...

Kampfmelone 18. Mär 2013

Hätten sie es Lizensiert, hätten sie Geld bekommen. So -> kein Geld.

Replay 18. Mär 2013

Ja, genau diese Zeit meinte ich ^^ Nee, Schmarrn. Das ging ja schon bei der Glühbirne vor...

tingelchen 18. Mär 2013

Es gibt schon enorme Unterschiede. THX Zertifizierte Komponenten passen zusammen und...

spacemochi 18. Mär 2013

Wenn Prior Art wirklich wichtig wäre, müssten so ziemlich alle (neueren) Patente von...

Kommentieren



Anzeige

  1. Trainee (m/w) für Telematik-Anwendungen im After Sales
    Daimler AG, Stuttgart
  2. Tagungstechniker/IT Supporter/IT Techniker (m/w)
    BB onsite GmbH, München
  3. Entwicklungsingenieur/in Hands Free Akustik
    Daimler AG, Sindelfingen
  4. Software-Entwickler (m/w)
    Elsner Elektronik GmbH, Gechingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Vic Gundotra

    Chef von Google Plus verlässt das Unternehmen

  2. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  3. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  4. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  5. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  6. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  7. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  8. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  9. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  10. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Energie: Wasser + Energie = Treibstoff
Energie
Wasser + Energie = Treibstoff

Die US-Marine erzeugt Flugzeugtreibstoff aus Meerwasser, einer praktisch unbegrenzt verfügbaren Ressource. Das funktioniert und ist zukunftsträchtig. Aber bitte mit einer umweltfreundlichen Stromquelle, sagt ein Experte.

  1. Windenergie Strom erzeugen mit Flügelschlag
  2. Greendatanet Autoakkus für Rechenzentren

Reprap: "Waschmaschinen werden auch nur 5% der Lebenszeit verwendet"
Reprap
"Waschmaschinen werden auch nur 5% der Lebenszeit verwendet"

Ein 3D-Drucker gehört in jeden Haushalt, sagt der Reprap-Erfinder Adrian Bowyer. Er erklärt weshalb, und wieso wir schon auf dem besten Wege dahin sind.

  1. Lix Pen Winziger 3D-Druckstift malt Kunststoff in die Luft
  2. Micro 3D Printer 3D-Drucker für 220 Euro macht Furore auf Kickstarter
  3. 3D-Druck Hamburger Bibliothek stellt 3D-Drucker auf

Techniktagebuch auf Tumblr: "Das Scheitern ist viel interessanter"
Techniktagebuch auf Tumblr
"Das Scheitern ist viel interessanter"

Im Techniktagebuch schreiben zwei Dutzend Autoren über den Alltag mit Computern, Handys und anderen Geräten. Im Gespräch mit Golem.de erläutert die Initiatorin Kathrin Passig, warum nicht jeder Artikel eine Pointe und nicht jeder Autor ein hohe Technikkompetenz haben muss.


    •  / 
    Zum Artikel