Apples Head-Mounted Display
Apples Head-Mounted Display (Bild: US-Patent- und Markenamt)

Patentantrag: Plant Apple eine Computerbrille?

Apple hat in den USA ein Patent für ein Head-Mounted Display eingereicht. Apples Brille soll dem Anwender als persönlicher Bildschirm dienen. Anders als Google Glass schotten die iGlasses den Träger von der Umwelt ab und sollen vornehmlich zum Medienkonsum genutzt werden.

Anzeige

Apples Patentantrag verweist auf eine Computerbrille, die optisch stark dem ehemaligen Kickstarter-Projekt Oculus Rift ähnelt, das von Facebook aufgekauft wurde. Apple beschreibt in dem Patentantrag die Technik, listet keine einzelnen Hardwarekomponenten auf, so dass nicht erkennbar ist, ob ein Headtracking integriert sein könnte. Aus der Beschreibung geht jedoch hervor, dass der Benutzer seine Umwelt nicht sehen kann, wenn er die Brille trägt. Ein recht aufwendiges mechanisches System dient der Einstellung der Optik in der Brille, die so dem Träger angepasst werden kann.

Wie üblich bei Displaybrillen soll eine stereoskopische Sicht ermöglicht werden. Apple schreibt auch, dass Menschen mit Sehschwächen mit der Brille korrigierte Bilder gezeigt bekommen könnten. Die Brille könne das Bildsignal per Funk empfangen oder an ein mobiles Gerät beziehungsweise an den Fernseher, Mac oder das Apple TV angeschlossen werden, schreibt Apple. Damit würde sie eher dem ähneln, was das Unternehmen Carl Zeiss mit den 3D-Videobrillen der Cinemizer-Serie seit Jahren versucht zu etablieren.

  • Apple-Patentantrag 20140098009 (Bild: US-Patent- und Markenamt)
  • Apple-Patentantrag 20140098009 (Bild: US-Patent- und Markenamt)
  • Apple-Patentantrag 20140098009 (Bild: US-Patent- und Markenamt)
Apple-Patentantrag 20140098009 (Bild: US-Patent- und Markenamt)

Neben der Rift versucht auch Sony, sich mit einer VR-Brille auf dem Markt zu behaupten und hat mit Project Morpheus ein Modell für die Playstation 4 vorgestellt, das sich derzeit noch im Entwicklungsstadium befindet. Die Brille verfügt über ein Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und ein Sichtfeld von 90 Grad. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Projekte, die sich ebenfalls VR-Brillen verschrieben haben. Sie sind mit Sensoren ausgestattet, um die Bewegungen des Kopfes zu erfassen.

Ob Apple diese Displaybrille jemals bauen wird, ist nicht bekannt. Ein Patent oder gar eine Patentanmeldung sind keine Belege dafür, dass die Erfindungen auch in die Realität umgesetzt werden. Apple reichte den Patentantrag 20140098009 schon Anfang Dezember 2013 ein. Er wurde erst jetzt vom US-Patent- und Markenamt veröffentlicht. In dem Patentantrag zitierte Apple ältere eigene Patentschriften, die bis ins Jahr 1997 zurückreichen.

Doch selbst damals waren schon VR-Helme auf dem Markt. Vor allem das Forte VFX1 der US-Firma Forte für rund 1.800 DM, das 1994 vorgestellt wurde, stieß auf recht großes Interesse. Seine Mikrodisplays erreichten eine Auflösung von 263 x 230 Pixeln. Gesteuert wurden die Spiele über den intrigierten Headtracker und über einen Puck, der in der Hand gehalten wurde.


Netspy 13. Apr 2014

Patente müssen nicht Innovationen sein und neu muss auch nur die technische Umsetzung...

neocron 12. Apr 2014

die verkaufszahlen der iPhones zeigen, dass wohl das iPhone selbst ein relativ...

IT-Prophet 12. Apr 2014

Also das wäre doch echt eine geile idee! Apple nimmt vom konto 50 pro monat, das bedeutet...

AIM Schrott 11. Apr 2014

Es kommt auch darauf an, was man will! Will man eine Brille fürs ansehen von Filmen, oder...

Netspy 11. Apr 2014

Kannst du ein paar Beispiele nennen, wo Apple andere Firmen aufgrund von praktisch nicht...

Kommentieren



Anzeige

  1. Projektmitarbeiter / -manager (m/w) mit Schwerpunkt IT-Sicherheit
    PSI AG, Aschaffenburg
  2. Software Entwickler (C++ / .NET / Java / Apps) (m/w)
    MAS Software GmbH, München
  3. Dynamics NAV Entwickler (m/w)
    teamix GmbH, Nürnberg
  4. Web-Anwendungsentwickler (m/w)
    Universität Hamburg, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Streaming-Dienst

    Netflix-App für Amazons Fire TV ist da

  2. Pilot tot

    Spaceship Two stürzt in der Mojave-Wüste ab

  3. Bewegungsprofile

    Dobrindt wegen "Verkehrs-Vorratsdatenspeicherung" kritisiert

  4. Anonymisierung

    Facebook ist im Tor-Netzwerk erreichbar

  5. Spielekonsole

    Neuer 20-nm-Chip für sparsamere Xbox One ist fertig

  6. Günther Oettinger

    EU-Digitalkommissar will Urheberrechtssteuer für alle

  7. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4

  8. VDSL2-Nachfolgestandard

    Telekom-Konkurrenten starten G.fast-Praxistest

  9. Ego-Shooter

    Bethesda hat Prey 2 eingestellt

  10. Keine Bußgelder

    Sicherheitslücken bleiben ohne Strafen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Legale Streaming-Anbieter im Test: Netflix allein macht auch nicht glücklich
Legale Streaming-Anbieter im Test
Netflix allein macht auch nicht glücklich
  1. Netflix-Statistik Die Schweiz streamt am schnellsten
  2. Deutsche Telekom Entertain ab dem 14. Oktober mit Netflix
  3. HTML5-Videostreaming Netflix bietet volle Linux-Unterstützung

Windows 10 Technical Preview ausprobiert: Die Sonne scheint aufs Startmenü
Windows 10 Technical Preview ausprobiert
Die Sonne scheint aufs Startmenü
  1. Oneget Paketmanager von Microsoft für Windows 10
  2. Build 9860 Windows 10 jetzt mit Info-Center für Benachrichtigungen
  3. Microsoft Neue Fensteranimationen für Windows 10

Data Management: Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten
Data Management
Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten

    •  / 
    Zum Artikel