Entwickelt Apple einen Stift mit WLAN, Mobilfunk und GPS?
Entwickelt Apple einen Stift mit WLAN, Mobilfunk und GPS? (Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Patent Apple-Stift mit GPS und WLAN

Apple hat in den USA ein Patent zugesprochen bekommen, das einen Stift beschreibt, der mit WLAN und GPS ausgestattet ist. Über ihn sollen sich SMS, E-Mail und Sprachnachrichten empfangen und senden lassen. Er steht im Kontrast zu Smartwatches und Computerbrillen.

Anzeige

Smarte Uhren, intelligente Brillen und nun auch noch ein Computerstift? Das Apple neu zugeteilte US-Patent beschreibt einen Stift, der als schnurloser tragbarer Computer arbeitet. Ein kleines Touchscreen-Display auf der Seite kann dabei eingehende E-Mails, Sprachnachrichten und SMS anzeigen. Der Stift ist laut Patentbeschreibung zudem mit WLAN und GPS ausgestattet, um online seine Position bestimmen zu können.

  • Apple-Patent für einen Stiftcomputer (Bild: US-Patent- und Markenamt)
  • Apple-Patent für einen Stiftcomputer (Bild: US-Patent- und Markenamt)
Apple-Patent für einen Stiftcomputer (Bild: US-Patent- und Markenamt)

Der Stift soll auch in seiner klassischen Rolle zum Schreiben benutzt werden können - allerdings digitalisiert er das Geschriebene auch gleich. Dazu wird nicht wie bei aktuellen Modellen das Schriftbild mit einer kleinen Kamera aufgenommen, die auf das Papier zeigt. Vielmehr sind laut Patentbeschreibung Beschleunigungssensoren im Stift verbaut, mit denen erkannt werden soll, was geschrieben wurde.

Zusammen mit dem Mobilfunkmodul und einem GPS-Empfänger soll der Stiftcomputer mit einem Lautsprecher und einem Mikrofon ausgestattet sein. In der Patentschrift ist von einem Mobiltelefon und von einem Stiftcomputer die Rede.

Erfinderin verkaufte ihr Patent an Apple

Ursprünglich wurde der Patentantrag zu dem Stiftcomputer schon 1998 eingereicht und erstmals im September 2011 gewährt. Das Patent wurde nun um die Beschreibungen der WLAN- und Mobilfunkfunktionen erweitert und neu gewährt. Erstmalig hatte das Patent die Britin Lyndsay Williams eingereicht. Sie arbeitete für Microsoft und entwickelte 1987 die erste Soundkarte für IBM-kompatible PCs.

In ihrem Blog erwähnt sie auch das damals patentierte Produkt, von dem es zwei funktionierende Prototypen gab. Der Smartquill war ein Stiftcomputer, der für die British Telecom entwickelt wurde. Einer der Prototypen wurde später gestohlen. Die Idee hinter dem Smartquill war es, einen kompletten Rechner in einem Stift unterzubringen, der die Schreibbewegungen erkennt. Er soll eine Erkennungsgenauigkeit von 96 Prozent erreicht haben. Apple kaufte das Patent 2008 auf.

Tragbare Elektronikgadgets sind en vogue

Derzeit versuchen mehrere Unternehmen, Rechner zu entwickeln, die in Brillen und Uhren untergebracht und mit Mobilfunktechnik ausgestattet sind. Google will seine monookulare Computerbrille für unter 1.500 US-Dollar anbieten.

Samsung arbeitet nach eigenen Angaben an einer Smartwatch und Konkurrent Sony hat mit der Smart Watch bereits seit längerer Zeit ein Handgelenkgadget auf dem Markt. Angeblich arbeitet auch Apple an einem Handgelenksrechner in Form einer Uhr. Grundsätzlich ist das Prinzip nicht neu: Vor zehn Jahren hatte Microsoft die Spot-Uhren vorgestellt, die sich vor allem durch mobilen Internetzugang auszeichneten. Das Projekt wurde allerdings vier Jahre nach der Markteinführung wieder beendet.

Ob Apple einen Stiftcomputer auf den Markt bringt, lässt sich aus den Patentaktivitäten nicht herauslesen.


SoniX 01. Apr 2013

"Ursprünglich wurde der Patentantrag zu dem Stiftcomputer schon 1998 eingereicht und...

hackCrack 31. Mär 2013

Wow, echt interessant wie sehr apple sich an diese uhr hängt xD 100 mitarbeiter ist echt...

kman 30. Mär 2013

Die Idee den Text automatisch zu digitalisieren ist eine interessante Idee. Aber sie wird...

TTX 30. Mär 2013

WoW und du willst uns damit den Unterschied vom OnBoard Soundchip zur Soundkarte...

dEEkAy 30. Mär 2013

Tja so ist das eben mit der Technik. Hat alles Vor- und Nachteile. Wo man vorher...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Javascript Frontend Developer (m/w)
    tresmo GmbH, Augsburg
  2. PHP / Javascript Entwickler (m/w) - für freenet Cloud Services
    freenet.de GmbH, Hamburg
  3. Head of Customer Service (m/w)
    Nemetschek Allplan Deutschland GmbH, München
  4. Consultant (m/w) Daten- und Prozessmanagement
    Seven2one Informationssysteme GmbH, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Filesharing

    Gesetz gegen unseriöses Inkasso tritt in Kraft

  2. Bundesverkehrsministerium

    Kennzeichen-Scan statt Maut-Vignette

  3. Haftungsprivilegien

    Wann macht sich ein Hoster strafbar?

  4. Settop-Box

    Skys Streaming-Client ist der Roku 3

  5. Steam

    Square Enix weitet Geo-Lock bei Spielen aus

  6. Smartphone

    LGs 5-Zoll-Display hat einen 0,7 mm dünnen Rand

  7. Staatsanwaltschaft Dresden

    Öffentliche Fahndung nach Kinox.to-Betreiber

  8. Sicherheit

    Nacktscanner jetzt doch für deutsche Flughäfen

  9. HDMI-Handshake

    Firmware 2.0 lässt manche Playstation 4 verstummen

  10. Motorola

    Lenovo übernimmt Googles Smartphone-Sparte



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



FTDI: Windows-Treiber kann Bastelrechner beschädigen
FTDI
Windows-Treiber kann Bastelrechner beschädigen
  1. FTDI Treiber darf keine Geräte deaktivieren
  2. Bei Windows Update gelöscht Keine Killer-Treiber mehr für gefälschte FTDI-Chips

Ubuntu 14.10: Zum Geburtstag kaum Neues
Ubuntu 14.10
Zum Geburtstag kaum Neues
  1. Thomas Voß "Mir ist in zwei Jahren relevanter als Wayland"
  2. Ubuntu Unity 8 soll Standard in 16.04 werden
  3. Ubuntu Unity-Lockscreen-Bug kann Passwort verraten

Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Raumfahrt Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift
  2. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  3. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars

    •  / 
    Zum Artikel