Die Steuerungs-App von Patchfield
Die Steuerungs-App von Patchfield (Bild: Google Open Source Blog)

Patchfield Jack-ähnlicher Soundserver für Android

Das Konzept ist von Jack inspiriert: Verschiedene virtuelle Instrumente wie Synthesizer oder Effektgeräte lassen sich miteinander verbinden und so kombiniert benutzen. Mit Patchfield steht Musikern nun solch ein Soundserver für Android zur Verfügung.

Anzeige

Für professionelle Audioproduktionen unter Linux existiert der Soundserver Jack, mit dem virtuelle Instrumente und andere Soundquellen in Anlehnung an ein reales Studio miteinander "verkabelt" werden können. Mit Patchfield stellt der Google-Angestellte Peter Brinkmann nun einen Soundserver für Android bereit, dessen Konzept dem von Jack ähnlich ist.

So besitzt Patchfield ein API mit Callback-Funktionen zur Anbindung einzelner Clients, ein graphenbasiertes API, um die Clients selbst zu verbinden und unterstützt darüber hinaus, Audiodaten zwischen einzelnen Clients weiterzuleiten.

Kern- und Beispiel-Apps

Patchfield besteht derzeit aus der eigentlichen Kernanwendung zum Verbinden der Clients samt dazugehöriger Steuerungs-App und zusätzlich aus einigen wenigen Beispielanwendungen. Letztere sollen die Nutzung und Programmierung der Patchfield-Clients veranschaulichen. Das von Brinkmann erstellte PatchfieldPD ist jedoch mehr als nur ein kleines Beispiel. Über das vollwertige Modul lässt sich die auf Pure Data aufbauende Bibliothek Libpd zur Audiosynthese benutzen.

Laut Aussage des Entwicklers soll mit der Verwendung von Patchfield keine zusätzliche Latenz einhergehen, lediglich die Systemlatenz des Android-Audio-Stacks sei für Musiker relevant. Ebenso nutzt Patchfield die nativen Sample-Raten und Puffergrößen des verwendeten Gerätes.

Noch nicht im Play Store

Der Patchfield-Server ist noch nicht im Play-Store verfügbar und muss deshalb selbst kompiliert werden. Brinkmann begründet dies damit, dass sich das Protokoll und die APIs der Anwendung noch ändern könnten. Schließlich möchte er nicht riskieren, dass extern entwickelte Audioclients inkompatibel zu seiner angebotenen Patchfield-Version würden.

Brinkmann empfiehlt deshalb zurzeit auch noch, Patchfield als lokalen Service innerhalb einer App zu verwenden. Erst wenn die APIs stabil sind, sollte Patchfield zum Audiotransfer zwischen einzelnen Anwendungen genutzt werden.

Der Quellcode von Patchfield ist über Github verfügbar und steht unter der Apache-Lizenz. Die Urheberrechte an dem Code hält Google, da das Projekt in der sogenannten "20-Prozent-Zeit" entstand, also der Zeit, die Google seinen Angestellten für kreative Ideen einräumt. Die Anwendung soll laut Brinkmann auf dem HTC-1 und aktuellen Geräten der Nexus-Serie funktionieren. Probleme gibt es jedoch mit dem Galaxy Nexus sowie mit Samsungs Galaxy S4.


teleborian 10. Sep 2013

Es wäre spannend zu wissen worin sich die mittlerweile drei Soundserver unterscheiden.

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Mitarbeiter / innen Technische Servicestationen
    Landeshauptstadt München, München
  2. Software Projektmanager (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Stuttgart Sindelfingen
  3. Manager Pricing Strategie (m/w)
    Media-Saturn E-Business Concepts & Services GmbH, Ingolstadt
  4. IT-Administrator/MS Dynamics NAV Systembetreuer (m/w)
    EMK Münzen & Edelmetalle, Erftstadt

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. God of War 3 Remastered - [PlayStation 4]
    49,00€ (Release 15. Juli)
  2. GRATIS: Ultima 8 Gold Edition
  3. VORBESTELLAKTION: Call of Duty - Black Ops III
    vorbestellen und Beta-Zugangscode erhalten

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Die Woche im Video

    Pappe von Google, Fragen zur Überwachung und SSD im Test

  2. One Earth Message

    Bilder und Töne für Außerirdische

  3. Tropico 5

    Espionage mit El Presidente

  4. Tessel

    Offenes Entwicklerboard soll wie Io.js verwaltet werden

  5. Hack auf Datingplattform

    Sexuelle Vorlieben von Millionen Menschen veröffentlicht

  6. Angriff auf kritische Infrastrukturen

    Bundestag, bitte melden!

  7. Mark Shuttleworth

    Canonical erwägt offenbar Börsengang

  8. Amazon

    Fire TV Stick für 29 Euro

  9. Umfrage

    US-Bürger misstrauen Regierung beim Umgang mit Daten

  10. Mozilla

    Firefox personalisiert Werbung mit Browserverlauf



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Parrot Bebop im Test: Die Einstiegsdrohne
Parrot Bebop im Test
Die Einstiegsdrohne
  1. Hycopter Wasserstoffdrohne soll vier Stunden fliegen
  2. Drohne Der Origami-Copter aus der Schweiz
  3. Filmindustrie James Cameron unterstützt Drohnenwettbewerb

Telekom und BND angezeigt: Es leakt sich was zusammen
Telekom und BND angezeigt
Es leakt sich was zusammen
  1. Überwachung Kongress will NSA-Bespitzelung in den USA einschränken
  2. BND-Affäre Wikileaks veröffentlicht Protokolle des NSA-Ausschusses
  3. Cybersicherheit Russland und China vereinbaren No-Hacking-Abkommen

The Witcher 3 im Grafiktest: Mehr Bonbon am PC
The Witcher 3 im Grafiktest
Mehr Bonbon am PC
  1. Sabotagevorwurf Witcher-3-Streit zwischen AMD und Nvidia
  2. The Witcher 3 im Test Wunderschönes Wohlfühlabenteuer
  3. The Witcher 3 30 weitere Stunden mit Geralt von Riva

  1. Re: pervers oder nicht pervers

    BLi8819 | 10:39

  2. Bei den Preisen

    dabbes | 10:39

  3. Re: Wer meldet sich bei sowas schon mit seinem...

    BLi8819 | 10:34

  4. Re: Sorry, aber das ist doch totaler Blödsinn!

    limo_ | 10:33

  5. Re: "Analyse" des britischen Senders?

    BLi8819 | 10:33


  1. 09:01

  2. 18:43

  3. 15:32

  4. 15:26

  5. 15:09

  6. 14:21

  7. 14:08

  8. 13:54


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel