John the Ripper unterstützt Cuda und OpenCL.
John the Ripper unterstützt Cuda und OpenCL. (Bild: Screenshot Golem.de)

Passwortknacker John the Ripper entschlüsselt mit GPUs

1.7.9-jumbo-6 lautet die aktuelle Versionsnummer des Passwortknackers John the Ripper. Es soll sich laut Entwickler um das größte Update bisher handeln. Mit Hilfe von GPUs lassen sich beispielsweise WPA-PSK-Passwörter offenlegen.

Anzeige

John the Ripper 1.7.9-jumbo-6 nutzt wahlweise Cuda oder OpenCL, um Passwörter zu entschlüsseln oder aus Hashwerten herauszulesen. Die aktuelle Version kommt mit der Schlüsselbundverwaltung von Mac OS X klar, entschlüsselt passwortgeschützte ODF-, Office-2007- und Office-2010-Dokumente oder legt WPA-PSK-Wörter offen.

Außerdem lassen sich die Masterpasswörter aus Firefox oder Thunderbird auslesen sowie verschlüsselte RAR-Archive knacken. Hashwerte, die beispielsweise Drupal, Django, SHA-Crypt oder der auf Sicherheit getrimmten BSD-Variante Dragonfly 2.2 nutzen, kann Jack the Ripper ebenfalls verarbeiten.

Die meisten Änderungen der über 40.000 neuen Codezeilen stammten aus der Community, schreiben die Entwickler in den Release Notes. Bei einem so großen Versionssprung hätten nicht alle Fehler beseitigt werden können, heißt es dort weiter.

Bcrypt knacken per GPU

Jack the Ripper sei indes die erste Anwendung, die mit Bcrypt gehashte Passwörter per GPU auslesen kann. Die Unterstützung für Bcrypt sei noch experimentell und in etwa so schnell wie auf einer CPU. Bei SHA512crypt ist der Unterschied zwischen Berechnungen per CPU und GPU deutlich höher: Mit einem 8-Kern-Prozessor konnten etwa 2.000 Hashwerte pro Sekunde erzeugt werden, mit der GPU auf der Nvidia-Grafikkarte Geforce GTX 570 waren es etwa 11.000.

Die umfangreichen Release Notes führen sämtliche neue Funktionen auf, die John the Ripper 1.7.9-jumbo-6 mitbringt und enthalten nebenbei etliche Benchmarks, die die CPU- und GPU-Nutzung vergleichen. Die quelloffene Community Edition ist zunächst nur für Unix und Linux erhältlich. Inoffizielle Windows-Builds gibt es ebenfalls.


jtsn 05. Jul 2012

Nein: "John is able to crack WPA-PSK and WPA2-PSK passwords." http://openwall.info/wiki...

videospieler 04. Jul 2012

Jack the Ripper ist ein DVD Ripper für Mac

grorg 04. Jul 2012

Und jetzt mieten wir für 10$ ein bischen Rechenpower (CPU/GPU) bei Amazon und bald auch...

Himmerlarschund... 04. Jul 2012

Die Vollbitverschlüsselung ist - soweit ich weiß - hier gar nicht betroffen, da JtR nur...

Kommentieren



Anzeige

  1. Informatiker (m/w)
    Kassenärztliche Bundesvereinigung, Berlin
  2. Linux Software Entwickler / Tester (m/w)
    imbus AG, München
  3. Referent Informationssicherheitsmanag- ement (m/w)
    EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg
  4. IT-Consultant Mobile Applications (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Haftungsprivilegien

    Wann macht sich ein Hoster strafbar?

  2. Settop-Box

    Skys Streaming-Client ist der Roku 3

  3. Steam

    Square Enix weitet Geo-Lock bei Spielen aus

  4. Smartphone

    LGs 5-Zoll-Display hat einen 0,7 mm dünnen Rand

  5. Staatsanwaltschaft Dresden

    Öffentliche Fahndung nach Kinox.to-Betreiber

  6. Sicherheit

    Nacktscanner jetzt doch für deutsche Flughäfen

  7. HDMI-Handshake

    Firmware 2.0 lässt manche Playstation 4 verstummen

  8. Motorola

    Lenovo übernimmt Googles Smartphone-Sparte

  9. Osquery

    Systemüberwachung per SQL von Facebook

  10. Sicherheitslücke

    Drupal-Team warnt erneut vor Folgen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

    •  / 
    Zum Artikel