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Der funktionsfähige Prototyp des Notebooks
Der funktionsfähige Prototyp des Notebooks (Bild: Alexander Merz/Golem.de)

Pangea Sun: Modulares Notebook für eine bessere Welt

Der funktionsfähige Prototyp des Notebooks
Der funktionsfähige Prototyp des Notebooks (Bild: Alexander Merz/Golem.de)

Ein Berliner Startup arbeitet an einem Notebook mit austauschbaren und wiederverwendbaren Komponenten. Das Pangea Sun kann dadurch später an persönliche Ansprüche angepasst werden und so Geld sparen. Finanziert wird es per Crowdfunding.

Ein modulares Notebook will Pangea Electronics mit dem Pangea Sun produzieren; das Projekt des jungen Berliner Unternehmens findet sich auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo. Da es aber bislang nur Renderings gab, waren wir misstrauisch - und haben die Macher im Berliner Fablab besucht.

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Dort präsentiert uns Cenk Toprak, einer der vier Gründer, tatsächlich einen funktionsfähigen Prototyp mit einem Gehäuse aus dem 3D-Drucker. Er hat ihn in zwei Teilen aus seiner Tasche geholt. Vor unseren Augen setzt er mit wenigen Handgriffen den Deckel mit dem Display in das Notebook-Chassis, schließt das Displaykabel an, und der Rechner startet.

Die Gründer sind nach zwei Jahren des Experimentierens und Entwickelns sichtlich stolz auf ihren Rechner. Doch für die Serienproduktion haben sie sich professionelle Hilfe geholt, das trauen sie sich noch nicht in Eigenregie zu. Das Serienmodell soll auch flacher und hübscher werden als der Prototyp.

Mit zwei Konfigurationen beim Start

Obwohl das System modular aufgebaut ist, wird in der Crowdfunding-Kampagne zunächst nur eine Notebook-Konfiguration angeboten: Sie umfasst ein 14-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln, ein Batteriemodul mit 6.000 mAh Kapazität und ein Modul für 32 GByte Flashspeicher als Massenmedium. Das OS-Modul mit dem Herz des Rechners basiert auf einem Rockchip RK3368, seine acht Cortex-A53-Kerne werden mit bis zu 1,5 GHz getaktet. Als Arbeitsspeicher stehen 2 GByte RAM zur Verfügung. Der Prozessor basiert auf der ARM-Cortex-A53-Architektur. Die Verbindung zur Außenwelt stellen zwei USB-Typ-C-Ports, WLAN 802.11b/g/n/ac und Bluetooth her. Als Betriebssystem soll Android 5.1 zum Einsatz kommen.

Diese Konfiguration zum Early-Bird-Preis von 449 Euro ist aus Sicht von Cenk Toprak bezahlbar und ermöglicht eine gesunde Entwicklungsperspektive für das Unternehmen. "Noch billiger wäre zwar möglich, eine Firma kann man so aber nicht aufbauen", sagte Toprak.

  • Ein Prototyp des Pangea Sun, das Gehäuse und die Modulfassungen wurden mit einem 3D-Drucker hergestellt. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die ersten Experimente begannen mit einem zerlegten Lenovo-Latptop. (Bild: Pangea Electronics)
  • Weitere Versuche zum Modulkonzept benutzten Plexiglas. (Bild: Pangea Electronics)
  • Weitere Versuche zum Modulkonzept benutzten Plexiglas. (Bild: Pangea Electronics)
  • Rendering des endgültigen Designs des Pangea Sun (Bild: Pangea Electronics)
  • Rendering des endgültigen Designs des Pangea Sun (Bild: Pangea Electronics)
Ein Prototyp des Pangea Sun, das Gehäuse und die Modulfassungen wurden mit einem 3D-Drucker hergestellt. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)

Wem das zu teuer ist, der kann auch mit dem Pangea Mercury für 169 Euro in die modulare Welt einsteigen. Dabei handelt es sich um eine Dockingstation, in die das zugehörige OS-Modul eingeschoben werden kann und die dann als Desktop-Rechner mit HDMI und USB-Schnittstelle funktioniert.

Mehr Leistung ist nicht alles

Das Ziel ist es, langfristig weitere Module anzubieten. Für leistungsstärkere Prozessoren, zum Beispiel auf Intel-Basis, gibt es durchaus Überlegungen. Im Vordergrund steht aber für die Macher die Anpassung des Rechners an die jeweilige Nutzungssituation. Wer eine Schreibmaschine mit langer Akkudauer für unterwegs benötigt, aber zu Hause mehr Leistung wünscht, soll zukünftig nicht mehr zwei Geräte kaufen müssen. Oder wer zeitweise den Rechner seinem Kind überlassen will, kann einfach das Massenspeichermodul austauschen, um sich bei Apps und Daten nicht ins Gehege zu kommen. Schließlich erlaubt das modulare System auch den einfachen Austausch defekter Komponenten und soll so eine lange Lebensdauer des Systems erlauben.

Ein spezielles Angebot will das Unternehmen Nutzern machen, die funktionsfähige Module nicht mehr benötigen. Es nimmt die Module zurück und will auch einen Handel mit gebrauchten Modulen ermöglichen. So soll auch für geringere Einkommen ein modulares System erschwinglich sein.

Außerdem soll damit Elektroschrott reduziert werden. Und nicht nur das: Die erste Produktionscharge soll zwar noch im Spritzgussgehäuse gefertigt sein, Pangea will aber auch mit alternativen und besser abbaubaren Gehäusematerialien experimentieren. Das soziale und ökologische Engagement soll auch nicht an der Landesgrenze aufhören: Langfristig wollen sich die Macher, auch aufgrund ihrer persönlichen Beziehungen, in Afrika engagieren.

Pangea Electronics hat 599.713 US-Dollar als festes Funding-Ziel ausgerufen. Nach der erfolgreichen Finanzierung und Produktion soll die Auslieferung im Dezember 2016 beginnen. Der Finanzierungsbetrag soll nicht nur die reinen Hardware- und Produktionskosten abdecken, sondern auch eine Grundlage für das Unternehmen bieten, um Support und die Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Sollte die Kampagne scheitern, wollen die Gründer trotzdem weitermachen und nach Partnern suchen. Allerdings befürchten sie, dann nicht weiter in Berlin entwickeln zu können, sondern ins Ausland gehen müssen.


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Pangea Team 13. Mär 2016

Hallo milch-extra, danke für dein Feedback. Damit es keine Insellösung bleibt, ist das...

Pangea Team 10. Mär 2016

Hallo Eheran, wir verstehen was du meinst. Nur ist hier wirklich die Sicht zwischen einem...

Pangea Team 09. Mär 2016

Hallo Sofries, wir verstehen deine Ansicht und ist gut nachvollziehbar. Unser Anliegen...

Pangea Team 08. Mär 2016

Hey Leute, danke für das rege Feedback. Wir halten mehrere Lösungen für sehr viele...

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