Pamela Jones: Groklaw schließt wegen NSA-Affäre
Abschiedsschreiben von Pamela Jones auf Groklaw. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Pamela Jones Groklaw schließt wegen NSA-Affäre

Auf der Webseite Groklaw werden keine neuen Inhalte mehr erscheinen. Als Grund wird die NSA-Affäre genannt, denn die Macher von Groklaw seien nicht mehr in der Lage, ungestört vor dem US-Geheimdienst per E-Mail zu kommunizieren.

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Heute sei der letzte Beitrag auf der Groklaw-Webseite erschienen, erklärte die Gründerin der Seite, Pamela Jones. Als Grund für die Schließung von Groklaw nennt Jones die NSA-Affäre und die mögliche Überwachung der E-Mail-Kommunikation durch den US-Nachrichtendienst. Sie selbst habe vom ehemaligen Betreiber von Lavabit den Ratschlag erhalten, keine E-Mails mehr zu verwenden.

Derzeit will die US-Regierung den Gründer des verschlüsselten E-Mail-Dienstes Lavabit mit Gerichtsbeschlüssen dazu zwingen, der Regierung Zugang zu allen Nutzerdaten zu gewähren. Der Lavabit-Begründer Ladar Levison stellt sich derzeit auf eine langwierige juristische Auseinandersetzung ein und hat den Dienst bereits eingestellt. Edward Snowden soll Lavabit verwendet haben.

SCO vs. Linux machte Groklaw bekannt

Groklaw wurde durch die ausführliche Berichterstattung über den Rechtsstreit SCO gegen Linux bekannt. Mitte Mai 2011 sollte Groklaw schon einmal eingestellt werden, wurde dann aber von Mark Webbink fortgeführt, der zuvor Chefjurist bei Red Hat war. Damals lagen aber andere Gründe vor als heute.

In den vergangenen Wochen habe sie darüber nachgedacht, welche Folgen der NSA-Skandal für Groklaw hat, sagte Jones. Sie kam zu dem Schluss, dass die Seite ohne eine Kommunikation per E-Mail nicht fortgeführt werden kann. Denn es gebe keine Sicherheit, dass E-Mails nicht von der NSA ausgespäht werden. Einen Teil der Inhalte erhalte die Seite von Lesern per E-Mail, so dass das Fundament damit wegbreche.

Pamela Jones zieht sich aus dem Internet zurück

Jones hat die Sorge, dass der NSA bereits an viele persönliche Daten und Gedanken über sie gelangt ist. Sie vergleicht das Gefühl, dass ein Fremder solche Dinge lesen kann, mit dem Gefühl, Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden. Auch in diesem Fall habe ein Unbekannter Zugriff auf sehr persönliche Dinge.

Jones hat sich nun ein E-Mail-Konto bei dem Schweizer Betreiber Kolab angelegt und hofft, darüber einigermaßen sicher kommunizieren zu können. Sie selbst werde sich soweit wie möglich aus dem Internet zurückziehen. Falls dies jeder tun würde, "würde die Weltwirtschaft zusammenbrechen", vermutet Jones. Sie geht aber nicht davon aus, dass ihrem Beispiel viele folgen werden.


Charles Marlow 21. Aug 2013

Brrr! Und die "Rote Welle" an Forenbeiträgen zu diesem Artikel toppt mal wieder alles. Da...

Yeeeeeeeeha 21. Aug 2013

Wenn wir schon dabei sind... Hat Tante Aigner eigentlich schon öffentlichkeitswirksam...

Yeeeeeeeeha 21. Aug 2013

Niemals. Sowas sieht das System Email ursprünglich überhaupt nicht vor. Haha yo. Wobei...

Lord Gamma 21. Aug 2013

Warum erzwingt sie nicht, dass E-Mails an sie mit ihrem öffentlichen Schlüssel...

Wakarimasen 21. Aug 2013

Das wundert mich schon einige Zeit. Plötzlich wird über die NSA und Prism berichtet und...

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