Anzeige
Die Teilnehmer der diesjährigen Owncloud Contributor Conference
Die Teilnehmer der diesjährigen Owncloud Contributor Conference (Bild: Owncloud.org)

Owncloud: "Warum sollte uns jemand trauen?"

Die Teilnehmer der diesjährigen Owncloud Contributor Conference
Die Teilnehmer der diesjährigen Owncloud Contributor Conference (Bild: Owncloud.org)

Kein Sammeln von Kundendaten, kein monolithisches Wachstum, enge Zusammenarbeit mit der Community: Owncloud macht vieles anders als andere Cloud-Dienste - mit großem Erfolg. Das liegt auch daran, dass das Unternehmen nicht um allzu großes Vertrauen wirbt.

Anzeige

Konkurrenz für die Cloudspeicherdienste Dropbox oder Google Drive sei Owncloud auf keinen Fall, sagt der Mitgründer und Geschäftsführer Markus Rex. Schließlich unterscheiden sich die Zielgruppen der Nutzer deutlich. Vor allem aber möchte Owncloud keine Daten von seinen Nutzern. Denn welchen Grund hätten die Nutzer sonst, ausgerechnet Owncloud zu vertrauen?

Mit dieser verblüffend einfachen rhetorischen Frage beschreibt Rex im Interview mit Golem.de die für viele Privatnutzer immer noch ungewöhnlich erscheinende Geschäftsgrundlage des seit fast vier Jahren existierenden Unternehmens. Anders als etwa Dropbox agiert Owncloud eben nicht als Serviceprovider und hostet damit keinerlei Dateien seiner Kunden. Sie müssen persönliche Inhalte damit keinem Dritten anvertrauen, sondern können sie auf ihrer eigenen Hardware belassen.

Möglich macht das die gleichnamige freie Software zum Hosten und Synchronisieren von Dateien im Web. Sie bietet zwar ähnliche Funktionen wie die erwähnten Cloudspeicheranbieter. Doch Interessierte können den Server jederzeit auf einem Heimrechner installieren oder eben im firmeneigenen Rechenzentrum. Deshalb spricht Owncloud vor allem jene Nutzer an, die ihre Daten nicht herausgeben wollen oder können, weil dem etwa Betriebsgeheimnisse entgegenstehen.

Geld verdienen ohne Datensammelwahn

Für Rex, der seit etwa 20 Jahren an Open-Source-Software und deren Weiterverbreitung arbeitet, ergibt es auch schlicht keinen Sinn, in einem Markt zu konkurrieren, der Kunden an extrem niedrige Preise gewöhnt hat und von einigen wenigen, aber riesigen Unternehmen dominiert wird. Deshalb agiert Owncloud in der Tradition der freien Software als klassischer Dienstleister.

Das Unternehmen erstellt ein Produkt, entwickelt dieses weiter, behebt Fehler und stellt seinen Kunden Updates zur Verfügung. Hinzu kommen Tätigkeiten als Berater beim Aufsetzen und Betreuen der Software. Abgerechnet wird im Abo, je nach Zahl der Nutzer und Häufigkeit des Supports.

Dieses Geschäftsmodell ist seit Jahrzehnten erfolgreich erprobt und funktioniert auch für die Chefs von Owncloud sehr gut. Für Produktchef Matt Richards bleibt dabei die Hoheit über die eigenen Daten das wohl wichtigste Verkaufsargument. "Niemand will Steuerdaten oder Krankenakten in einer öffentlichen Cloud speichern", sagt Richards. Das eigene Hosting nutzen vor allem große Forschungseinrichtungen wie das Cern und Universitäten sowie Behörden und Ministerien.

Die freie Verfügbarkeit von Owncloud führt letztlich aber auch dazu, dass viele Privatpersonen die Software kostenlos einsetzen und das Projekt so bekannter machen. Ebenso stammen vergleichsweise viele Beiträge von externen Entwicklern, die auch Geld damit verdienen. Für Rex ist das eine nahezu optimale Situation.

Ohne Mission, aber mit Plattform 

eye home zur Startseite
Nebucatnetzer 06. Sep 2015

Weil baikal ja auch ein super Webinterface für die Kontakte und Kalender anbietet gel?

Nebucatnetzer 06. Sep 2015

Das habe ich einmal mit version 0.11 versucht. Hat nie sauber funktioniert mit zwei...

dschmuck 04. Sep 2015

Sicherheit by Design. TeamDrive bietet als Alternative zu OwnCloud einen vollständige...

rtz 04. Sep 2015

Wer nur die Dropboxfunktionalitäten von Owncloud braucht, dem lege ich wärmstens Seafile...

chefin 04. Sep 2015

Das mit der Lücke ist ein Aspekt dem man Aufmerksamkeit widmen muss. Eine DMZ zuhause...

Kommentieren



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Landesbetrieb IT.Niedersachsen, Hannover
  2. Bertrandt Technikum GmbH, Möns­heim bei Weiss­ach
  3. LIDL Stiftung & Co. KG, Neckarsulm
  4. über Robert Half Technology, Großraum Frankfurt


Anzeige
Top-Angebote
  1. 229,00€ inkl. Versand
  2. mit Geforce GTX 1070 und i5-6500 für 1.229 €
  3. (u. a. Ice Age 1-4 Blu-ray je 6,90€, Rio 2 Blu-ray 6,90€, Playstation VR 399€)

Folgen Sie uns
       


  1. Netzausbau

    Telekom will ihre Mobilfunkmasten verkaufen

  2. Bruno Kahl

    Neuer BND-Chef soll den Dienst reformieren

  3. Onlinehandel

    Amazon sperrt Konten angeblich nur in seltenen Fällen

  4. The Assembly angespielt

    Verschwörung im Labor

  5. Kreditkarten

    Number26 wird Betrug mit Standortdaten verhindern

  6. Dobrindt

    1,3 Milliarden Euro mehr für Breitbandausbau in Deutschland

  7. Mini ITX OC

    Gigabyte bringt eine 17 cm kurze Geforce GTX 1070

  8. Autonomes Fahren

    Teslas Autopilot war an tödlichem Unfall beteiligt

  9. Tolino Page

    Günstiger Kindle-Konkurrent hat eine bessere Ausstattung

  10. Nexus

    Erste Nougat-Smartphones sollen von HTC kommen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Autotracker Tanktaler: Wen juckt der Datenschutz, wenn's Geld gibt?
Autotracker Tanktaler
Wen juckt der Datenschutz, wenn's Geld gibt?
  1. Ubeeqo Europcar-App vereint Mietwagen, Carsharing und Taxis
  2. Rearvision Ex-Apple-Ingenieure entwickeln Dualautokamera
  3. Tod von Anton Yelchin Verwirrender Automatikhebel führte bereits zu 41 Unfällen

Battlefield 1 angespielt: Zeppeline, Sperrfeuer und die Wiedergeburtsspritze
Battlefield 1 angespielt
Zeppeline, Sperrfeuer und die Wiedergeburtsspritze
  1. Electronic Arts Battlefield 1 mit Wetter und Titanfall 2 mit Kampagne
  2. Dice Battlefield 1 spielt im Ersten Weltkrieg

Wireless-HDMI im Test: Achtung Signalstörung!
Wireless-HDMI im Test
Achtung Signalstörung!
  1. Die Woche im Video E3, Oneplus Three und Apple ohne X

  1. Re: ist ja wunderbar

    Eheran | 20:40

  2. Re: Die Nvidia wahrheit schmerzt!!!

    ygrello | 20:39

  3. Kurzfristig! Jetzt! Geld!

    Eheran | 20:32

  4. Re: Glasfaser in unterversorgten Gebieten

    brainDotExe | 20:32

  5. Re: Wo ist eigentlich das Problem?

    PaBa | 20:32


  1. 20:04

  2. 17:04

  3. 16:53

  4. 16:22

  5. 14:58

  6. 14:33

  7. 14:22

  8. 13:56


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel