Frank Karlitschek spricht über Owncloud - das Unternehmen und die Software.
Frank Karlitschek spricht über Owncloud - das Unternehmen und die Software. (Bild: Christian Schmidt-David/Golem.de)

Owncloud Inc. "Wir sind kein Serviceprovider"

Das Unternehmen Owncloud entwickele nur Software und biete Support für Kunden, sagte Technikchef Frank Karlitschek auf dem Linuxtag 2012. Darüber hinaus verriet er einige technische Details zu Owncloud 4 und kommenden Entwicklungen.

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Der Gründer des Owncloud-Projekts Frank Karlitschek hat im Gespräch mit Golem.de häufig auftretende Missverständnisse ausgeräumt. So sagte Karlitschek über das Unternehmen Owncloud, dessen Technikchef er ist: "Wir stellen keinen Speicher zu Verfügung, wir sind kein Serviceprovider. Wir machen nur die Software."

Das scheint sich bei einigen interessierten Nutzern noch nicht herumgesprochen zu haben. Karlitschek zufolge treten immer wieder potenzielle Anwender an die Firma heran und fragen, wo man sich anmelden könne. Diese Nutzer können sich an einen der Owncloud-Partner oder einen der noch sehr wenigen Serviceprovider wenden.

Die Communityversion und die Enterprise-Angebote des Unternehmens unterscheiden sich nicht voneinander: "Das ist exakt derselbe Code", sagte Karlitschek. Die Firma verteilt den Server lediglich zeitversetzt zum Communityprojekt, um Updates zu integrieren. Zudem beinhaltet der Supportumfang nicht jedes Plugin, sondern nur ausgewählte.

Verschlüsselung und Versionsverwaltung mit Owncloud 4

Die mit Owncloud 4 eingeführte serverseitige Verschlüsselung erklärte Karlitschek ebenfalls. Demnach wird das Nutzerpasswort verwendet, um einen Key zu erzeugen, mit dem wiederum die Dateien verschlüsselt werden können. Der dabei verwendete Algorithmus ist Blowfish. Die Verschlüsselung mittels Client soll auch geplant sein und künftig Nutzern optional zur Verfügung stehen.

Das zur Versionierung von Dateien ursprünglich vorgesehene Git stellte sich für die Entwickler von Owncloud als nicht geeignet heraus. Vor allem das Bilden von Diff-Dateien funktioniere bei Binärdateien "nur sehr unzureichend", sagte Karlitschek.

Die nun verwendete Lösung basiert auf einer "physikalischen Kopie der kompletten Datei". Diese wird komprimiert auf dem Server abgelegt, was die Wiederherstellung vorheriger Versionen einer Datei ermöglicht.

KDE-Integration

"Owncloud ist als KDE-Projekt gestartet", was zu einer sehr guten Integration der Serverfunktionen in KDE-Anwendungen führt. Es können etwa Anwendungseinstellungen auf mehreren Rechnern über Owncloud synchronisiert werden.

Zudem kann der Rekonq-Browser seine Lesezeichen mit der Owncloud synchronisieren. Beim diesjährigen Google Summer of Code soll auch die Möglichkeit entstehen, die Feeds des RSS-Readers Akregator in die Owncloud zu schicken.

Seit wenigen Tagen steht Owncloud 4 unter der AGPLv3 zum Download zur Verfügung. Die Entwickler haben sich auf einen dreimonatigen Erscheinungszyklus geeinigt. Owncloud 5 soll demnach bereits im August 2012 veröffentlicht werden. Das im Dezember 2011 gegründete Unternehmen, die Owncloud Inc., bietet Anwendern seit dem ersten Quartal 2012 professionellen technischen Support.


__destruct() 27. Mai 2012

Dann gibt es bei iTunes also auch nur eigene Musik?

ZDragon 26. Mai 2012

OwnCloud v4 verschlüsselt nur leider völlig unwirksam und dumm. Hier mal eine Analyse...

likeabauss 25. Mai 2012

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