Orange OPC Der PC im Gitarrenverstärker

Der britische Hersteller Orange zeigt in Hannover die neue Version seines OPC. Dabei handelt es sich um einen PC, der zusammen mit einem Gitarrenverstärker in das Gehäuse eines kleinen Übungs-Amps gebaut ist. DAW-Software samt Verstärkermodellen ist vorinstalliert.

Anzeige

Das bereits länger erhältliche Gerät OPC des britischen Traditionsherstellers von Gitarrenverstärkern Orange gibt es nun mit einer neuen Bestückung. In der Halle 23 auf der Cebit wird das Gerät zusammen mit dem Spiel Rocksmith vorgeführt. Anders als bei Titeln wie Guitar Hero oder Rockband wird dieses Spiel mit einer echten Gitarre bedient.

Daher bietet sich die Verwendung mit dem Orange OPC an. Was von außen wie ein kleiner Gitarrenverstärker mit 8-Zoll-Lautsprecher aussieht, wie er häufig zum Üben oder Aufwärmen vor einem Auftritt verwendet wird, beherbergt genau das - aber auch noch einen recht leistungsfähigen PC. Er basiert auf einem ITX-Mainboard von Gigabyte und anderen Standardkomponenten.

Bei den Prozessoren kann der OPC mit einem Core-i3, i5 oder nun auch i7 bestückt werden, auch Intels schnellste Quad-Core-CPU, der Core i7-3770K mit 3,4 bis 3,9 GHz, kann auf der Konfigurationsseite von Orange gewählt werden. Bis zu 16 GByte RAM und eine vibrationsgeschützte Festplatte oder SSD sind möglich, bei der Grafik gibt es neben Intels integriertem HD Graphics aber nur die Wahl zwischen einer Radeon HD 7750 oder Geforce 650 Ti mit jeweils 1 GByte Speicher.

Da der Amp-Rechner nicht nur zum Spielen, sondern auch für die Musikproduktion vorgesehen ist, gibt es auch ein optisches Laufwerk. Der DVD-Brenner mit Slot-Mechanismus ist dabei an der Oberseite des Geräts angebracht, so dass CDs und DVDs einfach von oben eingeschoben werden können. Neben dem Slot sind auch eine aufklappbare WLAN-Antenne und ein USB-Port angebracht, die anderen PC-üblichen Anschlüsse befinden sich an der Rückseite. Dort sind auch Klinkenbuchsen für analoge Ein- und Ausgänge vorhanden.

Integriertes Audio-Interface und Modelling-Software

Diese werden, ebenso wie die Eingänge an der Oberseite, von dem eingebauten Audio-Interface gesteuert. Mit 24-Bit-Auflösung lassen sich so Gitarren, Bässe, Keyboards und Mikrofone aufnehmen. Auch wenn es so aussieht, als eigenständiger Gitarrenverstärker lässt sich der OPC nicht verwenden, der PC übernimmt die Bildung des Sounds mit Modelling-Software unter Windows 7. Dafür hat Orange das beliebte Programm Amplitube 3 in der Vollversion installiert, das Dutzende von Verstärkern und Effektgeräten emuliert. Weitere Recording- und Instrumentensoftware wie Presonus One Studio Mixcraft 5 und EZdrummer Lite wird ebenfalls mitgeliefert.

Der OPC sieht zwar wie ein typischer Mono-Amp aus, es sind jedoch zwei Lautsprecher eingebaut. Sie stammen von JBL mit einem Durchmesser von 6,5 Zoll und lieferten bei kurzem Ausprobieren auf der Cebit einen durchsetzungsfähigen Sound in der sehr lauten Halle 23. Dort wird das eSports-Turnier der Intel Extreme Masters ausgetragen.

Durch die Kombination aus PC, Gitarrenverstärker, Audio-Interface und DAW-Software ist der OPC nicht ganz billig. Er wird in Deutschland von Trius an Händler vertrieben. Anhaltspunkte für den Endpreis liefert der britische Onlineshop von Orange, wo das Gerät auch direkt bestellt werden kann. Die kleinste Version mit Core i3-3220, 4 GByte RAM und 500-GByte-Festplatte kostet umgerechnet rund 900 Euro, mit Core i7-3770K, 16 GByte RAM und einer SSD gleicher Größe sind über 1.500 Euro fällig. Findige PC-Bastler dürfen an der Ausstattung durchaus sparen, denn der PC-Teil basiert auf Standardkomponenten, die man auch selbst erweitern kann.


Raketen... 09. Mär 2013

Ja, die leuchten im satten Schwarz.

fratze123 08. Mär 2013

Ist das Ding wirklich zu gebrauchen? PS3-Version von Rocksmith kann man sich doch eher...

wasdeeh 08. Mär 2013

In der Tat, Revalver klingt echt klasse. Echt schade, dass das das UI so besch...eiden ist.

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Softwareentwickler (m/w) Java EE
    Faktor Zehn AG, München und Köln
  2. Trainee IT (m/w) Schwerpunkt: SAP Applikation
    Unternehmensgruppe Theo Müller, Aretsried
  3. Softwareentwickler (m/w)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
  4. Business Intelligence / Data Warehouse Engineer (m/w)
    Loyalty Partner GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  2. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  3. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  4. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  5. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  6. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java

  7. Cyanogenmod-Smartphone

    Oneplus One kann nur auf Einladung bestellt werden

  8. Heartbleed-Bug

    Strato und BSI warnen Nutzer

  9. Gameface Labs Mark IV

    Virtuelle, drahtlose Android-Realität mit 1440p

  10. Verbraucherwarnung

    Nokia ruft Netzteile des Lumia 2520 zurück



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Display Scanout Engine: Xbox, streck das Bild!
Display Scanout Engine
Xbox, streck das Bild!

Die Xbox One berechnet viele Spiele nicht nativ in 1080p. Stattdessen vergrößern ein Hardware-Scaler oder einige Softwareschritte niedrigere Auflösungen. Beide Lösungen bieten Vor- und Nachteile, welche die Bildqualität oder Bildrate beeinflussen.

  1. Xbox One Upgedated und preisgesenkt
  2. Xbox One Microsoft denkt über Xbox-360-Emulation nach
  3. Xbox One Inoffizielle PC-Treiber für Controller erhältlich

Facebook und Oculus Rift: Vier Prognosen zu Faceboculus
Facebook und Oculus Rift
Vier Prognosen zu Faceboculus

Der erste Shitstorm hat sich gelegt. Und Oculus gehört immer noch Facebook. Was ändert das jetzt? Und was bedeutet das für die Zukunft? Wer sich mit Entwicklern und Experten unterhält, der kann einige erste Schlüsse ziehen.

  1. Oculus Rift 25.000 Exemplare der neuen Dev-Kit-Version verkauft
  2. Developer Center Sicherheitslücke bei Oculus VR
  3. Oculus VR "Wir haben nicht so viele Morddrohungen erwartet"

Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  2. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion
  3. Linux-Distribution Opensuse baut um und verschiebt Version 13.2

    •  / 
    Zum Artikel