Abo
  • Services:
Anzeige
Google hat mit Android ein Vermögen gemacht, Oracle nicht.
Google hat mit Android ein Vermögen gemacht, Oracle nicht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Oracle vs. Google: Wie viel Fair Use steckt in 11.000 Codezeilen?

Vor Gericht streiten Oracle und Google um 11.000 Codezeilen API-Code: Diese seien laut Oracle entscheidend für den Erfolg von Android gewesen, für Google sind sie nur ein winziger Bruchteil des Gesamtwerks. Google hofft auf ein Fair-Use-Urteil.

Im Rechtsstreit zwischen Oracle und Google haben die Anwälte beider Seiten vor Gericht dargelegt, wie sehr sich die 37 API-Schnittstellen, die Google ohne Lizenz von Oracle für sein Betriebssystem Android übernommen hatte, auf das eigene Geschäft ausgewirkt haben. Für Google sind die insgesamt rund 11.000 Codezeilen im Android-Quelltext nicht der Rede wert, für Oracle hingegen schon.

Anzeige

Fair Use, oder: Wie wichtig sind 11.000 Zeilen Code?

Google hofft in dem Verfahren auf ein Fair-Use-Urteil. Dieses würde eine Geldstrafe für Google kleiner ausfallen lassen als ein Urteil, das eine Urheberrechtsverletzung ohne Fair Use feststellen würde.

Oracle-Anwalt Peter Bicks scheut in seiner Argumentation über die Wichtigkeit des übernommenen Codes keine historischen Vergleiche, wie Ars Technica schreibt: Die Apollo-Mondlander seien mit insgesamt 10.000 Codezeilen auf dem Mond gelandet. Googles Anwalt Robert Van Nest hingegen bezeichnet die Auswirkungen des Codes auf den gesamten Quelltext von Android als marginal: Es handele sich lediglich um "weniger als ein Zehntel eines Prozents" des Gesamttextes.

Google habe die 37 Java-APIs zudem transformativ genutzt, sie also mit eigenen APIs kombiniert und nicht direkt weiterverwendet. Oracles APIs alleine seien zu wenig gewesen, um darauf ein komplettes Betriebssystem zu bauen.

Google hat mit Android 42 Milliarden US-Dollar umgesetzt

Die Gegenseite sieht das naturgemäß anders: Bicks weist wie in früheren Verfahren darauf hin, dass Google dank Oracles Java-APIs Milliarden an Umsatz generiert habe. Beim aktuellen Verfahren nennt er als Zahl 42 Milliarden US-Dollar bei drei Milliarden aktivierten Android-Smartphones - alles mit Oracles geistigem Eigentum drauf.

Gleichzeitig sei Oracles Geschäft durch den Aufstieg Androids geschädigt worden, auch weil sich auf Java basierende Mobiltelefone fortan nicht mehr verkauften. Dass Google sich jetzt auf Fair Use beruft, sieht Oracle als faule Ausrede.

In einer früheren Verfahrensstufe hatte ein Gericht bereits entschieden, dass Google die APIs unrechtsmäßig verwendet. Dieses Urteil wurde jedoch von einem Berufungsgericht gekippt. Bei einer Verurteilung Googles drohen dem Unternehmen Strafzahlungen in Milliardenhöhe.


eye home zur Startseite
matok 12. Mai 2016

Am besten mit unterschiedlich gefüllten Geldkoffern.

bofhl 11. Mai 2016

So ganz stimmt das nicht - Android nutzte Java als Sourcen, die dann eben nicht wie von...

bofhl 11. Mai 2016

????? Google benutze aber nie Code direkt von Oracle/SUN! Der Code stammt von Apache...

windbeutel 11. Mai 2016

Und das kann man nicht in "Prozente vom Quelltext" umrechnen. Dass ein Interface nur...

mp5gosu 11. Mai 2016

Leider steht weder dort, noch in der etwas umfangreicheren englischen Variante was von...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Schwarz IT Infrastructure & Operations Services GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  2. über Ratbacher GmbH, Hamburg
  3. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. Robert Bosch GmbH Geschäftsbereich Power Tools (PT), Leinfelden-Echterdingen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Django, Elysium, The Equalizer, White House Down, Ghostbusters 2)
  2. (u. a. Der Hobbit 3 für 9,99€ u. Predator für 12,49€)
  3. (u. a. Der Marsianer, The Hateful 8, Interstellar, Django Unchained, London Has Fallen, Olympus Has...

Folgen Sie uns
       


  1. Anschlüsse

    Wi-Fi im Nahverkehr wichtiger als im ICE

  2. NSA-Ausschuss

    SPD empört über "Schweigekartell" der US-Konzerne

  3. Bug Bounty

    Facebook zahlt 40.000 US-Dollar für Imagetragick-Bug

  4. Fifa 17

    Update bringt größere Änderungen in Fifa Ultimate Team

  5. Fab-Ausrüster

    ASML hat sechs Bestellungen für seine neuen EUV-Maschinen

  6. Überbau

    Bundesländer hoffen auf Ende der Telekom-Störmanöver

  7. Mi Mix im Test

    Xiaomis randlose Innovation mit kleinen Makeln

  8. GFX 50S

    Fujifilm bringt spiegellose Mittelformatkamera auf den Markt

  9. Dobrindt

    Strengere Vorschriften für Drohnen- und Modellflugzeug-Flüge

  10. Europa

    Deutschland bei Internet für Firmen nur Mittelmaß



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nintendo Switch im Hands on: Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
Nintendo Switch im Hands on
Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
  1. Nintendo Switch Eltern bekommen totale Kontrolle per App
  2. Nintendo Switch erscheint am 3. März
  3. Nintendo Switch Drei Stunden Mobilnutzung und 32 GByte interner Speicher

Autonomes Fahren: Laserscanner für den Massenmarkt kommen
Autonomes Fahren
Laserscanner für den Massenmarkt kommen
  1. BMW Autonome Autos sollen mehr miteinander quatschen
  2. Nissan Leaf Autonome Elektroautos rollen ab Februar auf Londons Straßen
  3. Autonomes Fahren Neodriven fährt autonom wie Geohot

Reverse Engineering: Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
Reverse Engineering
Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button

  1. Re: Wer erlaubt?

    JohnLamox | 13:52

  2. "Wer unbedingt LTE nutzen möchte"

    smarty79 | 13:52

  3. Re: Eigene Kabelrouter

    h0m3uSerAMT | 13:50

  4. Re: Star Wars mit Avatar verwechselt?

    Bujin | 13:50

  5. Re: Die Kopfhörer von dem Designer sind ja mal..

    RicoBrassers | 13:50


  1. 13:37

  2. 13:20

  3. 13:00

  4. 12:45

  5. 12:30

  6. 12:14

  7. 12:01

  8. 11:58


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel