Abo
  • Services:
Anzeige
Oracle klagt gegen Google wegen Patent- und Copyrightverletzungen.
Oracle klagt gegen Google wegen Patent- und Copyrightverletzungen. (Bild: Google)

Oracle gegen Google: Oracle könnte fast leer ausgehen

Oracle klagt gegen Google wegen Patent- und Copyrightverletzungen.
Oracle klagt gegen Google wegen Patent- und Copyrightverletzungen. (Bild: Google)

Im Verfahren zwischen Oracle und Google hat der zuständige Richter Oracles Anwalt gewarnt, dass sein Mandant am Schluss nur wenig oder gar keine finanziellen Ansprüche erwarten könnte. Beide Parteien wollen keine Geschworenen-Entscheidungen mehr.

Der Rechtsstreit zwischen Oracle und Google vor einem Gericht in Nordkalifornien bleibt undurchsichtig. Der zuständige Richter William Alsup steht vor zahlreichen Entscheidungen, obwohl das Verfahren vor Geschworenen stattfindet. Zuletzt hatte Alsup eine Geschworenen-Entscheidung bereits kassiert, jetzt haben Google und Oracle beantragt, sämtliche Entscheidungen in dem Prozess dem Richter zu überlassen, oder zumindest eine neue sogenannte Jury zu berufen.

Anzeige

In Phase eins des Prozesses ging es um mögliche Copyrightverletzungen durch Google. Hier hatten die Geschworenen zunächst zugunsten des Angeklagten entschieden. Richter Alsup kassierte das Urteil aber auf Grund von Aussagen von Experten, die er im Unterschied zu den Geschworenen für schlüssig hielt, ein.

Zuerst Copyrights, dann Patente

Auch die endgültige Entscheidung, ob Google mit seiner Dalvik-Engine gegen das Copyright verstößt, in dem es 37 APIs nutzt, wird der Richter selbst treffen, vermutlich im Laufe der nächsten Woche. Alsup hatte schon vor Beginn des Verfahrens mehrfach betont, er halte ein Verfahren vor Geschworenen für unangemessen und er werde dann eingreifen, wenn er die Geschworenen für überfordert hält.

Phase zwei des Verfahrens sollte eine Entscheidung wegen möglicher Patentverletzungen herbeiführen. Diese Entscheidung, die nur noch zwei von ursprünglich sieben eingereichten Patenten betrifft, soll nun auch der Richter und nicht die Geschworenen fällen, darin sind sich Oracle und Google ausnahmsweise einig.

Unangemessene Schadensersatzforderungen

In der dritten Phase sollen mögliche Geldstrafen verhandelt werden, die aus den Urteilen zu den Copyright- und Patentverletzungen hervorgehen könnten. Dazu sollen erneut Larry Page und Eric Schmidt in den Zeugenstand gerufen werden. Oracles Anwälte wollen konkrete Zahlen dazu, wie viel Google an Android verdient, was der Suchmaschinenanbieter bislang verschweigt. Die Zahlen sollen die Grundlage für den Schadensersatz bilden.

Oracles Anwalt David Boies will auch beweisen, dass Google die Verletzungen begangen hat, um Android schneller zu veröffentlichen. Er will damit die Schadensersatzforderungen erhöhen. Richter Alsup zweifelte jedoch an der Strategie des Anwalts, denn er selbst könne inzwischen die "neun Zeilen Code" schreiben, die er bislang als einzig bewiesene Copyrightverletzung zugelassen und damit die Geschworenen überstimmt hat.

Schon im Vorfeld der Verhandlung hatte der Richter den ursprünglichen Betrag als "stratosphärisch" hoch bezeichnet und verlangt, dass die Forderungen neu berechnet werden.

Sollte die Copyrightklage gegen die APIs verworfen werden, werde sich Oracle mit einem pauschalen Schadensersatz zufrieden geben, sagte Boies dem Richter. Der könnte durchaus weit unter einer Million US-Dollar liegen.


eye home zur Startseite
Gizzmo 18. Mai 2012

Zitat aus dem verlinkten Groklaw Artikel: "Judge: We heard the testimony of Mr. Bloch. I...

attitudinized 17. Mai 2012

...handelt es sich bei der Jury um nicht gerade die hellsten Geschütze unter der Sonne...

renegade334 17. Mai 2012

Wir kennen diesen Fall. Wenn ein Verbrecher völlig aus eigener Initiative (der nicht mal...

renegade334 16. Mai 2012

Dicker Hund Meine Achtung



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deutsche Rückversicherung AG Verband öffentlicher Versicherer, Düsseldorf
  2. Deutsche Telekom AG, Bonn
  3. Neoperl GmbH, Müllheim
  4. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt, Berlin


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Asus GTX 1070 Strix, MSI GTX 1070 Gaming X 8G, Inno3D GTX 1070 iChill)
  2. 399,00€ (Gutscheincode: HONOR8)
  3. und bis zu 150€ zurück erhalten

Folgen Sie uns
       


  1. Ransomware

    Trojaner Fantom gaukelt kritisches Windows-Update vor

  2. Megaupload

    Gericht verhandelt über Dotcoms Auslieferung an die USA

  3. Observatory

    Mozilla bietet Sicherheitscheck für Websites

  4. Teilzeitarbeit

    Amazon probiert 30-Stunden-Woche aus

  5. Archos

    Neues Smartphone mit Fingerabdrucksensor für 150 Euro

  6. Sicherheit

    Operas Server wurden angegriffen

  7. Maru

    Quellcode von Desktop-Android als Open Source verfügbar

  8. Linux

    Kernel-Sicherheitsinitiative wächst "langsam aber stetig"

  9. VR-Handschuh

    Dexta Robotics' Exoskelett für Motion Capturing

  10. Dragonfly 44

    Eine Galaxie fast ganz aus dunkler Materie



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Next Gen Memory: So soll der Speicher der nahen Zukunft aussehen
Next Gen Memory
So soll der Speicher der nahen Zukunft aussehen
  1. Arbeitsspeicher DDR5 nähert sich langsam der Marktreife
  2. SK Hynix HBM2-Stacks mit 4 GByte ab dem dritten Quartal verfügbar
  3. Arbeitsspeicher Crucial liefert erste NVDIMMs mit DDR4 aus

Wiper Blitz 2.0 im Test: Kein spießiges Rasenmähen mehr am Samstag (Teil 2)
Wiper Blitz 2.0 im Test
Kein spießiges Rasenmähen mehr am Samstag (Teil 2)
  1. Softrobotik Oktopus-Roboter wird mit Gas angetrieben
  2. Warenzustellung Schweizer Post testet autonome Lieferroboter
  3. Lockheed Martin Roboter Spider repariert Luftschiffe

8K- und VR-Bilder in Rio 2016: Wenn Olympia zur virtuellen Realität wird
8K- und VR-Bilder in Rio 2016
Wenn Olympia zur virtuellen Realität wird
  1. 400 MBit/s Telefónica und Huawei starten erstes deutsches 4.5G-Netz
  2. Medienanstalten Analoge TV-Verbreitung bindet hohe Netzkapazitäten
  3. Mehr Programme Vodafone Kabel muss Preise für HD-Einspeisung senken

  1. Re: IMHO: FTTH ist auch ziemlicher overkill

    RipClaw | 20:32

  2. Re: Die werden ihn wohl ausliefern

    Friedrich.Thal | 20:30

  3. Re: Ist doch billiger

    plutoniumsulfat | 20:29

  4. Zu wenig Antennen? Seit froh. Lieber bei MS...

    Dextr1n | 20:20

  5. Re: 30 Stunden auf Abruf ?!?

    DrWatson | 20:17


  1. 13:49

  2. 12:46

  3. 11:34

  4. 15:59

  5. 15:18

  6. 13:51

  7. 12:59

  8. 15:33


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel