Opteron X AMDs Server-APU mit Jaguar- und Radeon-Kernen ab 11 Watt

Die bisher unter dem Codenamen Kyoto bekannten Prozessoren von AMD kommen als Opteron X auf den Markt. Sie sind sehr sparsam und für Microserver vorgesehen, wo ihre Radeon-Einheiten Rechenaufgaben übernehmen sollen.

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AMD hat das Projekt Kyoto nun in ein Produkt umgewandelt: Zwei Server-APUs gibt es, sie heißen Opteron X1150 und X2150. Das kleinere Modell verfügt nicht über eine GPU und taktet mit 2,0 GHz, das größere besitzt 128 Rechenwerke für die GPU mit GCN-Architektur, die vier x86-Kerne laufen mit 1,9 GHz. Diese Cores arbeiten wie die APUs von Playstation 4 und Xbox One mit der Jaguar-Architektur.

  • Opteron X im Vergleich mit Atom (Tabelle: AMD)
  • Daten und Preise des Opteron X (Tabelle: AMD)
Opteron X im Vergleich mit Atom (Tabelle: AMD)

Für die Leistungsaufnahme gibt AMD beim X1150 9 Watt TDP und beim X2150 11 Watt TDP an. Das ist so wenig, dass sich Hunderte der Prozessoren in einem Rack betreiben lassen, HPs Moonshot-Server wird als eines der ersten Geräte den Opteron X einsetzen. Ehrlicherweise gibt AMD aber auch an, dass die TDP je nach Auslastung überschritten werden kann. 9 bis 17 Watt sind es beim X1150, der X2150 kommt auf 11 bis 22 Watt.

Als echte SoCs bringen die Opteron X auch viele Schnittstellen mit, USB 3.0 wird man in Servern zwar selten brauchen, sinnvoll sind aber die beiden Ports für 6-GBit-Sata pro Chip. Der Speichercontroller unterstützt auch ECC-Module bis effektiv 1.600 MHz. 32 GByte je Prozessor sind möglich, sie können in herkömmlicher Größe oder als SO-DIMM ausgeführt sein.

Die Prozessoren, durch die GPU-Integration bei AMD APU genannt, stecken in BGA-Gehäusen zum Auflöten, die nur 24,5 Quadratmillimeter groß sind. An PC-Hersteller verkauft AMD die Chips ab sofort, sie kosten in 1.000er-Stückzahlen für den X1150 64 US-Dollar, der X2150 kostet 99 US-Dollar.

Intel wird diesen Vorstoß von AMD erst Ende 2013 kontern können, denn bisher sind sowohl die Jaguar- als auch die Radeon-Kerne schneller als die aktuellen Atoms. Mit der Architektur Silvermont hat Intel aber mindestens eine Verdopplung der x86-Leistung bei gleichem Strombedarf versprochen, zu seiner neuen GPU hält sich Intel aber noch bedeckt.


seimens 04. Jun 2013

...bei 24.5 mm Kantenlänge. Wäre sonst etwas arg klein. Gruss S.

fuzzy 30. Mai 2013

Das sind schon eigenständige Recheneinheiten. Da steckt mehr dahinter als 128 Register...

nie (Golem.de) 29. Mai 2013

Danke, ist korrigiert.

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