Opensuse 12.2 Verspätet und deshalb stabil

Fast zwei Monate später als geplant erscheint Opensuse 12.2. Die Entwickler haben in der Zeit viele Fehler behoben und so für ein stabiles System gesorgt. Die größte Neuerung ist der Wechsel hin zu Grub2 und Plymouth.

Anzeige

Die Entwicklung von Opensuse 12.2 verlief überhaupt nicht wie geplant. Ein vierter Meilenstein wurde nie veröffentlicht, die erste Beta erschien eine Woche zu spät und schließlich zog Release-Manager Stephan Kulow die Notbremse und verschob den finalen Termin um knapp zwei Monate. Diese Zeit nutzten die Projektmitglieder, um ihre Arbeit zu diskutieren und vor allem, um Fehler zu beheben.

Trotz der vielen Fehler, die während der Entwicklung auftraten, enthält Opensuse 12.2 kaum größere Neuerungen neben den aktualisierten Paketen. Die für Anwender wohl auffälligste Änderung ist der Wechsel des Bootloaders von Grub Legacy zu Grub 2. Andere Linux-Distributionen setzen diese Version bereits seit einiger Zeit ein, allen voran Ubuntu, das seit Oktober 2009 Grub 2 standardmäßig benutzt, wenn auch damals noch als Vorabversion. Der Bootloader bildet die Grundlage dafür, dass der UEFI-Standard von Opensuse künftig einfach unterstützt werden kann. Ob und wie Secure Boot eventuell noch in Opensuse 12.2 nutzbar wird, steht jedoch noch nicht fest.

Angepasstes Grub2 und Probleme mit Plymouth

Im Gegensatz zu Ubuntu oder auch Fedora, die dem textbasierten Bootmenü von Grub 2 nur eine Hintergrundfarbe verpassen, vewendet Opensuse ein eigenes Grub-Theme. Dieses fügt zum Beispiel zu einzelnen Menüeinträgen ein dem Betriebssystem entsprechendes Icon hinzu oder animiert die Wartezeit in einer Leiste. Das Ändern der Booteinträge durch Drücken der Taste E ist jedoch durch die Wahl der Schriftfarbe Grau fast nicht möglich. Die Einträge setzen sich kaum von dem Hintergrundbild ab, so dass sie nicht mehr lesbar sind.

Das Bootloader-Modul von Yast wurde auch an Grub 2 angepasst. Leider fehlt der Reiter für die Abschnittsverwaltung. Über diesen konnten Nutzer bisher unter anderem die Reihenfolge der Booteinträge festlegen, den Standardeintrag auswählen oder die Einträge einzeln bearbeiten, um etwa Kernel-Parameter dauerhaft hinzuzufügen.

Für die Anzeige während des Systemstarts ist nun Plymouth verantwortlich, das Animationen ermöglicht und zum Beispiel das Passwort für verschlüsselte Partitionen abfragen kann. Bei einigen Nvidia-Grafikkarten, die mit dem freien Nouveau-Treiber betrieben werden, kann der Einsatz von Plymouth jedoch unter Umständen den Start des X-Servers behindern. Einzige Abhilfe ist das Abschalten von Plymouth beziehungsweise der Wechsel in den Text-Konsolen-Modus während des Systemstarts. Um den Bootprozess selbst kümmert sich Systemd 44. Der Initialisierungsdienst kann damit auch das sogenannte Journal nutzen, das einen Ersatz für Syslog darstellt.

Dezente Anpassungen an Gnome 3.4 

Zingel 12. Feb 2013

Also mein OpenSuSE 12.2 läuft sehr stabil, und ich setzte es sowohl privat als auch...

PaytimeAT 06. Sep 2012

Und ich Google die ganze Zeit und finde nichts obwohl so einfach wäre auf der HP zu...

Wahrheitssager 06. Sep 2012

Rolling Release heißt nicht Bleeding Edge.

Seitan-Sushi-Fan 05. Sep 2012

Danke Golem für den ausführlichen Artikel. Hier noch einige Anmerkungen: Update auf KDE...

Himmerlarschund... 05. Sep 2012

Sicher, dass es "Verspätet und deshalb stabil" heißen soll und nicht "Stabil und deshalb...

Kommentieren




Anzeige
  1. ERP-Systembetreuer (m/w)
    LMC Caravan GmbH & Co. KG, Sassenberg
  2. Head Technical Customer Implementation (m/w)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  3. Prüfer/-in für die IT-Revision
    Kreissparkasse Tübingen, Tübingen
  4. SAP BW Business Analyst (m/w)
    Fresenius Medical Care Asia-Pacific Limited, Hong Kong (China)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Sailfish-Smartphone

    Jolla stellt "The Other Half" vor

  2. Internet und Krieg

    Wenn Social Networks zum Schützengraben werden

  3. Instant Messenger

    Whatsapp in Deutschland immer beliebter

  4. Milliarden-Deal

    Yahoo kauft Blogging-Plattform Tumblr

  5. Electronic Arts

    Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"

  6. Apple-Zulieferer

    Wieder drei Suizide bei Foxconn

  7. Cast AR

    Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille

  8. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  9. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  10. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Smartphone mit Moral: Vorverkauf des Fairphones beginnt
Smartphone mit Moral
Vorverkauf des Fairphones beginnt

Die ersten Fairphones können vorbestellt werden. Die Hersteller der ethischen Smartphones wollen bis zum 17. Juni 2013 mindestens 5.000 Stück für jeweils 325 Euro verkaufen. Sie sollen im September 2013 ausgeliefert werden.


XPS 10 und Surface: Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets
XPS 10 und Surface
Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets

Zwei Hersteller von Windows-RT-Tablets haben die Preise ihrer Geräte gesenkt, für einige deutlich. Dell senkt die Preise direkt um ein Drittel und Microsoft gibt das ziemlich teure Type oder Touch Cover dazu. Die nächste RT-Generation soll sogar noch billiger werden.

  1. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  2. Neue Firmware Update macht das Surface RT lauter
  3. Windows-Tablet Microsoft wird neue Surface-Serie ankündigen

Blackberry Z10 im Langzeittest: Tausche Android gegen Blackberry
Blackberry Z10 im Langzeittest
Tausche Android gegen Blackberry

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

  1. Smartphones Blackberry Q5 im Juli, Blackberry 10.1 wird verteilt
  2. Mobilfunk Fast drei Viertel der Smartphones laufen mit Android
  3. Blackberry-Chef "In fünf Jahren gibt es keine Tablets mehr"

Zum Artikel