Abo
  • Services:
Anzeige
OpenSSL hat einen Bug, der aber nicht auffällt und unschädlich gemacht wird.
OpenSSL hat einen Bug, der aber nicht auffällt und unschädlich gemacht wird. (Bild: OpenSSL)

OpenSSL Fataler Fehler im kaum verwendeten Krypto-Modul

Das OpenSSL-Team hat einen fatalen Fehler in der Umsetzung eines Verschlüsselungsalgorithmus entdeckt. Er betrifft ausgerechnet das ins Verruf geratene Dual_EC_DRBG. Da der betroffene Standard kaum Verwendung findet, wird er nicht repariert.

Anzeige

Im FIPS Object Module v2.0 enthält Dual_EC_DRBG einen Fehler. Er führt dazu, dass bei der Verwendung des Zufallszahlenstandards OpenSSL abstürzt. Da das Nist (National Institute of Standards and Technology) den Zufallsgenerator bereits zurückgezogen hat, wird der Fehler nicht mehr behoben. Es wäre aber ein enormer Aufwand, Dual_EC_DRBG aus dem Modul zu entfernen. Deshalb wird lediglich die Verwendung aus dem restlichen OpenSSL-Code entfernt.

Dual_EC_DRBG war nach den Enthüllungen von Edward Snowden in Verruf geraten. Es verwendet elliptische Kurven zur Erzeugung von Zufallszahlen. Aus den NSA-Unterlagen geht hervor, dass der US-Geheimdienst nicht nur an dem Standard mitgearbeitet, sondern ihn selbst entwickelt hat. Daher wird eine Hintertür in dem Standard vermutet. Das Nist, das die Verschlüsselungsregeln für US-Behörden und US-Regierungseinrichtungen festlegt, zog daraufhin den Standard zurück.

Unentdeckter Fehler

Es fragt sich, warum der Fehler bislang nicht entdeckt wurde. Zum einen wird klar, dass kaum jemand Dual_EC_DRBG nutzt. Allerdings fiel der Fehler auch nicht bei den zahlreichen Algorithmusprüfungen des Cryptographic Algorithm Validation Program (CAVP) auf, die die Software regelmäßig durchläuft. Hunderte seien es gewesen, schreiben die Entwickler in dem Security Alert.

Das Testverfahren reiche nicht aus, um Fehler zu finden, die bei der Verwendung entstehen, schreibt Steve Marquess von der OpenSSL Software Foundation. Da sich die Ergebnisse zwischen der artifiziellen Umgebung und unter normalen Umständen zwangsweise unterscheiden, haben die Entwickler bis auf einmal darauf verzichtet. Damals führte diese Diskrepanz dazu, dass die Verifizierung zurückgezogen werden musste. Da das ganze Cryptographic Module Validation Program (CMVP) aber Änderungen verabscheue, wollten die Entwickler bislang kein neues Testverfahren entwickeln.


eye home zur Startseite
ursgoem8 22. Dez 2013

Viele sehen halt immer noch OpenSource eher als Freeware.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Panasonic Industrial Devices Europe GmbH, Lüneburg
  2. Universität Passau, Passau
  3. sonnen GmbH, Wildpoldsried
  4. Deutsche Telekom AG, Bonn, Leinfelden-Echterdingen, Frankfurt am Main, München


Anzeige
Top-Angebote
  1. 4,99€
  2. 299,90€ (UVP 649,90€)
  3. und bis zu 40 Euro Sofortrabatt erhalten

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Potenzialanalyse für eine effiziente DMS- und ECM-Strategie
  2. Mit digitalen Workflows Geschäftsprozesse agiler machen
  3. Kritische Bereiche der IT-Sicherheit in Unternehmen


  1. Altiscale

    SAP kauft US-Startup für 125 Millionen US-Dollar

  2. Stiftung Warentest

    Mailbox und Posteo gewinnen Mailprovidertest

  3. Ausrüster

    Kein 5G-Supermobilfunk ohne Glasfasernetz

  4. SpaceX

    Warum Elon Musks Marsplan keine Science-Fiction ist

  5. Blau

    Prepaid-Kunden bekommen deutlich mehr Datenvolumen

  6. Mobilfunk

    Blackberry entwickelt keine Smartphones mehr

  7. Nvidia und Tomtom

    Besseres Cloud-Kartenmaterial für autonome Fahrzeuge

  8. Xavier

    Nvidias nächster Tegra soll extrem effizient sein

  9. 5G

    Ausrüster schweigen zu Dobrindts Supernetz-Ankündigung

  10. Techbold

    Gaming-PC nach Spiel, Auflösung und Framerate auswählen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Canon vs. Nikon: Superzoomer für unter 250 Euro
Canon vs. Nikon
Superzoomer für unter 250 Euro
  1. Snap Spectacles Snapchat stellt Sonnenbrille mit Kamera vor
  2. MacOS 10.12 Fujitsu warnt vor der Nutzung von Scansnap unter Sierra
  3. Bildbearbeitungs-App Prisma offiziell für Android erhältlich

DDoS: Das Internet of Things gefährdet das freie Netz
DDoS
Das Internet of Things gefährdet das freie Netz
  1. Hilfe von Google Brian Krebs' Blog ist nach DDoS-Angriff wieder erreichbar
  2. Picobrew Pico angesehen Ein Bierchen in Ehren ...
  3. Peak Smarte Lampe soll Nutzer zum Erfolg quatschen

MacOS 10.12 im Test: Sierra - Schreck mit System
MacOS 10.12 im Test
Sierra - Schreck mit System
  1. MacOS 10.12 Sierra fungiert als alleiniges Sicherheitsupdate für OS X
  2. MacOS Sierra und iOS 10 Apple schmeißt unsichere Krypto raus
  3. Kaspersky Neue Malware installiert Hintertüren auf Macs

  1. Re: dabei war das System super

    Apfelbrot | 03:23

  2. Re: kennt wer alternativen?

    Pjörn | 03:19

  3. Re: Guckt über euren Tellerrand

    M_Q | 02:50

  4. Re: Empfehlung für Provider/Hoster bei eigener...

    ACakut | 02:13

  5. Re: Achso ...

    Rheanx | 01:55


  1. 19:10

  2. 18:10

  3. 16:36

  4. 15:04

  5. 14:38

  6. 14:31

  7. 14:14

  8. 13:38


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel