Anzeige
Android 6.0 alias Marshmallow setzt noch nicht auf OpenJDK, das in Android N verwendet werden soll.
Android 6.0 alias Marshmallow setzt noch nicht auf OpenJDK, das in Android N verwendet werden soll. (Bild: Google)

OpenJDK: Oracle könnte GPL gegen Android-Hersteller einsetzen

Android 6.0 alias Marshmallow setzt noch nicht auf OpenJDK, das in Android N verwendet werden soll.
Android 6.0 alias Marshmallow setzt noch nicht auf OpenJDK, das in Android N verwendet werden soll. (Bild: Google)

Google nutzt künftig das GPL-lizenzierte OpenJDK in Android. Da Oracle jedoch das Urheberrecht an der Java-Implementierung hält, könnten auf die Gerätehersteller Klagen und hohe Lizenzkosten zukommen.

Android nutzt künftig weitgehend das OpenJDK statt einer Reimplementierung der Java-API auf Basis von Apache Harmony. Ersteres ist die ursprünglich von Sun offengelegte Java-Version, an der nach der Übernahme von Sun nun Oracle fast ausschließlich das Urheberrecht hält. Der ehemalige Technikchef von Mozilla, Andreas Gal, schreibt, dass Oracle damit seine "Klauen" in das Android-Ökosystem gesteckt habe.

Anzeige

Neben technischen Schwierigkeiten, die sich für App-Entwickler eventuell daraus ergeben, warnt Gal zudem explizit vor möglichen Zusatzverkäufen für die Java-Technik durch Oracle an die Android-Hersteller. Das Unternehmen habe dies in der Vergangenheit bereits gemacht und werde die hinzugewonnenen Milliarden Nutzer monetarisieren wollen.

Code-Freigabe oder Lizenzzahlung

Etwas weniger drastisch wird diese Situation von Bradley Kuhn dargestellt. Der Informatiker gilt dank seiner Arbeit zur Lizenzeinhaltung für die Software Freedom Conservancy (SFConservancy) als sehr erfahren im Umgang mit eventuellen rechtlichen Streitigkeiten im Zusammenhang mit der GPL.

Zwar geht auch Kuhn davon aus, dass Oracle versuchen werde, Kapital aus der Verwendung des OpenJDK in Android schlagen zu wollen, doch für die Hersteller gebe es eine einfache Abhilfe. Statt auf proprietären Code zu bestehen und damit Lizenzzahlungen an Oracle leisten zu müssen, könnten die Hersteller schlicht den Code wie von der GPL vorgesehen veröffentlichen.

Mit der Offenlegung müssten die Hersteller wohl kaum horrende Lizenzkosten oder gar Klagen durch Oracle befürchten. Für jene, die das bereits für den Linux-Kernel sowie die Rendering-Engine Webkit beziehungsweise Blink umsetzen, sollte es zudem kein Problem sein, eine weitere Open-Source-Komponente quelloffen bereitzustellen.

Kuhn hofft sogar, dass die Hersteller einsehen mögen, wie entgegenkommend die Arbeit der SFConservancy im Vergleich zu der "Habgier" von Oracle sei und dass die Ignoranz in Bezug auf die Bestimmungen der GPL abnehme.


eye home zur Startseite
bofhl 07. Jan 2016

Stellt sich natürlich wieder die Frage, was Google daran hindert endlich die Nutzung von...

bofhl 07. Jan 2016

Man braucht sich ja nur die zig Variationen des I/O-Supports ansehen - sehr oft stellt...

Kommentieren



Anzeige

  1. Produktmanager industrielle Datenkommunikation (m/w)
    Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern bei Stuttgart
  2. Software Engineer Adobe AEM im Team Marketing Platform (m/w)
    Daimler AG, Ulm
  3. IT-Systemkauffrau / -mann oder Informatiker (m/w) zur Systemadministration
    Chirurgische Klinik München-Bogenhausen GmbH, München
  4. Client Services Software Support (m/w)
    State Street Bank International GmbH, Frankfurt

Detailsuche



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. TIPP: Alternate Schnäppchen Outlet
    (täglich neue Deals)
  2. GeForce GTX 1070 bei Caseking
    (u. a. Asus GTX 1070 Strix, MSI GTX 1070 Gaming X 8G, Inno3D GTX 1070 iChill)
  3. TIPP: Amazon-Sale
    (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Windows 10

    Microsoft zahlt Entschädigung für nicht gewolltes Upgrade

  2. Nexar

    Smartphone erstellt automatisch Profile von Autofahrern

  3. Pikes Peak

    Eiswürfelgekühlter Tesla Model S bricht Rennrekord

  4. Betriebssystem

    Noch einen Monat Gratis-Upgrade auf Windows 10

  5. Anki Cozmo

    Kleiner Roboter als eigensinniger Spielkamerad

  6. Alfieri

    Maserati will Elektrosportwagen bauen

  7. Google Bloks

    Programmcode zum Anfassen

  8. Gehalt.de

    Was Frauen in IT-Jobs verdienen

  9. Kurzstreckenflüge

    Lufthansa verspricht 15 MBit/s für jeden an Bord

  10. Anonymisierungsprojekt

    Darf ein Ex-Geheimdienstler für Tor arbeiten?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Zelda Breath of the Wild angespielt: Das Versprechen von 1986 wird eingelöst
Zelda Breath of the Wild angespielt
Das Versprechen von 1986 wird eingelöst

Telefonabzocke: Dirty Harry erklärt mein Windows für kaputt
Telefonabzocke
Dirty Harry erklärt mein Windows für kaputt
  1. Security Ransomware-Bosse verdienen 90.000 US-Dollar pro Jahr
  2. Security-Studie Mit Schokolade zum Passwort
  3. Festnahme und Razzien Koordinierte Aktion gegen Cybercrime

Schulunterricht: "Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
Schulunterricht
"Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
  1. MCreator für Arduino Mit Klötzchen LEDs steuern
  2. Lifeboat-Community Minecraft-Spieler müssen sich neues Passwort craften
  3. Minecraft Befehlsblöcke und Mods für die Pocket Edition

  1. Re: "kaum veränderten Model S"

    M.P. | 09:33

  2. Re: Weshalb gibt Tesla keine PS mehr im...

    wasabi | 09:33

  3. Re: nicht von Durchschnittsgehältern verunsichern...

    Thomas | 09:31

  4. Re: Ich versteh immer nicht

    ElDiablo | 09:29

  5. Re: Automatische Waffen beim WW1?

    n0x30n | 09:29


  1. 08:53

  2. 08:15

  3. 08:03

  4. 08:00

  5. 07:48

  6. 07:32

  7. 07:15

  8. 18:37


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel