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Jason Ekstrand auf der Fosdem 2016
Jason Ekstrand auf der Fosdem 2016 (Bild: Golem.de)

OpenGL-Ersatz: Vulkan bringt sehr viel (für) Open Source

Jason Ekstrand auf der Fosdem 2016
Jason Ekstrand auf der Fosdem 2016 (Bild: Golem.de)

Für Linux-Nutzer werde die Grafik-API Vulkan einige Vorteile bringen, erklärt ein Intel-Entwickler, und Programmierer können sich auf ziemlich viel Open-Source-Code rund um Vulkan freuen. Doch genauso ist mit Problemen zu rechnen - und womöglich Jahren des Wartens.

Vulkan ist kein "OpenGL++", das stellt der Intel-Mitarbeiter Jason Ekstrand gleich zu Beginn seines Vortrages auf der Konferenz Fosdem klar. Die neue Grafik-API sei keine simple Weiterführung bisheriger Konzepte, sondern ein kompletter Neuanfang. Das bringt Linux-Nutzern und Open-Source-Enthusiasten ebenso wie Entwicklern gleich mehrere praktische Vorteile.

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Proprietäre und freie Treiber nebeneinander

Mit Vulkan soll sich der Aufbau des Grafikstacks auch unter Linux grundlegend ändern. Bisher ist die Bibliothek LibGL aus Mesa Teil der eigentlichen Grafiktreiber, um 3D-Darstellungen zu ermöglichen. Sie kann aber nur exakt einmal auf dem System existieren, so dass etwa der proprietäre Nvidia-Treiber seine eigene Version davon installiert und eine andere eventuell vorhandene löschen muss. Ein einfacher Wechsel zwischen dem freien Nouveau-Treiber und dem proprietären Nvidia-Treiber ist damit nicht mehr möglich.

Auf einem System, das zusätzlich zu einer dedizierten Nvidia-Grafikkarte noch eine integrierte Intel-Grafik hat, wird der Intel-Treiber völlig lahmgelegt und ist nicht mehr benutzbar. Diese Situation und der Umgang mit dem Problem führten im Jahr 2012 zu einem Wutausbruch von Linus Torvalds und den eindeutigen Worten: "Fuck you, Nvidia!".

Bei dem Einsatz von Vulkan wird es nur eine kleine Bibliothek geben, die je nach Einsatzzweck den eigentlichen Treiber lädt, genannt Loader. Die Treiber können so in beliebigen Pfaden gespeichert werden, womit der Wechsel zwischen verschiedenen 3D-Treibern - frei oder proprietär - zumindest theoretisch problemlos möglich sein sollte. Dazu ist nicht einmal ein Neustart des Rechners notwendig.

Dank dieser Technik werde außerdem das Erstellen von Paketen der Treiber für Linux-Distributionen und deren Verteilung deutlich einfacher, als dies derzeit der Fall ist, sagt Ekstrand.

Spiele einfach portierbar

Vulkan wird durch weite der Teile der Industrie unterstützt. Diese kollaboriere viel mehr, als das noch vor Jahren möglich gewesen wäre, kommentiert Ekstrand, so dass Vulkan wohl tatsächlich eine einheitliche plattformübergreifende API werden könnte. Das Nebeneinander von Direct3D auf Windows einerseits und OpenGL auf anderen Systemen andererseits könnte durch Vulkan mittelfristig wohl überwunden werden.

Das gelte zunächst vor allem für Anwendungen mit sehr intensiven 3D-Berechnungen wie eben Spielen. Ekstrand erwartet, dass eine Vielzahl neuer Spiele auf Vulkan setzen wird, da die API gegenüber den derzeit verfügbaren klare Vorteile für die Spieleentwickler biete.

Falls eine Anwendung für die Verwendung mit Vulkan geschrieben worden ist, sei der Port auf andere Plattformen als das zurzeit dominierende Windows aber nur noch "ein kleiner Sprung". Veröffentlichungen von Spielen für Mac OS X und Linux sollten so wesentlich häufiger geschehen als bisher.

Open-Source-Werkzeuge und Jahre an Entwicklung 

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tingelchen 03. Feb 2016

Ein Lehrbuch für Vektoren? Ich habe mir vor Jahren da mal ein Buch geholt. Fällt ja alles...

spiderbit 02. Feb 2016

ja vorallem vergisst er offenbar neben dem bloedsinnigen geschwaffel linux first, das so...

spiderbit 02. Feb 2016

Ja war auch mein gedanke, der hauptmotivator vulkan statt dx12 und dann 13 und co zu...

Seitan-Sushi-Fan 02. Feb 2016

Vulkan soll wohl recht ähnlich zu Gallium3D sein, zumindest was die Konzepte angeht. Ggf...

pythoneer 01. Feb 2016

Stimmt ist auch das einzige was ich offiziell kenne. Ist aus dieser Präsentation. Nur...



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