Open Source Treiber Intel veröffentlicht Grafikpaket 12.07

Mit einigen Verbesserungen an RC6 sowie zahlreichen Bugfixes im Mesa-Paket hat Intel die Version 12.07 seines freien Grafiktreibers für Linux veröffentlicht. Neu ist die Unterstützung für SNA und Glamor 2D.

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Intel hat sein Open-Source-Treiberpaket auf die Version 12.07 aktualisiert. Es enthält die experimentellen Architekturen Sandy Bridge New Acceleration Architecture (SNA) und Glamor 2D, die die Bildausgabe deutlich beschleunigen sollen. Das Treiberpaket 12.07 gilt als stabil und wird von Intel für die Verwendung empfohlen.

SNA und Glamor beschleunigen

Glamor leitet 2D-Aufrufe über OpenGL und Mesa um. Als Basis dient eine entsprechende Bibliothek, die Anwendungen sowie Bibliotheken wie Cairo nutzen können. Der Radeon-Treiber für Grafikkarten von AMD lässt sich ebenfalls mit Glamor kompilieren. Standardmäßig ist Glamor dort nicht enthalten.

Noch schneller soll laut Intel SNA sein. Dafür soll die BLT-Engine (Block Level Transfer) sorgen, die ausschließlich 3D-Funktionen bietet. 2D-Funktionen, etwa PolyGlyphBlt, sollen stattdessen durch eine Shadow-Buffer-Engine abgefangen und nur noch per Software beschleunigt werden. Zusätzlich wird die Pixmap-Migration wieder eingeführt.

Damit soll z.B. der Wechsel zwischen BLT und dem Render-Ring beschleunigt werden, der sonst zu hohe Latenzzeiten erzeugt. Für den Wechsel müssen die Daten früh verteilt und später noch aufeinander abgestimmt werden. Laut von Intel-Entwicklern veröffentlichten Benchmarks soll Firefox im Fishtank-Benchmark bis zu 14-mal schneller laufen. Die Terminal-Anwendung unter Xfce läuft bis zu 10-mal schneller.

Unterstützung für HD Graphics 3000

Bei vielen Linux-Distributionen ist das bereits der Fall, nun ist RC6 auch im offiziellen Treiber standardmäßig aktiviert. Denn die Intel-Entwickler haben die meisten Bugs inzwischen korrigiert. Das gilt sowohl für Sandy als auch Ivy Bridge SoCs. Auf Geräten mit Ivy Bridge unterstützt der Treiber jetzt auch Intel HD Graphics 3000 (GT2), der in den Sandy-Bridge-SoCs Core i7 2720QM, Core i7 2630QM, Core i7 2600K sowie Core i5 2500K zum Einsatz kommt.

Das Treiber-Paket besteht aus mehreren Bibliotheken, darunter dem 2D-Treiber xf86-video-intel 2.20.0 sowie dem Vaapi-Treiber 1.0.17 und Libva 1.0.15, die ebenfalls von Intel selbst stammen. Damit sie funktionieren, müssen noch der 3D-Treiber Mesa 8.0.4, die Speicherverwaltung Libdrm 2.4.37 sowie der Linux-Kernel 3.4.x in der Linux-Distribution vorhanden sein. Dem Mesa-Treiber haben die Entwickler zahlreiche Patches spendiert, die die OpenGL-3.0-Funktionalität stabilisieren und erhöhen.

Links zu den einzelnen Pakten hat Intel auf seiner Projekt-Seite veröffentlicht. Eine Liste von Benchmarks und ausstehenden Bugs, die zahlreiche Tests ergaben haben, sind dort ebenfalls veröffentlicht.

Kürzlich wurde bekannt, dass Intel und Valve gemeinsam an Optimierungen des Treibers arbeiten, damit Valves Steam-Engine und einige Spiele unter Linux laufen.


Stebs 24. Jul 2012

Wohl kaum, der neue Treiber ist für Intels eigene Hardware und nicht für die PowerVR...

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