Open-Source-Tablet Auslieferung von Vivaldi verzögert sich

Die Auslieferung des Vivaldi-Tablets - ehemals Spark - verzögert sich um mindestens einen Monat auf Mitte Juni 2012. Projektinitiator Aaron Seigo will die Zeit für Verbesserungen nutzen.

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Eigentlich hätte das Vivaldi-Tablet mit der KDE-basierten Plasma-Active-Oberfläche Mitte Mai 2012 ausgeliefert werden sollen. Jetzt gab Aaron Seigo in seinem Blog bekannt, dass sich der Termin um mindestens einen Monat verschieben wird. Grund sei eine nicht näher benannte Verzögerung in der Zulieferkette. Er werde die Zeit nutzen, um das KDE-basierte Betriebssystem Plasma Active Mer OS noch zu verbessern, schreibt Seigo. Beispielsweise werden die Aktivitäten verschlüsselt und mit einem Passwort geschützt.

Die Entwicklung von Plasma Active Mer schreite auch dank der Community voran, schreibt Seigo. Inzwischen wurde der Networkmanager portiert und werde dort eingesetzt, wo es sinnvoll erscheint. Bislang nutzt Vivaldi das Paket Conman aus dem ehemaligen Meego-Projekt. Zugleich wurde der Personal Information Manager (PIM) weiter verbessert. Images und der Sourcecode für Vivaldi sind inzwischen auf den Wikiseiten des Mer-Projekts verlinkt, für diejenigen, die sich an dem Projekt beteiligen wollen.

Mit den aktuellen Images könne er bis zu sieben Stunden Akkulaufzeit erreichen, berichtet Seigo.

App-Verkauf per Punktesystem

Auch die Arbeit an der Addon-Applikation komme gut voran. Darüber werden künftig Anwendungen für das Vivaldi-Tablet verteilt. App-Entwickler werden an den Einnahmen mit dem Vivaldi-Tablet beteiligt. Dafür wird ein Punktesystem eingeführt. Käufer des Vivaldi erhalten Punkte, mit denen sie Applikationen erwerben können. Je mehr Punkte ein Entwickler durch den Erwerb seiner Anwendung erhält, desto höher seine Ausschüttung. Vivaldi-Benutzer können später weitere Punkte erwerben. Nebenbei wird es auch kostenlose Inhalte geben, etwa durch den Zugriff auf das Projekt Gutenberg, das gemeinfreie literarische Werke im Netz anbietet.

Erst kürzlich musste der Name des Open-Source-Tablets aus namensrechtlichen Gründen von Spark in Vivaldi umbenannt werden. Weitere Details dazu sind nicht bekannt.

Hardware von Zenithink

Bei dem von Aaron Seigo angekündigten Open-Source-Tablet Spark handelt es sich um das C71 vom chinesischen Hersteller Zenithink.

Als Prozessor befindet sich im Spark und C71 der Amlogic 8726-M. Das ist eine CPU auf Basis des ARM Cortex A9 mit 1 GHz Taktfrequenz, der 512 MByte Speicher zur Seite stehen. Das verbaute 7-Zoll-Display verfügt über eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln und einen kapazitiven Touchscreen. Zudem ist eine Kamera mit 1,3 Megapixeln eingebaut. WLAN unterstützt das Gerät nur nach IEEE 802.11b/g.

Wer Apps für das Spark entwickeln will, macht dies am besten mit Qt Quick. Zudem werden auf dem Gerät die KDE-Bibliotheken vorinstalliert, einschließlich des Plasma-Frameworks. Dennoch sollen auch Nicht-Qt-Apps auf dem Spark laufen, beispielsweise Battle for Wesnoth.

Der Preis des Vivaldi-Tablets soll bei rund 200 Euro liegen.


Benutzername123 03. Apr 2012

also ich machs nicht auf die ppi xxx fest. Mein Handy hat um die ~285, und sieht schon...

Thaodan 03. Apr 2012

Kla Open Source Entwickler leben ja von Luft und Liebe.

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