Open-Source-Hardware Chumby-Mitbegründer entwickelt offene Laptop-Platine

Die offene Laptop-Platine Novena mit einem Quadcore-Prozessor von ARM und Schnittstellen für Hacker hat der Chumby-Mitbegründer Andrew "Bunnie" Huang präsentiert. Das Layout der Platine hat er bereits freigegeben.

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Andrew alias "Bunnie" Huang hat sein Open-Laptop-Projekt namens Novena vorgestellt. Die von ihm entwickelte Platine hat einen Quadcore-Prozessor von ARM und zahlreiche Schnittstellen, die auch für Hardwarehacker interessant sind. Später soll auf der Novena-Platine Linux laufen.

Mit 121 x 150 Millimetern soll die Platine bequem unter eine Laptoptastatur passen. Der Prototyp habe eine Höhe von 14 Millimetern und passe damit beispielsweise in das Gehäuse des Lenovo T520, schreibt Huang.

ARM-Cotex-A9-CPUs und ein FPGA

Der iMX6-Prozessor von Freescale hat vier Kerne, die mit jeweils bis zu 1,2 GHz getaktet werden können. Zusätzlich ist der FPGA-Chip Spartan-6 CSG324 integriert, der zahlreiche Schnittstellen zum Prozessor hat, darunter ein Bus, der eine Datenübertragung von bis zu 2 GBit/s zulässt. Damit lassen sich beispielsweise Bitcoins generieren, schreibt Huang.

Als Grafikchip ist ein GC2000 von Vivante vorgesehen, einer der nur zwei Komponenten, dessen Treiber nicht vollständig unter einer Open-Source-Lizenz steht. Ähnlich wie beim Raspberry Pi wird für die vollständige Unterstützung aller Funktionen eine Binärdatei benötigt.

Resistive Eingaben

Über eine LVDS-Schnittstelle kann ein Bildschirm mit bis zu 2.048 x 1.536 Bildpunkten mit einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz betrieben werden, an dem sich auch ein USB-Steckplatz befindet. Ein integrierter Controller erlaubt eine resistive Eingabe über den Bildschirm.

Gebootet wird das Novena von einer Micro-SD-Karte, die die Firmware enthält. Ein entsprechender Steckplatz befindet sich auf der Platine. Außerdem hat Huang eine SATA-II-Schnittstelle vorgesehen. Der Arbeitsspeicher kann bis zu 4 GByte betragen. Zu den externen Schnittstellen gehört auch ein SD-Karten-Leser.

Auch für das Netzwerksniffen

An einer internen Mini-PCI-Express-Schnittstelle lässt sich ein Netzwerkadapter für drahtlose Verbindungen anschließen. Standardmäßig ist ein GBit-Adapter integriert. Zusätzlich soll mit einem 100-MBit-Adapter die Platine auch als Router oder Netzwerksniffer genutzt werden können.

Noch ist die Platine in der Entwicklungsphase. Der Entwickler mit dem Alias Xobs arbeitet an einer Linux-Distribution, die auf dem Novena läuft. Die Platine soll später aber in Produktion gehen und zum Verkauf angeboten werden. Billig werde die Platine aber nicht sein, schreibt Huang in seinem Blog. Wer ein preiswertes Geräte wolle, solle sich ein Netbook anschaffen. Huang überlege auch, ob er das Projekt über Kickstarter finanzieren soll.

Die Layouts der Platine samt Akkuschnittstelle sind auf der Wikiseite des Projekts abrufbar.


TC 19. Dez 2012

deine Definition von stromsparend klingt als hättest du ein eigenes Kraftwerk

Casandro 19. Dez 2012

So eine Platine ist schnell mal gemacht. Das Problem ist das Gehäuse, beziehungsweise der...

Lala Satalin... 18. Dez 2012

Wieso nachbauen? Einfach kaufen. xD Tüfteln kann man doch auch noch im nächsten Leben...

Kampfmelone 18. Dez 2012

einfach zwischen das Kabel stecken und durchleiten ;)

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