Onlineaktion Axel-Springer-Konzern beschuldigt Gegner des E-Mail-Bombings

Der Springer-Konzern sandte allen Onlineverweigerern der Zusendung einer kostenlosen Bild-Zeitung einen umfangreichen Infobrief. Dem widersprachen viele Menschen in einer E-Mail an acht Springer-Adressen: Für den Verlag ist dies Computersabotage durch E-Mail-Bombing.

Anzeige

Der Axel-Springer-Konzern hat Teilnehmer einer Folgeaktion gegen die Gratis-Bild-Zeitung der Computersabotage durch E-Mail-Bombing beschuldigt. Linus Neumann von der Datenschutzplattform Netzpolitik.org hatte sich in einer E-Mail an verschiedene Adressen des Axel-Springer-Verlags gewandt. Er war einer der 235.000, die an der Anti-Bild-Aktion von Campact teilgenommen hatten.

Allen Teilnehmern ließ der Verlag eine adressierte Infopostsendung in einem roten Umschlag zukommen. Neumann widersprach auch dieser Zusendung in Form einer datenschutzrechtlichen Anfrage per E-Mail, die er "sicherheitshalber" an acht verschiedene Adressen beim Axel-Springer-Verlag schickte und dies zusammen mit den Adressen bei Netzpolitik.org bekanntmachte. Die Aktion fand offenbar viele Nachahmer.

Darauf reagierte der Konzern mit einem zweiseitigen Schreiben aus seiner Datenschutzabteilung. Darin heißt es: "Da uns die entsprechenden Schreiben entsprechend der Aufforderung von Herrn Neumann auf acht unterschiedlichen E-Mail-Adressen gleichzeitig erreicht haben, ist offensichtlich, dass es den Petenten nicht auf die datenschutzrechtliche Anfrage, sondern darauf ankam, unsere Kommunikationseinrichtungen zu blockieren. Das sogenannte 'E-Mail-Bombing' stellt einen rechtswidrigen Eingriff in unseren eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb dar und erfüllt außerdem den Tatbestand der Computersabotage gemäß Paragraf 303 b Strafgesetzbuch." Falls der Absender seine datenschutzrechtlichen Anfragen aufrechterhalten wolle, solle eine Kopie der Vorder- und Rückseite des Personalausweises eingesandt werden, forderte der Verlag.

Neumann sieht darin eine Einschüchterung und lässt prüfen, ob er sich gegen die Unterstellung der Anstiftung zur Computersabotage zur Wehr setzen kann.


kinderschreck 17. Jul 2012

Falsch! Keine Grauzone sondern Illegal und der Veranstalter kann dafür auch abgemahnt...

Endwickler 17. Jul 2012

Was denn für ein roter Umschlag? Vielleicht Wahlunterlagen?

Endwickler 17. Jul 2012

Und die beschweren sich, wenn jemand genau das gleiche macht, nur eben an ihre Adresse...

riddick70 16. Jul 2012

...OOOOOOOHHHHHHHHHHHHHHH!!!!

kotap 16. Jul 2012

Eine Bild physikalisch in meinem Briefkasten gegen 8 Emails an Springer und die zicken...

Kommentieren



Anzeige

  1. Consultant (m/w) IT-Sicherheit
    T-Systems Multimedia Solutions GmbH, verschiedene Standorte
  2. Entwicklungsingenieur/in Hands Free Akustik
    Daimler AG, Sindelfingen
  3. IT-System-Operator/in
    Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken, Karlsruhe
  4. Fachinformatiker (m/w) Systemintegration
    alstria office REIT-AG, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  2. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  3. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  4. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  5. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  6. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da

  7. Linux 3.13

    Canonical übernimmt erneut Kernel-Langzeitpflege

  8. Klötzchen

    Dänemark in Minecraft nachgebaut

  9. Netcat

    Musikalbum als Linux-Kernel-Modul veröffentlicht

  10. Haswell Refresh

    Neue Xeon E3 mit bis zu 4,1 GHz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Digitalkamera: Panono macht Panoramen im Flug
Digitalkamera
Panono macht Panoramen im Flug

Wenn Jonas Pfeil ein Panorama aufnimmt, stellt er nicht Kamera, Stativ und Panoramakopf auf, sondern wirft einen Ball in die Höhe. Um das Panorama anschließend zu betrachten, hantiert er mit einem Tablet. Der Berliner hat Golem.de seine Entwicklung erklärt.

  1. Lytro Illum Neue Lichtfeldkamera für Profis
  2. Nachfolger von Google Glass Google patentiert Kontaktlinsen mit Kameras
  3. Pentax 645Z Mittelformatkamera mit 51 Megapixeln und ISO 204.800

Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Freedesktop-Summit Desktops erarbeiten gemeinsam Wayland und KDBus
  2. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  3. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion

First-Person-Walker: Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?
First-Person-Walker
Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

Walking-Simulator-Spiele nennen sie die einen, experimentelle Spiele die anderen. Rainer Sigl hat einen neuen Begriff für das junge Genre der atmosphärisch dichten Indie-Games erfunden: First-Person-Walker - Spiele aus der Ich-Perspektive mit wenig Gameplay.

  1. Flappy 48 Zahlen statt Vögel
  2. Deadcore Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux
  3. A Maze 2014 Tanzen mit der Perfect Woman

    •  / 
    Zum Artikel