Anzeige
Der Aufruf der Digitalen Gesellschaft zur Abschaffung des Routerzwangs
Der Aufruf der Digitalen Gesellschaft zur Abschaffung des Routerzwangs (Bild: Digitale Gesellschaft)

Offenes WLAN: Freifunker starten Kampagne zur Störerhaftung

Der Aufruf der Digitalen Gesellschaft zur Abschaffung des Routerzwangs
Der Aufruf der Digitalen Gesellschaft zur Abschaffung des Routerzwangs (Bild: Digitale Gesellschaft)

In Kürze diskutiert der Bundestag über die Abschaffung der Störerhaftung für Hotspot-Betreiber. Nutzer sollen sich daher direkt an ihre Abgeordneten wenden, um den Gesetzentwurf der Regierung noch zu stoppen.

Anzeige

Mit direkten Schreiben an die 629 Bundestagsabgeordneten soll das Gesetz zur WLAN-Störerhaftung noch abgeändert werden. Der Förderverein Freie Netzwerke, der Verbund freier Netzwerke NRW und die Digitale Gesellschaft starteten dazu am Mittwoch eine Kampagne zur bedingungslosen Abschaffung der Störerhaftung für Betreiber offener Hotspots. "Sowohl die bestehende Rechtslage als auch die geplante Neuregelung der WLAN-Störerhaftung führen zu erheblichen Rechtsunsicherheiten und bereiten Freifunkaktivisten damit schon heute große Probleme bei ihrem ehrenamtlichen Engagement", sagte Christian Heise, Vorstand des Fördervereins Freie Netzwerke.

Auf der Webseite https://prgenerator.freifunk.net/ finden Nutzer ein vorbereitetes Schreiben, das an die Wahlkreisabgeordneten verschickt werden kann. Allerdings funktioniert die Abgeordnetensuche derzeit nicht, so dass auf die entsprechende Seite des Bundestages verwiesen wird.

Anbieter mit Vorschaltseite überfordert

In dem Brief führen die Freifunker eine ganze Reihe von Argumenten gegen die Regierungspläne auf. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die Hotspot-Betreiber "angemessene Sicherungsmaßnahmen gegen den unberechtigten Zugriff auf das drahtlose lokale Netzwerk" ergreifen müssen und den Zugang nur solchen Nutzern gewähren dürfen, "der erklärt hat, im Rahmen der Nutzung keine Rechtsverletzungen zu begehen".

Nach Ansicht der Freifunker sind weder die Sicherungsmaßnahmen noch die Rechtstreueerklärung geeignet, Rechtsverletzungen durch Nutzer zu verhindern. Auf das, was die Nutzer über den Zugang im Netz machten, hätten die Maßnahmen keinerlei Einfluss. Zudem würde es die meisten potenziellen Anbieter offener WLAN-Zugänge technisch überfordern, eine Vorschaltseite mit Rechtsteuererklärung anzubieten. Sie müssten diese Dienstleistung entweder teuer einkaufen oder auf das Angebot offener Drahtloszugänge verzichten.

Bundestag soll Fehlentwicklung stoppen

Generell vertreten die Freifunker die Position, dass Maßnahmen zum Schutz vor Rechtsverletzungen dem Ziel widersprechen, offene Drahtlosnetzwerke zu ermöglichen. "Ein offenes Drahtlosnetzwerk zeichnet sich gerade dadurch aus, dass der Zugriff ohne weitere Voraussetzungen wie etwa eine Kombination aus Login und Passwort möglich ist. In einem offenen Netzwerk gibt es daher keine unberechtigten Zugriffe, weshalb die beispielhaft aufgeführten Sicherungsmaßnahmen mit dem gesetzgeberischen Ziel nicht vereinbar sind."

"Mit der geplanten Neuregelung der WLAN-Störerhaftung droht offenen Hotspots in Deutschland das Aus. Trotz massiver Kritik von Vereinen und Verbänden aus allen Teilen der Gesellschaft hält die Bundesregierung jedoch weiter an dem Vorhaben fest", sagte Alexander Sander, Geschäftsführer des Vereins Digitale Gesellschaft. Der Bundestag müsse diese Fehlentwicklung stoppen, forderte er.

Inwieweit das möglich sein wird, ist noch offen. Während die SPD-Fraktion bereits Änderungsbedarf angemeldet hat, zeigte sich die CDU zuletzt zufrieden mit dem Entwurf.


eye home zur Startseite
Lala Satalin... 02. Okt 2015

Eben. Totaler Bullshit. In Südkorea klappt das auch. Wird es hier NIEMALS geben, denn...

Waishon 01. Okt 2015

War eher ein Zitat: "Zudem würde es die meisten potenziellen Anbieter offener WLAN...

backdoor.trojan 01. Okt 2015

In Großbritannien und Irland geht das einfach mittels dem akzeptieren von...

Lala Satalin... 01. Okt 2015

Richtig. Genau das. Alles andere führt dsas Ganze nur ad absurdum.

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Berater (m/w)
    cimt AG, Frankfurt
  2. Web Developer (m/w)
    Sevenval Technologies GmbH, Berlin
  3. IT Consultant Hybris Marketing (m/w)
    Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  4. Big Data Spezialist (m/w)
    TenneT TSO GmbH, Bayreuth

Detailsuche



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. VORBESTELLBAR: X-Men Apocalypse [Blu-ray]
    19,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 3 Blu-rays für 18 EUR
    (u. a. Rache für Jesse James, Runaway, The Wanderers)
  3. 3 Blu-rays für 20 EUR
    (u. a. Spaceballs, Anastasia, Bullitt, Over the top, Space Jam)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Kernel

    Linux 4.7-rc1 unterstützt AMDs Polaris

  2. Fehler in Blogsystem

    200.000 Zugangsdaten von SZ-Magazin kopiert

  3. Aufräumen von Prozessen beim Logout

    Systemd-Neuerung sorgt für Nutzerkontroversen

  4. Overwatch im Test

    Superhelden ohne Sammelsucht

  5. Mobilfunk

    Wirtschaftssenatorin will 5G-Testbed in Berlin durchsetzen

  6. Streit der Tech-Milliardäre

    Ebay-Gründer unterstützt Gawker im Streit mit Hulk Hogan

  7. Siri-Lautsprecher

    Apple setzt auf Horch und Guck

  8. Soylent-Flüssignahrung

    Die Freiheit, nicht ans Essen zu denken

  9. Fraunhofer IPMS

    Multispektralkamera benötigt nur ein Objektiv

  10. Transformer 3 (Pro)

    Asus zeigt Detachables mit Kaby Lake



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Googles Neuvorstellungen: Alles nur geklaut?
Googles Neuvorstellungen
Alles nur geklaut?
  1. Google I/O Android Auto wird eine eigenständige App
  2. Jacquard und Soli Google bringt smarte Jacke und verbessert Radar-Chip
  3. Modulares Smartphone Project Ara soll 2017 kommen - nur noch teilweise modular

Cloudready im Test: Ein altes Gerät günstig zum Chromebook machen
Cloudready im Test
Ein altes Gerät günstig zum Chromebook machen
  1. Chrome OS Android-Apps kommen auf Chromebooks
  2. Acer-Portfolio 2016 Vom 200-Hz-Curved-Display bis zum 15-Watt-passiv-Detachable

Unternehmens-IT: Von Kabelsalat und längst überfälligen Upgrades
Unternehmens-IT
Von Kabelsalat und längst überfälligen Upgrades
  1. Sprachassistent Voßhoff will nicht mit Siri sprechen
  2. LizardFS Software-defined Storage, wie es sein soll
  3. HPE Hyper Converged 380 Kleines System für das schnelle Erstellen von VMs

  1. Kein Splitscreen

    Free Mind | 16:18

  2. Re: Ich bin froh über jeden Blitzer

    kendon | 16:17

  3. In Frankreich schon damals gescheitert und vor...

    Phreeze | 16:15

  4. Re: Die "Faulheit der User"...

    Chais | 16:15

  5. Re: Würde meine Mittagspause aufwerten

    neonmag | 16:15


  1. 16:29

  2. 15:57

  3. 15:15

  4. 14:00

  5. 13:28

  6. 13:08

  7. 12:54

  8. 12:02


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel