Off Pocket: Smartphone-Präservativ gegen Spionage
Die Off Pocket blockt die meisten Funkverbindungen. (Bild: PRVCM)

Off Pocket Smartphone-Präservativ gegen Spionage

Die Off Pocket blockt nahezu alle Funkverbindungen des Smartphones und macht es so unsichtbar für Schnüffler und Ortungsversuche - aber auch immun gegen Anrufe oder Textnachrichten.

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Mit der Off Pocket hat PRVCM, das sind der Künstler Adam Harvey und die Modedesignerin Johanna Bloomfield, eine Tasche entwickelt, die das Smartphone von der Außenwelt abschirmt. Die Off Pocket ist zwar wasserabweisend und schützt das Gerät vor Staub, in erster Linie aber dient die Hülle dem Blocken von aus- wie eingehenden Funkverbindungen. Selbst ein vermeintlich ausgeschaltetes Smartphone kann noch Daten senden und lässt sich lokalisieren, die Tasche soll dies verhindern und ist besser als jeder Flugmodus.

Die Off Pocket gibt es in zwei Ausführungen, die sich in ihren Maßen unterscheiden und so zu nahezu allen Smartphones am Markt kompatibel sind. Die erste Charge soll bereits ausverkauft sein, mittels Kickstarter sucht PRVCM nach Unterstützung.

Eine spezielle Metallstruktur unterhalb des Stoffgewebes der Off Pocket hält laut PRVCM Verbindungen im Frequenzbereich von 800 MHz bis 2,4 GHz ein Signal bis 100 dB Stärke vom Smartphone fern. Somit werden das normale Handynetz, Bluetooth, GPS, WLAN und Datenübertragungen bis hin zu HSDPA sowie LTE geblockt. Auch gegenüber den asiatischen Varianten PDC und PHS, dem bei Autos gebräuchlichen DCS sowie CDMA hält die Off Pocket dicht. Hohe LTE-Frequenzen, WLAN mit 5,0 GHz und RFID sowie NFC lässt die Tasche hingegen durch. Laut Tests funktioniert die Abschirmung in allen größeren Netzen - darunter Verizon, AT&T, T-Mobile und Sprint.

Auf der Agenda von PRVCM steht eine App für iOS und Android, um sich selbst von der Wirksamkeit der Off Pocket zu überzeugen, neue Prototypen sowie die Weiterentwicklung der Webseite. Dort sollen künftig mehr Informationen zum Thema Smartphone-Tracking eingestellt werden. Die Off Pocket verhindert Letzteres zwar größtenteils, sofern das Handy eingehüllt ist, am Ende obliegt es aber dem Nutzer, welche Daten er freiwillig oder unfreiwillig mit der NSA teilt. Verschlüsseln kann die Tasche schließlich nicht.

Abhängig von der Höhe des über Kickstarter zur Finanzierung bereitgestellten Betrages erhalten Off-Pocket-Anhänger eine Grußkarte, ein thermalreflektives T-Shirt, ein Poster, einen Überwurf, einen Hidschab oder eine Burka - die letzten Drei sind als Anti-Drohnen-Kleidung gefertigt und stammen von Stealthwear, einem Projekt von Adam Harvey. Einen Studiobesuch gibt es für 600 US-Dollar, alle Produkte werden angeblich in den Vereinigten Staaten gefertigt. Für die Off Pocket selbst müssen mindestens 75 US-Dollar überwiesen werden, allerdings sind bereits alle Prototyp-Taschen vergriffen und die nächsten sollen im Oktober 2013 ausgeliefert werden.


wmayer 14. Aug 2013

Selbst wenn es solche Regelungen gibt und z.B. das Sammeln der Handydaten bei...

abzhibilt 14. Aug 2013

genau der kauft sich nämlich gar kein smartphone...

Chrizzl 14. Aug 2013

Steht so im Artikel...

manfred.degen86 14. Aug 2013

lol, ...

jayrworthington 13. Aug 2013

... und Du hast zweimal Recht. Ein Handy sendet erst, wenn es die Beacons vom Netz...

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