Die Stadt München spart mit Limux ein Drittel ihrer IT-Kosten ein.
Die Stadt München spart mit Limux ein Drittel ihrer IT-Kosten ein. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

OB Christian Ude München spart mit Limux Geld und hat weniger Störungen

Die Stadt München spart mit ihrem Limux-Projekt rund ein Drittel ihrer Ausgaben im IT-Bereich, vor allem Lizenzkosten. Außerdem werden seit dem Umstieg auf Linux weniger Störungsfälle gemeldet.

Anzeige

Mit ihrem Umstieg auf Linux hat die Stadt München laut Antwort auf eine Anfrage der CSU bereits etwa 4 Millionen Euro an Lizenzkosten eingespart. Gegenwärtig betragen "die haushaltswirksamen Kosten 11,7 Millionen Euro (Stand von Ende Dezember 2011)." Bei einer Steigerung von 1.500 auf 9.500 Arbeitsplätze sei außerdem die Anzahl der Störmeldungen von 70 auf 46 pro Monat gesunken.

Bei der Berechnung der eingesparten Kosten geht Münchens OB Christian Ude von 15.000 Microsoft-Office-Lizenzen und 7.500 Microsoft-Windows-Lizenzen aus, die teils neu angeschafft werden müssten. Außerdem müsse für 7.500 Rechner neue Hardware erworben werden, um den Systemanforderungen aktueller Windows-Versionen nachzukommen.

Einsparungen bei der Aufrüstung

Ebenfalls in die Rechnung flossen Schulungskosten und Migrationskosten ein. Um auf einen Stand zu kommen, der mit dem gegenwärtigen Stand des Limux-Projekts vergleichbar ist, müsste die Anzahl der neu zu bestückenden Rechner auf 10.000 erhöht werden. Insgesamt würde die Auf- um Umrüstung mit Windows 15,52 Millionen Euro kosten. Die Erneuerung von Lizenzkosten, die bei Windows-Rechnern alle drei bis vier Jahre anfallen, würde nochmals über 2,8 Millionen Euro für 10.000 Rechner betragen, rechnet Ude vor.

Nicht miteinberechnet ist laut Ude die Erhöhung des Limux-Etats um 2,08 Millionen Euro, die für eine Optimierung des Anforderungs- und Testmanagements veranschlagt sind.

Weniger Störungen als mit Windows NT

Über die Güte eines Arbeitsplatzes ist ein Urteil erst dann möglich, wenn sich der Betrieb "einschwingt", schreibt Ude in der Antwort auf die Anfrage des CSU-Stadtrats Marian Offman, die in der städtischen Publikation Rathaus Umschau vom 19. März 2012 nachzulesen ist. "Nach Auskunft einzelner Administratoren ist es aber bereits jetzt so, dass bei Limux-Arbeitsplätzen weniger Störungen pro Monat gemeldet werden als früher unter dem seit Jahren betriebenen Windows NT."

Aus den Statistiken "ist klar ersichtlich, dass die Anzahl der Störungen pro Arbeitsplatz stetig abnimmt, was auf eine stetig wachsende Qualität des Limux-Arbeitsplatzes einerseits und den damit zusammenhängenden Service bei it@M und den dIKAs andererseits schließen lässt." Die externen Dienstleister kümmern sich um die Wartung der Rechner in der Stadtverwaltung.

Erst kürzlich hatte die Stadtverwaltung gemeldet, dass sämtliche Makroanwendungen auf Openoffice portiert oder als Webanwendungen realisiert worden sind.


WolfgangS 25. Nov 2012

Häten.. müssen - haben Sie aber nicht. Warum - sie passen Fachanwendungen genau einer...

WolfgangS 23. Nov 2012

Also ich nutze privat SoftMaker, gerade weil ich Support für bekomme. Mit OpenOffice...

WolfgangS 23. Nov 2012

München hatte das Problem, dass NT 4.0 nicht merh da war.. das war zu dem Zeitpunkt schon...

Der Kaiser! 02. Apr 2012

Der Staat müsste arbeiten wie eine Aktiengesellschaft. Einzig seinen Anteilnehmern, uns...

__destruct() 31. Mär 2012

Habt ihr den Quellcode oder habt ihr euch nur eine Fertigsoftware andrehen lassen?

Kommentieren



Anzeige

  1. Facharchitektin / Facharchitekt
    Landeshauptstadt München, München
  2. Business Analyst (m/w) Yield Management
    HAMBURG SÜD Schifffahrtsgruppe, Hamburg
  3. Referatsleiter/in ABS Workflow and Batch Services in ABS Cross Functional Services
    Allianz Managed Operations & Services SE, Stuttgart
  4. Mitarbeiter (m/w) technischer Filialsupport
    Dänisches Bettenlager GmbH & Co. KG, Handewitt bei Flensburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Kanzlerhandy

    Bundesanwaltschaft will NSA-Ermittlungsverfahren einstellen

  2. Internetsuche

    EU-Parlamentarier erwägen Google-Aufspaltung

  3. 15 Jahre Unreal Tournament

    Spiel, Bot und Sieg

  4. Inmarsat und Alcatel Lucent

    Internetzugang im Flugzeug mit 75 MBit/s

  5. Managed Apps

    Unternehmen können App-Store von Windows 10 anpassen

  6. Elektronikdiscounter

    Wie Preisvergleichsdienste ausgehebelt werden

  7. Open Data

    Cern befreit LHC-Kollisionsdaten

  8. Multimediabibliothek

    FFmpeg dank Debian wieder in Ubuntu

  9. Valve Software

    Neue Richtlinien für Early Access

  10. US-Musiker

    Nikki Sixx kritisiert Labels für magere Streaming-Profite



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Schlaf gut, Philae: Die aufregenden letzten Tage des Kometenlanders
Schlaf gut, Philae
Die aufregenden letzten Tage des Kometenlanders
  1. Rosetta-Mission Philae ist im Tiefschlaf
  2. Philae Kometen-Lander driftet ab
  3. Philae Erstes Raumschiff landet auf einem Kometen

Chaos Computer Club: Der ungeklärte Btx-Hack
Chaos Computer Club
Der ungeklärte Btx-Hack
  1. Geheimdienst BND möchte sich vor Gesichtserkennung schützen
  2. Sicherheitstechnik Wie der BND Verschlüsselung knacken will
  3. BND-Kauf von Zero Days CCC warnt vor "Mitmischen im Schwachstellen-Schwarzmarkt"

Core M-5Y70 im Test: Vom Turbo zur Vollbremsung
Core M-5Y70 im Test
Vom Turbo zur Vollbremsung
  1. Prozessor Schnellster Core M erreicht bis zu 2,9 GHz
  2. Die-Analyse Intels Core M besteht aus 13 Schichten
  3. Yoga 3 Pro Lenovos erstes Convertible mit Core M wiegt 1,2 Kilogramm

    •  / 
    Zum Artikel