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O2-Modul und Ford Cortina
O2-Modul und Ford Cortina (Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)

Smart nur mit Netzabdeckung

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Am nächsten Tag brechen wir abends zur ersten großen Fahrt auf, gut 270 Kilometer. Im Vorfeld haben wir einige Einstellungen an der App vorgenommen, um die Benachrichtigungsfunktion zu testen: Wir haben unsere aktuelle Position als "Zuhause" markiert. Wenn wir die Position verlassen, erhält das Smartphone eine entsprechende Nachricht. Außerdem legen wir ein Geschwindigkeitslimit von 120 km/h fest. Wird dieses überschritten, wird das Smartphone ebenfalls benachrichtigt.

Unsere Fahrt führt uns erst zu einer Tankstelle, danach geht es direkt auf die Autobahn. Nachdem wir ein Drittel der Strecke bewältigt haben, gibt es einen Schreckmoment: Im Fußraum blinkt es plötzlich auffällig. Es dauert einen Moment, bis wir begreifen, dass es das Modul war. Und es benötigte einen weiteren Moment, bis uns einfällt, dass die Netzabdeckung in Brandenburg nicht die allerbeste ist und das Modul offensichtlich seine Daten nicht versenden kann. Das bestätigt uns später O2. Auf unseren Hinweis, dass das Blinken gerade abends und nachts sehr stört und ablenkt, erhalten wir keine weitere Reaktion.

Auf den Schreck halten wir kurz auf einer Autobahn-Raststätte, werfen einen näheren Blick auf die App, um unseren bisherigen Fahrtverlauf zu verfolgen. Aber auch die App erweist sich mangels Netzabdeckung vorübergehend als unbrauchbar, da sie keinen Zugriff auf den Server hat. Schlimmer noch: Offensichtlich hat die App keine Timeout-Funktion und reagiert auf Benutzereingaben nicht mehr, bis hin zum Absturz. Wer also gerade bei einem älteren Auto mit diversen Macken auf die Diagnosefunktion der App setzt, sollte tunlichst auf die Netzabdeckung auf der Strecke achten.

Schließlich am Zielort angekommen - wo wir WLAN nutzen können -, wollen wir uns das Fahrtenbuch ansehen. Doch Fehlanzeige. Diesmal scheint der O2-Server eine Pause eingelegt zu haben. Das passierte am Anfang des Tests häufiger, dann längere Zeit nicht und torpedierte schließlich fast die Produktion unseres Videos, weil die Benutzeranmeldung der App nicht funktionierte.

Fahrten werden erfasst, aber nicht smart

Als wir schließlich doch auf das Fahrtenbuch zugreifen können, sehen wir, dass dort drei Fahrten vermerkt sind: zur Tankstelle, von der Tankstelle zur Raststätte und schließlich zum eigentlichen Ziel. Das ist logisch und korrekt - aber nicht smart. Wer per Hand Fahrtenbuch führt, wird nur eine zusammenhängende Fahrt aufschreiben. Im Prinzip könnte das auch die App, schließlich sollte es auf Basis der GPS-Position ohne Probleme möglich sein, die jeweils fünfminütigen Halte den Points of Interest Tankstelle und Raststätte zuzuordnen und als zur Fahrt dazugehörig zu werten.

Eine vergleichbare Problematik tritt gelegentlich auch auf, wenn das Modul den Kontakt zum Mobilfunknetz verliert. So wurde einmal eine ununterbrochene, 100 km lange Fahrt mit gelegentlichen Funklöchern als drei Einzelfahrten im Fahrtenbuch vermerkt.

Es ist in der App zwar möglich, mehrere Fahrten zugleich auszuwählen und statistisch Daten zu kombinieren, dauerhaft zusammenfassen kann man sie hingegen nicht. Diese Unterteilung einer Fahrt in mehrere Einzelfahrten dürfte nicht nur den Überblick erschweren. Gerade Berufsfahrern mit Pkw könnte es unangenehm aufstoßen, werden damit doch Fahrtunterbrechungen zu deutlich, die zu Diskussionen mit dem Chef oder dem Finanzamt führen. Ein weiteres Manko schließt insbesondere die berufliche Nutzung praktisch aus: Es gibt keine Exportfunktion. Auf unsere Nachfrage bei O2 hin erhalten wir die Auskunft, dass eine allgemeine Exportfunktion und der Zugriff auf Daten per Weboberfläche noch kommen sollen. Als Alternative kann der Chef auch sein eigenes Smartphone zur Fahrerüberwachung nutzen, doch dazu später mehr.

Die App kann nicht nur die gefahrene Strecke erfassen, sondern auch die zugehörigen Benzinkosten errechnen. Allerdings tut sie das auf die denkbar unsmarteste Weise: Wir müssen zuvor einen Literpreis angeben. Zur Erinnerung: Wir waren bei Fahrbeginn an einer Tankstelle, über die OBDII-Schnittstelle sollte das System wissen, dass wir dort getankt haben. Aufgrund der GPS-Koordinaten weiß das System, wo wir getankt haben, und die aktuellen Tankstellenpreise sind online abrufbar. Die einzige manuelle Konfiguration, die erforderlich wäre, damit die App den Benzinpreis selbst ermitteln kann, ist die Angabe der Kraftstoffart.

 O2 Car Connection im Test: Der Spion unterm LenkradEmpfehlungen zum Spritsparen helfen kaum 

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Anonymer Nutzer 09. Feb 2015

Naja, sie schiessen hier mit Kanonen auf Spatzen. Um in den von Ihnen zitierten §315c des...

Hawk321 19. Dez 2014

Achso meinst Du das...ScannerDanner nutzt fast ausschlieslich sein Oszilloskop !!!! Sun...

Zwangsangemeldet 18. Dez 2014

Korrekt, das ist zum Glück heute noch freiwillig. Und vom Datenschutz her ein absolutes...

cichy_de 18. Dez 2014

Eine intelligente Fahrtenbuchanwendung haben wir ca. 2006 programmiert - mit...

LCO 17. Dez 2014

Das hat der Benutzer eines Autos noch dringend gebraucht, ein Modul, das Position...



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