Nvidia: "PC-Gaming muss nicht gerettet werden"
Voller PC-Hardware - der Labortisch von Golem.de (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Nvidia "PC-Gaming muss nicht gerettet werden"

Wing-Commander-Schöpfer Chris Roberts will mit seinem hardwarefordernden Weltraumspiel Star Citizen das PC-Gaming retten. Doch muss es überhaupt gerettet werden? Wir fragten bei Nvidia nach, dessen Grafikchips nicht nur in vielen PCs stecken.

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Es war einmal eine Spieleserie namens Wing Commander, die neue Maßstäbe beim PC-Gaming setzte und bei so manchem Fan eine Aufrüstung seines Rechners erforderlich machte. 2014 kommt ein neues Weltraumspiel, das wie Wing Commander von Chris Roberts stammt. Der Titel Star Citizen soll das High-End-PC-Gaming mit besonders vielen Grafikdetails und damit gepaartem Anreiz zum Hardwareaufrüsten wieder zurückbringen. Auf Spielekonsolen soll Star Citizen nach Angaben seines Entwicklers nicht umgesetzt werden können, auch nicht auf denen der nächsten Generation.

Diese markigen und werbeträchtigen Versprechen von Roberts dürften mitverantwortlich dafür sein, warum Roberts' Crowdfunding-Bemühungen so erfolgreich waren - über 6,2 Millionen US-Dollar konnten eingenommen werden. "Der Kampf ist vorbei und wir - PC-Gamer, Space-Sim-Fans, Wingnuts, Lancers und der Rest - haben gewonnen", verkündete Roberts stolz.

Zu Hilfe, ein Retter?

Doch ist das PC-Gaming wirklich in Gefahr - und braucht es einen Retter? Wir fragten deshalb auch beim Grafikchiphersteller Nvidia nach - und bekamen Antwort von Lars Weinand, Senior Technical Marketing Manager für den Wirtschaftsraum von Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) sowie Indien bei Nvidia. Weinand leitet seit fünf Jahren das Team für technisches Marketing bei Nvidia in EMEA und Indien für die Produktbereiche Geforce, Tegra, Quadro und Tesla. Zuvor war er als Technical PR Manager bei ATI und AMD angestellt. 1998 hat er die Webseite Riva Station gegründet und war ab 2002 Chefredakteur bei Tom's Hardware Guide für den Bereich Computergrafik.

Golem.de: Eine oft geäußerte Behauptung ist, dass PC-Spiele faktisch tot seien, weil aktuelle Titel nur noch auf Konsolen ausgerichtet sind. Ist das nur ein Bauchgefühl, oder ist da etwas dran?

Lars Weinand: Bei Nvidia gehört PC-Gaming zu einem unserer Kernbereiche. Geforce-GPUs sind für PC-Spiele gebaut. Wir entwickeln Produkte für PC-Spieler, kommen selber aus der Community und sind leidenschaftliche PC-Spieler. Nach Vorhersage wird der Computerspielebereich im Jahr 2016 erwartungsgemäß 25 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Diese Zahlen stammen von DFC Intelligence. Die Topspiele erwirtschaften am Einführungswochenende mittlerweile mehr Umsatz als Hollywood-Blockbuster.

Golem.de: Und dass immer noch mehr Spiele für Konsolen als für PCs verkauft werden, spielt da keine Rolle?

Lars Weinand: PC-Spiele nähern sich vom Volumen her dem der gesamten Konsolenumsätze. PC-only-Spiele wie Diablo III wurden in den ersten 24 Stunden mehr als 3,5 Millionen Mal verkauft. Der PC ist den sechs Jahre alten Konsolen technologisch um Lichtjahre voraus. Die Kosten sind zwar höher, aber was man dafür bekommt, entschädigt um ein Vielfaches. Battlefield 3, Batman: Arkham City, Max Payne 3 und viele andere Toptitel der vergangenen zwölf Monate sehen auf einer Geforce in Full-HD um Welten besser aus. Die neuen Topspiele Call of Duty: Black Ops 2 und Assassin's Creed 3 erreichen auf Geforce eine geniale Bildqualität.

Alte Konsolen und neue Herausforderungen 

itandy 24. Jun 2013

für einen PC, der den selben Inhalt wie die xbox360 hat wirst du nie im leben 199¤ zahlen...

Cinemati 23. Nov 2012

80? Dachte 95% laut Ubisoft. Dann werfe ich *WürfelRoll* 120% in den Raum hah!

Cohaagen 23. Nov 2012

Natürlich ist der Anteil relevant! Ob die Umsätze von untereinander inkompatiblen...

beaver 23. Nov 2012

Stimmt. Nichtmal dieses "aber man kann doch keine Maus und Tastatur auf dem schoss haben...

Nephtys 22. Nov 2012

Gute Frage... das werden nur die Manager von SE genau wissen, aber ich nehme mal an...

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