Der Hinweis von Nvidia auf den Hack
Der Hinweis von Nvidia auf den Hack (Bild: Nvidia/Screenshot: Golem.de)

Nvidia-Hack Hacker veröffentlichen Anwenderdaten aus Nvidia-Forum

Unter dem Namen "Team Apollo" hat eine Hackergruppe einen Teil der Anwenderdaten veröffentlicht, die bei einem Einbruch in Nvidias Server erbeutet wurden. Die Daten lassen Nvidias bisherige Aussagen zur Sicherheit der Informationen zweifelhaft erscheinen.

Anzeige

Bei Pastebin gibt es rund 800 Datensätze von Anwendern, die sich auf den Webseiten von nvidia.com registriert hatten. Vorsicht ist beim Aufrufen des Links geboten, denn die rund 300 KByte Daten (einmal roh und einmal formatiert) brauchen auch bei schnellen Verbindungen einige Zeit, bis sie im Browser dargestellt sind.

Nach Angaben der Hacker, die sich "Team Apollo" nennen, handelt es sich nur um einen Auszug des Materials, der durch die Längenbeschränkung von Pastebin-Postings zustande kam. Auch den Rest der Datensätze wollen die Datendiebe veröffentlichen. Um wie viele Accounts es sich insgesamt handelt, gibt Apollo nicht an.

Die Hacker zeigen sich überrascht, dass Nvidia zu dem Einbruch in die eigenen Systeme überhaupt Stellung nahm, vor allem, weil die Aktion nach Angaben von Apollo schon "einige Wochen" zuvor stattgefunden hat. Noch sind die Foren von Nvidia offline.

Sehr nebulös sind die Angaben von Apollo zu den Motiven, sowohl was den Hack an sich, als auch was die Veröffentlichung betrifft. Man wolle "die Datenbank benutzen, um ekelhafte Unternehmen, die es auch verdient haben, der Gerechtigkeit zuzuführen". Ob damit Nvidia selbst gemeint ist - zahlreiche Adressen von Mitarbeitern finden sich in dem Material - oder andere Hightech-Firmen, sagen die Hacker nicht.

Sie weisen aber darauf hin, dass anders als von Nvidia bisher angegeben nicht nur die Nutzerforen und die Download-Seiten für Entwickler von dem Hack betroffen sind. Auch die Daten der Kunden von Nvidias Onlineshop sollen erbeutet worden sein. Der "Nvidia Gear Store" verkaufte zwar keine teure Elektronik, sondern nur Merchandise wie T-Shirts und Taschen, ist aber bisher ebenfalls offline - damit entsteht dem Unternehmen ein wohl geringer, aber doch direkter Schaden.

Wie sicher sind die Passwörter gehasht?

Brisanter für die Firma ist der Imageverlust, vor allem durch einen Umstand, auf den Apollo gar nicht selbst hinweist. Wie Heise Online berichtet, sind die Passwörter der Nutzer möglicherweise nicht so gut gesichert, wie Nvidia das bisher behauptet hat. In der immer noch unverändert zu sehenden Erklärung des Unternehmens behauptet der Chiphersteller, die Passwörter seien gehasht und mit einem zufallsgenerierten Salt versehen gewesen.

Dass das wahrscheinlich nicht so ist, geht aus den nun veröffentlichten Daten hervor. Als Hash der Passwörter findet sich darin dreimal die Zeichenkette "b018f55f348b0959333be092ba0b1f41". Sie ergibt sich, wenn man "nvidia123" mit dem MD5-Algorithmus behandelt. Das lässt sich mit einem MD5-Generator leicht ausprobieren.

Wenn die Passwörter aber, wie Nvidia behauptet, nicht nur MD5-kodiert, sondern auch mit einem Salt versehen worden wären, dürfte sich vor allem bei einem derart kleinen Datensatz nicht mehrfach der gleiche Hash finden lassen. Das wäre umso unwahrscheinlicher, wenn zufällige Salts verwendet worden wären.


SSD 20. Jul 2012

Stimmt, Voraussetzung ist aber, dass entweder viele Benutzernamen bekannt sind, oder...

y.m.m.d. 17. Jul 2012

War ja klar das gleich wieder jemand diese wundervolle Wunschvorstellung mit...

Witzegehitter 16. Jul 2012

Und am Ende warens bestimmt wieder nur Linuxnerds, die dem bösen Konzern mal eins...

nie (Golem.de) 16. Jul 2012

Ich hab die Formulierung leicht verändert - aber da ist sicher eine neue Erbse darin...

Kommentieren



Anzeige

  1. Produktsoftwareentwickler Vorentwicklung Cloud / Serverplattform (m/w)
    Robert Bosch Car Multimedia GmbH, Hildesheim
  2. Software Support Spezialist (m/w)
    Dürr Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen
  3. IT Support Engineer Windows / Citrix (m/w)
    PIRONET NDH Datacenter AG & Co. KG, Köln
  4. SAP PI Consultant (m/w)
    Siemens AG, Erlangen

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. GRATIS: Simcity 2000 Special Edition
    0,00€
  2. Batman: Arkham Knight Collector's Edition
    109,00€
  3. Little Big Planet 3 - Extras Edition (PS4)
    49,97€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Prototyp

    Googles selbst fahrendes Auto ist fertig

  2. CIA-Dokumente

    Wie man als Spion durch Flughafenkontrollen kommt

  3. Game Over

    Kein Game One mehr auf MTV

  4. Z1

    Samsung veröffentlicht endlich sein Tizen-Smartphone

  5. Zehn Jahre Entwicklung

    Network Manager 1.0 ist erschienen

  6. Star Citizen

    Galaktisches Update mit Lobby, Raketen und Cockpits

  7. Smrtgrips

    Die intelligenten Griffe fürs Fahrrad

  8. Messenger

    Whatsapp richtet Spam-Sperre ein

  9. Sony-Hack

    Die dubiose IP-Spur nach Nordkorea

  10. FreeBSD-Entwickler

    Linux-Foundation sponsert NTPD-Alternative



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Circuitscribe ausprobiert: Stromkreise malen für Teenies
Circuitscribe ausprobiert
Stromkreise malen für Teenies
  1. Arduino Mit der Kraft der zwei Herzen
  2. Per FPGA Hardwarebasierter Zork-Interpreter
  3. Spark Photon Kleines und günstiges ARM-Board mit WLAN

Lehrreiche Geschenke: Stille Nacht, Bastelnacht
Lehrreiche Geschenke
Stille Nacht, Bastelnacht
  1. Arduino Vorgehen gegen unlizenzierte Nachahmer
  2. Arduino Neue Details zum 3D-Drucker Materia 101
  3. Microduino Kleine Bastlerboards zum Stapeln

Core M-5Y10 im Test: Kleiner Core M fast wie ein Großer
Core M-5Y10 im Test
Kleiner Core M fast wie ein Großer
  1. Hands on Asus Transformer Book T300FA Das günstigste Detachable mit Core M
  2. Benchmark Apple und Nvidia schlagen manchmal Intels Core M
  3. Core M-5Y70 im Test Vom Turbo zur Vollbremsung

    •  / 
    Zum Artikel