Nutzungsbedingungen Verbraucherzentrale verklagt Paypal

Wegen intransparenter Klauseln in den Nutzungsbedingungen und Kontensperrungen klagen die Verbraucherschützer gegen Paypal. Doch der Zahlungsabwickler hat seit Mai 2013 neue Nutzungsbedingungen.

Anzeige

Die Verbraucherzentralen verklagen Paypal. Wie die Berliner Zeitung berichtet, kritisiert der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) intransparente Klauseln und unzulässige Schadenersatz- und Haftungsregelungen des Zahlungsabwicklers in Deutschland. Von Betroffenen seien die Verbraucherzentralen über erhebliche Probleme mit Paypal informiert worden. Nutzerkonten würden scheinbar grundlos eingefroren. Der VZBV hat Golem.de die Klage bestätigt.

Der Zahlungsabwickler kann Geld für 21 bis 180 Tage blockieren. Um die Sperren aufzuheben, verlangt Paypal von seinen Kunden Personalausweiskopien, Versandbelege, Handelsregistereinträge und Elektrizitäts- oder Lieferantenrechnungen, die oft ins Ausland gefaxt oder per Brief gesandt werden müssen. Paypal-Sprecher Anuj Nayar kündigte im Januar 2013 Änderungen hin zu mehr Kundenfreundlichkeit an.

Paypal erklärte der Berliner Zeitung: "Grundsätzlich werden Konten nur bei Vorliegen wichtiger Gründe vorübergehend eingeschränkt." Es gehe darum, Geldwäsche, unberechtigte Zugriffe auf Nutzerkonten und Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen zu verhindern. "Meist ist es dem betroffenen Kunden möglich, das Konto innerhalb weniger Tage wieder uneingeschränkt zu benutzen." Mitte Mai habe das Unternehmen die deutschen Nutzungsbedingungen aktualisiert und einige umstrittene Aussagen entfernt.

Paypals Konflikte mit deutschen Unternehmen

Paypal hatte 2011 mehrere Konflikte mit deutschen Onlinehändlern, denen verboten wurde, kubanische Waren abzurechnen. Die Dirk Rossmann GmbH, eine der großen Drogeriemarktketten Deutschlands, bietet seit September 2011 keine Zahlung per Paypal mehr an. Mit dem Onlinehändler Bardealer.de traf sich Paypal wegen einer Sperre des Kundenkontos vor Gericht. Paypal hob die Sperre des Paypal-Kontos erst auf, als das Betreiberunternehmen DTS&W einen Payment-Blocker für kubanische Waren installierte.

Rund 30 Prozent aller Onlinekäufe in Deutschland wurden 2012 über Paypal bezahlt. Das ergab eine Studie des E-Commerce-Centers (IFH Köln) und der Hochschule Aschaffenburg, die von Paypal und anderen Unternehmen wie der Sofort AG, Billsafe, Wirecard, Expercash, Klarna und Payunity unterstützt wurde. Befragt wurden 1.978 Internetnutzer.


xeRo0 24. Jul 2013

Paypal ist ein Drecksladen geworden. Gewinn rausschlagen wo es geht. Wenn du mal eine...

spantherix 29. Mai 2013

Ich wurde von einem Amt sogar gebeten, eine Kopie meines Persos einzureichen. Also soweit...

crazypsycho 28. Mai 2013

Ich habe nie gesagt das ich betrügen würde. Musste auch noch nie den Käuferschutz...

crazypsycho 28. Mai 2013

Das stimmt so natürlich nicht. Das Versandrisiko bei Privatverkauf trägt bei...

Kommentieren



Anzeige

  1. Quality Assurance Engineer / Rollout and System Integration (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  2. BW/BI Anwendungsbetreuer (m/w)
    Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg
  3. Junior Fleet IT Systems Manager (m/w)
    TUI Cruises GmbH, Hamburg
  4. Referent (m/w) Lernmanagementsysteme mit Schwerpunkt IT-Fachkonzeption
    Gothaer Finanzholding AG, Köln

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Marketplace

    Amazon-Händler verklagt Kunden wegen negativer Bewertung

  2. Elektromobilitätsgesetz

    Parken Elektro- und Hybridautos bald kostenlos?

  3. FlashQ

    Entfesselt blitzen mit Crowd-Unterstützung

  4. Vic Gundotra

    Chef von Google Plus verlässt das Unternehmen

  5. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  6. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  7. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  8. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  9. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  10. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Freedesktop-Summit Desktops erarbeiten gemeinsam Wayland und KDBus
  2. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  3. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion

Ubuntu 14.04 LTS im Test: Canonical in der Konvergenz-Falle
Ubuntu 14.04 LTS im Test
Canonical in der Konvergenz-Falle

Ubuntu soll künftig auch auf Tablets und PCs laufen, weshalb die Entwicklung des Unity-Desktops derzeit offenbar feststeckt. Die wenigen neuen Funktionen könnten gut für die lange Support-Dauer sein, zeigen aber auch einige interne Probleme auf.

  1. Canonical Ubuntu One wird beendet
  2. Canonical Mir in Ubuntu abermals verschoben
  3. Trusty Tahr Erste Beta der Ubuntu-Derivate verfügbar

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel