IT-Unternehmen wollen mehr Transparenz von den Geheimdiensten.
IT-Unternehmen wollen mehr Transparenz von den Geheimdiensten. (Bild: Christof Stache/AFP/Getty Images)

NSA US-Konzerne wollen mehr Transparenz

In einem gemeinsamen offenen Brief fordern 63 namhafte IT-Konzerne mehr Transparenz im Zusammenhang mit dem NSA-Programm Prism. Sie wollen Details dazu veröffentlichen, welche Informationen sie an die US-Geheimdienste weitergegeben haben.

Anzeige

Die Liste der Unterzeichner liest sich wie ein Who's who der IT-Branche: Apple, Facebook, Google, Microsoft, Twitter oder Yahoo. Insgesamt 63 IT-Unternehmen und Bürgerrechtsorganisationen haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie mehr Transparenz von der US-Regierung zu Prism fordern.

In der gemeinsamen Erklärung fordern die IT-Konzerne, mehr Informationen über die Anfragen der NSA veröffentlichen zu dürfen. Sie wollen unter anderem die genaue Anzahl der Abfragen in ihren Transparenzberichten einbinden. Bislang wird dort die Gesamtzahl der Anfragen durch Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden angegeben. Außerdem wollen sie preisgeben, über wie viele Menschen, Konten und Geräte Informationen angefordert wurden. Sie wollen auch noch mehr Details veröffentlichen dürfen als bisher, unter anderem darüber, wie viele Informationen aus Kommunikationsdaten und Benutzerangaben durch die Geheimdienste angefragt wurden.

Mehr Transparenz von der Regierung gefordert

Zudem fordert die Koalition aus IT-Unternehmen und Bürgerrechtsbewegungen die US-Regierung auf, solche Daten ebenfalls zu veröffentlichen. Im Zusammenhang mit gewöhnlichen Strafverfolgungsuntersuchungen werden bereits solche Daten veröffentlicht, ohne dass die entsprechenden Behörden Nachteile hätten. "Die Informationen darüber, wie und wie oft die US-Regierung ihre Befugnisse nutzt, muss der Öffentlichkeit mitgeteilt werden, denn diese habe ein Recht auf eine fundierte Diskussion darüber, ob diese Befugnisse in angebrachter Weise eingesetzt werden."

"Die USA ist seit langem als innovative Kraft für das Internet und Produkte und Dienste rund um das Internet bekannt. So sollten die USA auch die treibende Kraft sein, Instrumente zu erschaffen, die dafür sorgen, dass die Regierung transparent, verantwortungsvoll und respektvoll mit den Bürger- und Menschenrechten umgeht", heißt es weiter.

Aufruf statt Dementis

Es ist der bisher druckvollste Aufruf der IT-Unternehmen, die bislang mit eigenen Mitteilungen der Flut der Veröffentlichungen nach Bekanntgabe der Prism-Affäre durch Edward Snowden entgegengetreten sind. Nicht nur Microsoft hat bereits mehrere Erklärungen und Dementis zur flächendeckenden Zusammenarbeit mit der NSA veröffentlicht. Google hatte bereits kurz nach dem Beginn der Affäre in einem ähnlich offenen Brief an die Regierung darum gebeten, mehr Transparenz zeigen zu dürfen. Yahoo wehrt sich derweil vor dem Foreign Intelligence Surveillence Court (Fisc) gegen die NSA. Eine Zusammenarbeit mit der NSA hat bislang keines der Unternehmen bestritten, unklar ist aber, in welchem Umfang sie mit der NSA kooperieren.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem: AOL, Apple, Digg, Dropbox, Facebook, Google, LinkedIn, Microsoft, Mozilla, Reddit, Salesforce.com, Tumblr, Twitter, Yahoo, Y Combinator, die Electronic Frontier Foundation (EFF), Human Rights Watch, The American Civil Liberties Union (ACLU), The Center for Democracy & Technology, Reporters Committee for Freedom of The Press, Public Knowledge, Reporters Without Borders und die Wikimedia Foundation.


spiderbit 18. Jul 2013

Sie wollen "mehr" angaben machen dürfen, wie wärs mit "alle" ^^ Das ist ziemlicher...

matok 18. Jul 2013

Mir ist es schnurz, weil wir wie bei Politikern ohnehin nur das erfahren, was wir ohnehin...

Kommentieren



Anzeige

  1. Inhouse Sharepoint Consultant (m/w)
    ElringKlinger AG, Dettingen an der Erms
  2. Business Process Manager (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz
  3. Softwareentwickler/in Backend für Connected Driving
    Robert Bosch GmbH, Abstatt
  4. Informatiker/-in in "Connected Car" Entwicklung im Team Vehicle Homepage / Vehicle Backend
    Daimler AG, Sindelfingen

Detailsuche


Top-Angebote
  1. TIPP: 4 Blu-rays für 30 EUR
    (u. a. Interstellar, Grand Budapest Hotel, Teenage Mutant Ninja Turtles, Django Unchained, Edge of...
  2. VORBESTELLBAR: The Walking Dead - Die komplette fünfte Staffel - uncut / mit 3er Postcard Edition (exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] [
    34,99€
  3. TIPP: Fast & Furious 7 - Extended Version (inkl. Digital Ultraviolet) [Blu-ray]
    14,99€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. IMHO

    Roboter plündern nicht

  2. Office Malware

    AGB gegen Spammer

  3. Magenta Mobil Start

    Deutsche Telekom startet mit speziellem Kindertarif

  4. Acer Revo Build ausprobiert

    Ein Mini-PC wie ein Duplo-Turm

  5. ZTE Nubia Z9 im Hands on

    Das Smartphone mit dem Rubbelrand

  6. 100 MBit/s

    Telekom bietet ihren Hybridkunden höhere Datenraten

  7. Mobile Computing

    Apple stellt Patentantrag für Macbook-Brennstoffzelle

  8. Razer Diamondback

    Maus-Klassiker kehrt mit 16.000-dpi-Sensor zurück

  9. Mobilfunk

    Deutsche Telekom wertet Datentarife auf

  10. Medion Akoya S3401 ausprobiert

    Inspiriert vom Macbook



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Autonomes Fahren: Wer hat die besten Karten?
Autonomes Fahren
Wer hat die besten Karten?
  1. Nokia Ozo nimmt 360-Grad-Videos in Echtzeit auf
  2. Nokia Here Daimler will eigene Karten aus Angst vor Hackerattacken
  3. Kartendienst Nokia Here geht für 2,5 Milliarden an deutsche Autobauer

Snowden-Dokumente: Die planmäßige Zerstörungswut des GCHQ
Snowden-Dokumente
Die planmäßige Zerstörungswut des GCHQ
  1. Macbooks IBM wechselt vom Lenovo Thinkpad zum Mac
  2. Liske Bitkom schließt Vorstandsmitglied im Streit aus
  3. IuK-Kommission Das Protokoll des Bundestags-Hacks

Ideapad Miix 700 im Hands On: Lenovo baut ein Surface
Ideapad Miix 700 im Hands On
Lenovo baut ein Surface
  1. Smartphones, Tablets und eine Smartwatch Asus' Zen-Armada
  2. Smartwatches Motorola stellt neue Moto 360 und Moto 360 Sport vor
  3. Notebooks mit neuem Intel-Prozessor Mit Skylake kommt meist USB-Typ-C

  1. Re: Einfach dumm

    cuthbert34 | 12:22

  2. Re: Bitte nicht noch ein Versuch

    Endwickler | 12:22

  3. Re: Alter Hut, zeigte Lenovo schon im Januar

    pandarino | 12:22

  4. Re: Kein Spotify mehr als Friends Option

    Mauw | 12:21

  5. Mein Account

    HeinzHecht | 12:19


  1. 12:12

  2. 12:10

  3. 12:01

  4. 11:49

  5. 10:54

  6. 10:24

  7. 10:17

  8. 10:11


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel