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Das neue Datenzentrum der NSA in Bluffdale, Utah
Das neue Datenzentrum der NSA in Bluffdale, Utah (Bild: George Frey/Getty Images)

NSA Über eine Billion Metadaten gesammelt

Auch der E-Mail-Verkehr wird von der NSA analysiert - sowohl die Metadaten als auch deren Inhalt. Was bislang nur eine Vermutung war, ist inzwischen durch Snowdens geleakte Dokumente belegt. Die gesammelten Daten gehen in die Milliarden.

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Unter dem Projektnamen Stellarwind sammelt die NSA seit Jahren Metadaten von Telefon- und Internetverbindungen, darunter auch E-Mails. Snowdens Enthüllungen belegen, dass auch der Inhalt der Telefonate und von E-Mails ausgewertet wurde. Offenbar sammelt die NSA weiterhin E-Mails, obwohl die Obama-Regierung beteuert, dieser Teil des Überwachungsprogramms sei 2011 abgeschlossen worden. Das belegen Dokumente, die der Guardian veröffentlicht hat.

Die NSA hat ihren Sammelprojekten verschiedene Namen gegeben, jeder steht für einen Teil des umfangreichen Überwachungsprogramms, das die NSA seit 2001 nutzt, um Daten über Nicht-US-Bürger zu horten und analysieren. In den USA ist der eigentliche Skandal aber, dass auch US-Bürger von der Sammelwut der NSA erfasst wurden - und immer noch werden. Denn US-Bürger und Ausländer, die in den USA wohnen, stehen eigentlich unter dem Schutz des vierten Zusatzartikels zur Verfassung, der Schnüffeleien ohne Durchsuchungsbefehle verbietet.

Schnüffelnomenklatur

Stellarwind - so der Überbegriff der Überwachungsaktion der NSA - wurde 2001 nach den Anschlägen auf das World Trade Center initiiert. Ohne Durchsuchungsbefehl genehmigte ein Bundesrichter alle 90 Tage nach dem Foreign Intelligence Surveillance Act (Fisa) Durchsuchungsgenehmigungen für Telefonverbindungen sowie über Internetverbindungen und E-Mails en masse - offenbar, ohne einzelne Anträge zu prüfen.

Die Verbindungsdaten von Telefonaten, etwa von Verizon, werden in einem System namens Mainway gespeichert. Nucleon analysiert den Inhalt der Telefonate. Metadaten des Internetverkehrs, die unter anderem durch Prism von Internetkonzernen wie Facebook, Google, Microsoft, Twitter oder Yahoo gesammelt werden, landen zur Weiterverarbeitung in Marina. Soweit die Nomenklatur, die die Washington Post zusammengefasst hat.

Alle unter Generalverdacht

Dabei geraten unweigerlich auch US-Bürger ins Visier der Geheimdienstler, ganz zu schweigen von den Menschen im Rest der Welt, die die NSA offensichtlich unter Generalverdacht stellt. Denn zum einen geht es ihnen auch um mögliche Kontakte von Terroristen im Ausland zu möglichen Schläfern in den USA. Schwierig wird es außerdem, wenn nach Stichwörtern analysiert wird. Auch hier kann ein Analyst der Special Source Operations (SSO) - die Unterabteilung der NSA, die für die Datenauswertung verantwortlich ist - über eine Äußerung eines US-Bürgers stolpern. Der ehemalige Leiter der US-Geheimdienste John McConnell hatte bereits 2007 angedeutet, dass die NSA mehrere Milliarden Kommunikationskanäle überwacht, analysiert und speichert. Gerät eine Person in den USA bei der Datensammlung von Nicht-US-Bürgern unter Verdacht, werden die geheimdienstlichen Informationen an die entsprechenden inländischen Behörden weitergegeben, die dann einen Durchsuchungsbefehl ausstellen können, etwa ein National Security Letter (NSL).

Juristische Bedenken ignoriert - und Evil Olive sammelt weiter 

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schpet 30. Jun 2013

Sie suchen ja "nur" die Nadel im Heuhaufen - ergo man muss nur den Heuhaufen vergrößern...

Baron Münchhausen. 29. Jun 2013

Milliarden Kekse?

cry88 29. Jun 2013

Er verdient eine Anklage. Dann eine gerechte Verhandlung, in der festgestellt wird, dass...

Ovaron 28. Jun 2013

Kann man so sehen. Muss man aber nicht. Wikipedia -> Zivilcourage Zivilcouragiert...

nmSteven 28. Jun 2013

Ich vermute diese Analyse Programme werden schon etwas komplexer sein :) Außerdem bin ich...



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